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Kinowerkstatt – Programm

Nachlese „Max-Ophüls-Preis 2009“: Die besten Kurzfilme des Wettbewerbs + Oscar –Preisträger 2009 „Spielzeugland“ in der Kinowerkstatt St. Ingbert!

Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt an diesem Freitag, den 27. Februar, ab 19 Uhr, in ihrer ersten Nachlese „Max-Ophüls-Preis 2009“ die sehenswertesten Kurzfilme des diesjährigen 30. Festivals, das Ende Januar in Saarbrücken stattfand. Die Filme präsentieren wird Thomas Altmayer, selber Filmemacher, Mitarbeiter im Medienladen Saarbrücken und Mitglied des Auswahlbeirates Kurzfilm. Zugesagt hat ihr Kommen auch die künstlerische Leiterin des Max – Ophüls Festivals Gabriella Bandel, ebenfalls im Auswahlbeirat Kurzfilm. Beide werden die Filme kommentieren und auch über die Kriterien der Vorauswahl informieren. Dieser (ersten) Kurzfilm- Nachlese „Max-Ophüls-Preis“ wird eine zweite Langfilm- und eine dritte Dokumentarfilmnachlese folgen.
Der Kurzfilmwettbewerb setzte sich aus kurzen Spielfilmen mit einer Länge von bis zu 30 Minuten zusammen. Auch hier gilt es, den Nachwuchs und innovative Tendenzen zu fördern. Gezeigt werden unter anderen der diesjährige Siegerfilm „SCHAUTAG“ von Marvin Kren, „IL GIARDINO“ von Michael Ester mit Dirk Bach in der Hauptrolle, „ABENDLIED“ von Frauke Thielecke, „STILL“ von Rick Ostermann, produziert von Jürgen Vogel, „SOMMERSONNTAG“ von Siggi Kamml und Fred Breinersdorfer mit Axel Prahl, „WITHERED FLOWERS BLOOMING“ von Martin Schreier mit Cosima Shiva Hagen. Und die Sensation ist perfekt: Auch der diesjährige Oscar-Preisträger „Spielzeugland“ von Jochen Alexander Freydank wird im Rahmen des Kurzfilmprogramms gezeigt werden, er lief beim vorjährigen Max-Ophüls- Wettbewerb.

Am Samstag, den 28. Februar, um 21 Uhr, sowie am Sonntag und Montag, jeweils um 20 Uhr, läuft „Die Klasse“ (Frankreich 2008) von Laurent Cantet, basierend auf dem Roman „Entre les murs“ (2006) von François Bégaudeau, der auch die Hauptrolle spielt. Laurent Cantets vielfach ausgezeichneter Film „Die Klasse“ (Entre les murs – so der Originaltitel) ist auf Platz 1 in Frankreich gestartet und hat mit 356.494 Besuchern souverän die Führung in den Kino-Charts übernommen. Die Klasse konnte sich am Startwochenende souverän gegen Christophe Baratiers neuen Film Paris, Paris durchsetzen. Damit setzt der Film die Erfolggeschichte eines jungen und ambitionierten Lehrers an einer Pariser Vorort-Schule fort: In Cannes gewann er die Goldene Palme und ist mittlerweile französischer Oscar-Kandidat. In Deutschland eröffnete er das Filmfest München, wurde dort mit dem „One Future Preis“ der Interfilm Akademie ausgezeichnet und hat auf den Leipziger Filmkunsttagen den Jugendpublikumspreis gewonnen. Regisseur Laurent Cantet entwickelt in „Die Klasse“ zwar keine Vision, wie besser gelernt und kommuniziert werden kann. Es gelingt ihm jedoch, eingefahrene Vorstellungen von „schwierigen“ Schülern und überforderten Lehrern aufzuweichen. Cantet stellt die Schule einfach als das dar, was sie ist: Ein lebendiger Ort, wo unterschiedlichste Menschen miteinander auszukommen versuchen, sich unterhalten, aneinander vorbeireden, lachen, streiten, vorwärts kommen oder scheitern – wie außerhalb der Mauern auch.
Herausgekommen ist dabei Erstaunliches: Schief im Stuhl hängend, unaufhörlich im Banlieue-geprägten Jugendslang schwatzend, unruhig, laut und ungestüm – die Schüler wirken in ihren Rollen authentisch bis ins kleinste Detail. Und auch die Lehrer überzeugen entweder mit glaubwürdiger studienratsgemäßer Weltfremdheit, tiefster Resignation oder – wie der vorzüglich als einziger sich selbst spielende François Bégaudeau – mit einer energischen Mischung aus produktivem Machertum und hilflosem Draufgängergehabe.

Im Familienkino der Kinowerkstatt ist am Sonntag, den 1. März, um 16 Uhr die „Lotta aus der Krachmacherstraße“ (Schweden, 1992)
Regie: Johanna Hald, nach der Erzählung von Astrid Lindgren zu sehen. (BJF-Empfehlung: ab 5 Jahren, FSK: o.A., 74 Minuten, Farbe) „Eigentlich kann ich fast alles“, meint Lotta, die heute fünf Jahre alt wird. Ihr größter Geburtstagswunsch ist ein richtiges Fahrrad. Leider sind die Eltern der Meinung, dass Lotta dafür noch zu klein ist. So findet sie an diesem Morgen kein Fahrrad auf dem Gabentisch – ein trauriger Geburtstagsanfang! Aber Lotta gibt nicht auf: Es wäre doch gelacht, wenn sie nicht doch noch einen tollen Tag hätte – und wenn am Ende nicht doch noch ein Fahrrad auf den Gabentisch käme.

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