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JuLis: Erbschaftssteuer muss weg!

Die von der großen Koalition beschlossene Erbschaftssteuerreform
droht in der Krise für viele, insb. mittelständische Unternehmen zu
einer existentiellen Belastung zu werden. Diese sieht vor, dass die
Erbschaftssteuer – die bis zu 85 % des Betriebsvermögens betragen
kann – nur dann größtenteils erlassen wird, wenn der
Beschäftigungsstand – genauer die Lohnsumme – nach dem Erbfall über
mehrere Jahre beibehalten wird.

Es zeigt sich angesichts der Dramatik des Wirtschaftseinbruchs, dass
kein Unternehmen die Lohnsumme wirklich über Jahre garantieren kann.

„Besonders heikel ist, dass die Erben eines Betriebes auch dann zur
Kasse gebeten werden, wenn sie die Lohnsumme deshalb nicht konstant
halten, weil sie in der Krise Kurzarbeit nutzen. Gerade
Mittelständlern wird daher die Nutzung des zu Recht geförderten
Instruments der Kurzarbeit wesentlich erschwert. Die Regierung weiß
bei ihren Steuererhöhungsorgien wohl selber nicht mehr wo oben und
unten ist.“, so der stellvertretende Landesvorsitzende der Jungen
Liberalen (JuLis), Alexandre Maturana.

Wesentlich dramatischer finden die Jungen Liberalen, dass die
Politik die Lösung Ihrer Probleme nur noch in der Zukunft sucht.
Hierzu der Landesvorsitzende Sebastian Greiber: „Nach den ungelösten
Problemen des Rentensystems, und den rekordverdächtigen Schulden wird
somit ein weiteres Problem auf die nächste Generation geschoben. Die
Jungen sollen privat Ihre Altersvorsorge finanzieren, die
Rentenbeiträge werden aber nicht gesenkt. Es werden Milliarden über
Milliarden von Schulden in Bund, Land und den Kommunen gemacht, die
auch die nächste Generation durch höhere Abgaben und weniger Leistung
des Staates zurückzahlen muss. Jetzt sind diejenigen dran, die Ihren
Familienbetrieb übernehmen und Arbeitsplätze sichern möchten.“

Nach Meinung der Jungen Liberalen zeigt sicher gerade in der
Aktuellen Krise, wie wichtig die kleinen und mittelständigen
Unternehmen für Deutschland sind. Doch statt diesen Unternehmen und
Ihren Nachfolgern zu helfen, werden immer neue Hindernisse aufgebaut
und diese Mittelschicht wie eine Zitrone ausgequetscht. Die
Subventionen und Steuerhilfen bekommen aber die Großkonzerne, die
größtenteils nicht einmal Ihre Gewinne in Deutschland versteuert
haben. „Das ist weder sozial noch gerecht!“, so Greiber abschließend.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017