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Kinowerkstatt – Programm 3. – 6. April

Reise zum Horizont
In der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, ist am Freitag, den 3. April, um 19 Uhr der Dokumentarfilm „Die Reise zum Horizont“ von Thomas Latzel, ein wunderbarer Film über zwei außergewöhnliche Frauen, eine große Leidenschaft und eine Freundschaft zu sehen. Die Kinowerkstatt präsentiert diesen Film über das Gleitschirmfliegen mit phantastischen Flugaufnahmen zusammen mit den Gleitschirmfreunden Hochwald. Ein Film, der bestimmt nicht nur Flieger in seinen Bann zieht…
Im Mittelpunkt des Film stehen die beiden Frauen Ewa Wisnierska und Dörte Schwarz. Dörte ist bereits 69 Jahre alt und damit in einem Alter, in dem man normalerweise nicht mehr anfängt mit dem Fliegen. Doch Dörte Schwarz wollte es noch einmal genau wissen. Vor mehr als dreißig Jahren hatte sie einmal im Urlaub einen Drachenflieger beim Starten beobachtet und seitdem immer selbst davon geträumt, sich auf diese Weise einmal in die Lüfte zu schwingen. Nach dem Tod ihres Mannes, den sie lange Jahre pflegte, will sie den Schritt wagen. Und ihre Lehrerin ist eine der besten Gleitschirmfliegerinnen – eben Ewa Wisnierska.

„Henners Traum“
Die Kinowerkstatt zeigt am Samstag, den 4. April, um 21 Uhr, am Sonntag, den 5. April, sowie am Montag, den 6. April, jeweils um 20 Uhr „Henners Traum“ (Deutschland 2008) von Klaus Stern mit Henner Sattler, Tom Krause, Bernd Köhling, Nicolas Tommasini, Astrid Bohne, Cornelius Obier, Michael Kranich, Roland Koch (FSK: ohne Altersbeschränkung – Länge: 93 min.) Dubai, die Osterinseln – und jetzt Hofgeismar in Nordhessen. Das wird ein „absolutes Leuchtturmprojekt“, sagt Architekt Tom Krause. Nein, er brüllt es. „Das wird eine Sensation, für ganz Europa.“ Aus der alten verschlafenen Domäne Beberbeck mit ihrem klassizistischen kurfürstlichen Schloss soll ein mondänes Tourismus-Resort werden. Und das im wirtschaftlich klammen Nordhessen, von Spöttern auch als Hessisch-Sibirien bezeichnet.
Rund 420 Millionen sollen investiert werden. Auf 800 Hektar entstehen fünf luxuriöse Hotels, 600 Villen und Ferienwohnungen, mehrere Golfplätze, eine künstliche Seenlandschaft von 34 Hektar sowie eine Trabrennbahn mit angeschlossenem Pferdezentrum und Poloplatz. Und nicht zu vergessen: 1000 Arbeitsplätze winken.
Der Motor des Ganzen ist Bürgermeister Henner Sattler. Ein außergewöhnliches Stadtoberhaupt. Nicht nur das der CDU-Mann bei der letzten Wahl mit fast 70 Prozent im eigentlich roten Nordhessen gewählt wurde. Er ist emotional, zupackend, sympathisch und offen – aber wenn es sein muss, kann er auch mal poltern. Und er hat Ministerpräsident Roland Koch hinter sich … Die Ausgangsfragestellung ist schlicht und einfach: Wo kommen in Zeiten der weltweiten Immobilien- und Finanzkrise 420 Millionen für das größte Tourismusprojekt in Europa her? Eine exemplarische Reise tief in das Herzen von Projektplanern und Immobilienfinanzierungen. Zweieinhalb Jahre durfte der Film dem (un)gleichen Duo Sattler und Krause bei der Arbeit über die Schulter schauen, wenn sie auf Investoren, Botschafter und Bürokraten treffen. Der Dokumentarfilmkrimi HENNERS TRAUM – pünktlich zur weltweiten Immobilien- und Finanzkrise. Aktueller denn je.

„Die Kinder von Bullerbü“ in der Kinowerkstatt.
Im Familienkino der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, läuft an diesem Wochenende, Sonntag, den 5. April, um 16 Uhr, ein Film für alle, auch schon für die ganz kleinen, „Die Kinder aus Bullerbü“ – ein Kinderfilm Klassiker (FSK ab 6 Jahren) nach Astrid Lindgren’s gleichnamigen Kinderbüchern. Astrid Lindgren wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden.
Mittelhof, Südhof, Nordhof. Die Welt der Kinder von Bullerbü ist klein, aber traumhaft idyllisch. Kein Tag vergeht, an dem Lisa, Lasse, Bosse, Ole, Britta und Inga nicht gemeinsam Abenteuer in dem kleinen Dorf oder auf den Feldern rund um die drei Bauernhöfe erleben. Die schönste Zeit ist natürlich der Sommer. Wenn die Sechs nicht in die Schule gehen müssen, spielen sie den ganzen Tag im Freien, füttern die Tiere und helfen bei der Ernte. Dennoch lieben die Kinder von Bullerbü nicht nur die Sommermonate.
„Nach einem Roman von Astrid Lindgren schildert der Film die kindliche Erlebniswelt in einem schwedischen Dorf. (…) Eine romantische ‘Gegenwelt’ zum Alltag, die mit liebevoller Typenbeschreibung und heiteren Details unbeschwert unterhält.” (Lexikon des internationalen Films)
…Trotzdem erweckt der Film nicht den Eindruck zu beschönigen, zu romantisieren oder die Kindheit nostalgisch zu verklären. Dafür sind die Kinder zu einfallsreich, zu sehr zu Streichen aufgelegt, sich ihrer Identität zu bewusst. Es ist dieser lebendige Charme, der den Film auch für heutige Zuschauer unterhaltsam macht.“
(Oliver Rahayel, film-dienst)

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St. Ingberter Anzeiger ·
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