Nachrichten

Dienstag, 24. Oktober 2017 · bedeckt  bedeckt bei 12 ℃ · Pressemitteilung zum Doppelhaushalt 2017/2018Skischule bietet Trainingswoche & Skikurs für LangläuferAutogenes Training in Blieskastel

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Ministerpräsident Peter Müller schreibt Protestbrief an den Botschafter von Afghanistan in Berlin

In einem Brief an den afghanischen Botschafter in Deutschland, Hamidullah Nasser-Zia, hat sich der saarländische Ministerpräsident Peter Müller für die Freilassung des in Afghanistan wegen seines Übertritts zum Christentum inhaftierten und deswegen von der Todesstrafe bedrohten Abdul Rahman eingesetzt und den Prozess gegen den muslimischen Afghanen scharf kritisiert. Zugleich fordert der Ministerpräsident die Saarländerinnen und Saarländer dazu auf, ebenfalls ihren Protest gegen diesen Vorgang in einem Brief an die afghanische Botschaft in Berlin zu äußern und sich für die Freilassung des Inhaftierten einzusetzen.

Dem muslimischen Afghanen Abdul Rahman, der lange Jahre in Deutschland lebte und der im Vertrauen auf die neue Freiheit in seine Heimat zurückkehrte, droht die Todesstrafe, weil er zum Christentum übergetreten ist. „Mit diesem Prozess wird gegen die Menschenrechte und vor allem gegen die Religionsfreiheit verstoßen, die zu den zentralen Grundwerten freiheitlicher Gesellschaften zählen“, unterstreicht Peter Müller in seinem Brief an den Botschafter. „Im Einsatz für diese demokratischen Werte steht die Bundeswehr in Afghanistan, riskieren deutsche Soldatinnen und Soldaten dort für die Verteidigung der Freiheit ihr Leben.“

Aus diesem Grund protestiert Peter Müller gegen das Gerichtsverfahren und den Prozess und bittet die Bevölkerung, ebenfalls ihren Protest gegenüber der Botschaft zum Ausdruck zu bringen. Es müsse alles dafür getan werden, Rahman zu schützen. Der Übertritt zu einer anderen Religion und die Ausübung seiner Religion sei Ausdruck des Grundrechtes auf Religionsfreiheit. Gesetze, die Glaubensübertritte unter Strafe stellen wie in Afghanistan, müssten abgeschafft werden. Toleranz und Freiheit des Glaubens seien zentrale Elemente der Demokratie.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017