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Kinowerkstatt: 13. Französische Filmtage

Alle Freunde des französischen Films sind am kommenden Wochenende, vom 6.-9. März, in die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zu den 13. Französischen Filmtagen eingeladen. Unter der Schirmherrschaft des Herrn Generalkonsuls der Französischen Republik im Saarland M. Cerf, in Zusammenarbeit mit dem Institut D’Etudes Françaises und mit Unterstützung des Bureau du Cinema, Berlin werden insgesamt 5 Filme gezeigt.

Die 13. Französischen Filmtage sind diesmal einem der bedeutendsten französischen Filmemacher gewidmet: Claude Chabrol, der auf der diesjährigen Berlinale die Goldene Kamera für sein bisheriges Lebenswerk (über 50 Filme) erhielt.
Der Meister des Geheimnisvollen wurde am 24. Juni 1930 in Paris geboren. Als Schöpfer scharfsinniger Studien von Mord, Besessenheit und Ehebruch hinter den Fassaden bürgerlicher Beziehungen ist er vor allem in seiner Heimat und im alten Europa berühmt als der „französische Hitchcock“. Der Schrecken, der hinter den wohlgeordneten Bürger-Fassaden lauert, die verbotenen Gefühle, Macht und Abhängigkeit, Untreue – das sind Chabrols Themen, denen er seit über fünfzig Jahren nachspürt.

Fünf Filme, die in unterschiedlicher Weise seinen Hauptanliegen gewidmet sind, wurden ausgewählt. Als Eröffnungsfilm in Anwesenheit des Herrn Generalkonsuls der Französischen Republik im Saarland M. Cerf, läuft am Freitag, den 6. März, um 19.30 Uhr „L’Ivresse du Pouvoir/Geheime Staatsaffären“ (Frankreich/Deutschland 2005) mit Isabelle Huppert, François Berléand, Patrick Bruel, Thomas Chabrol. „Geheime Staatsaffären“. Die Untersuchungsrichterin Madame Jeanne Charmant-Killman (Isabelle Huppert) ermittelt in einem Fall von Bestechung, der offensichtlich auf den Elf-Aquitaine-Prozess anspielt. Hier soll einerseits die Verlogenheit der Politik und andererseits der Übereifer der Justiz aufgezeigt werden. Anschließend lädt M. Cerf zum Vin d’Honneur ein.

„Nada“ (Frankreich/Italien 1974) mit Fabio Testi, Mariangela Melato, Maurice Garel, der zweite Film der Filmtage, am Samstag, den 7. März, um 18.30 Uhr zu sehen, soll vor Augen führen, wie Polizisten zu Handlungen veranlasst werden, für die sie von den Auftragsgebern mehr oder weniger zur Verantwortung gezogen werden.
„Les Innocents aux mains sales/Die Unschuldigen mit den schmutzigen Händen“ (Frankreich/Deutschland/Italien 1974) am Samstag, den 7. März, um 21 Uhr, ist ein Film voller Überraschungen, der ein Wiedersehen mit Romy Schneider bietet. Er zeigt die Abgründe, die sich auftun, wenn ein ungleiches Paar aus dem scheinbaren Gleichgewicht gerät. Ein ähnliches Thema finden wir in „Les noces rouges/Blutige Hochzeit“ (Frankreich 1973) mit Michel Piccoli, Stéphane Audran, Claude Piéplu,Clotilde Joano. Doch hier erleben wir zugleich die Fassade der Bourgeoisie und ihre ganze Verlogenheit. „Blutige Hochzeit“ läuft als Matinée-Vorstellung am Sonntag, den 8. März, um 11 Uhr, anschließend findet das traditionelle französische Filmfrühstück statt. „Madame Bovary“ (Frankreich 1991) mit Isabelle Huppert (Emma Bovary), Jean-François Balmer (Charles Bovary), Christophe Malavoy (Rodolphe Boulanger), als Abschluss der diesjährigen Französischen Filmtage am Sonntag, den 8. März, um 20 Uhr zu sehen, ist die Verfilmung des berühmten Romans von Flaubert, der das Scheitern der Verwirklichung von erträumtem Glück erbarmungslos zeigt.. Am Montag, den 9. März, um 20 Uhr, wird der Film „Blutige Hochzeit“ in der deutschen Fassung wiederholt. Alle Filme werden in der französischen Fassung mit deutschen oder englischen Untertiteln (Nada, Madame Bovary) gezeigt.
Eintritt: 4.- Euro Erwachsene, 2,50 Euro Schüler und Studenten, Frühstück: 4,- Euro.
Infos auf http://www.kinowerkstatt.de Franz. Filmtage

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