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Kinowerkstatt Programm-Übersicht vom 15.- 18. Mai:

So glücklich war ich noch nie
Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt am Freitag, den 15. Mai, um 19 und 21.45 Uhr noch einmal „So glücklich war ich noch nie“, Musik: Dieter Schleip, Regie: Alexander Adolph. Der Film erhielt beim diesjährigen Max-Ophüls-Preis den Filmmusikpreis der Saarlandmedien. Betrüger sind sein Spezialgebiet: Nach der Dokumentation „Die Hochstapler“ widmet sich Regisseur Alexander Adolph in seinem Spielfilmdebüt erneut den traurig-komischen Erlebnissen eines Schwindlers. Sehnsüchte lassen Devid Striesow („Yella“) ein gefährliches Spiel mit falschen Identitäten beginnen.

Das leichte Mädchen und der Hochstapler: Nadja Uhl und Devid Striesow brillieren in einer charmanten Tragikomödie über den schönen Schein. Sein Flirt mit der Kundin einer Boutique wird dem Betrüger Frank (Devid Striesow) zum Verhängnis: Er wird gefasst und muss hinter Gitter. Nach seiner Entlassung kommt er bei seinem Bruder (Jörg Schüttauf) unter. Durch dessen rechtschaffene Art wird er angespornt, sein Geld zur Abwechslung auf ehrliche Weise zu verdienen. Doch dann trifft er Tanja (Nadja Uhl) wieder, die Frau aus der Boutique. Für sie würde er alles tun. Dass sie als Prostituierte arbeitet, hält ihn nicht davon ab, sich in sie zu verlieben. Um sie aus dem Rotlichtmilieu zu befreien, verfällt er wieder seiner Sucht, mit wechselnden Identitäten zu spielen – doch je mehr er retten will, desto mehr verstrickt er sich in allerlei Betrügereien…

Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt am Sonntag, den 16. Mai, um 20 Uhr, sowie am Montag, den 17. Mai, um 20 Uhr den Film „Menschliches Versagen“ (D, 2008). In seinem Film „Menschliches Versagen“ zeigt Michael Verhoeven anhand von Protokollen, die jetzt erst freigegben wurden, Unglaubliches: Die so genannte „Arisierung“ im faschistischen Deutschland zählt unbestritten zu den größten Raubzügen des 20. Jahrhunderts. Trotzdem wird das Thema konsequent totgeschwiegen. Denn es war nicht die Gestapo, die in jüdische Häuser und Wohnungen einbrach, um den gesamten Besitz zu beschlagnahmen, sondern deutsche Finanzbeamte. Größere Wertgegenstände gingen an die Behörden, der Rest wurde in „Versteigerungen aus nichtarischem Besitz“ an die Nachbarn verteilt. Mitbürger aufzuzeigen.

Das Ende des Holocaust, die brutale Auslöschung von Millionen von Menschenleben, ist – zumindest in seinen wichtigsten Fakten – bekannt. Viel weniger dokumentiert und bis heute viel weniger vorstellbar sind die Anfänge des Verbrechens mitten in einer „normalen“ Gesellschaft.

Wie kann es sein, dass ein so eklatantes Unrecht durch immer neue Gesetze rechtsförmig gemacht wurde? Warum haben sich die damit befassten Behörden so intensiv, oft übereifrig am Holocaust beteiligt? Warum haben die meisten nicht-jüdischen Deutschen so wenig dagegen unternommen? Wie war es möglich, sie alle zu Komplizen zu machen? Warum hat es quer durch ein riesiges Reichsgebiet so wenig Mut zum Aufbegehren und so wenig Kraft zum Widerstand gegeben?

Der zentrale Themenbereich des Filmes ist die sogenannte „Arisierung“ von jüdischem Eigentum und Vermögen, die vollständige Ausraubung der jüdischen Bevölkerung – die nach dem Krieg durch Rückerstattung oder Schadensersatz nur zu einem geringen Prozentsatz wieder „gut“ gemacht worden ist.

Michael Verhoevens Film wirft die beunruhigende und bis heute beschämende Frage auf, in welchem Ausmaß die zivile Bevölkerung in Nazi-Deutschland zum Profiteur der systematischen Beraubung der jüdischen Bevölkerung in Deutschland und in den besetzten Ländern geworden ist. Schwerpunkte dieser Spurensuche sind Köln und München.

Ein neues Abenteuer der „Ferien auf Saltkrokan“ nach den Erzählungen von Astrid Lindgren steht auf dem Programm des Familienkinos der Kinowerkstatt am Sonntag, den 17. Mai, um 16 Uhr: „Das Trollkind“. Ein Wirbelwind in Kinderschuhen fegt über die Ferieninsel Saltkrokan: Skrollan, die kleine Tochter von Malin und Peter. Tjorven, Stina und der Bernhardiner Bootsmann sind natürlich mit dabei, wenn das Trollkind Skrollan seinen Opa Melker und alle anderen zur Verzweiflung treibt.Pelle, Mallins kleiner Bruder, wird richtig eifersüchtig, weil sich alles nur noch um den kleinen Irrwisch dreht…

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