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Brennwertkessel – Was ist zu beachten?

Ein neuer Wärmeerzeuger verbraucht wesentlich weniger Energie. Dabei sollte ein Kessel mit Brennwerttechnik gewählt werden. Dieser nutzt zusätzlich die im Wasserdampf des Abgases enthaltene Wärme und erzielt damit 8-11% höhere Wirkungsgrade im Vergleich zu herkömmlichen Heizkesseln. Die Abgase werden dabei soweit abgekühlt, dass der Wasserdampf zu Wasser kondensiert. Die dadurch freiwerdende Wärme wird über einen separaten Wärmetauscher für die Heizung genutzt.
Bei der Planung ist zu beachten, dass das anfallende Kondensat über eine Rohrleitung in die Abwasserleitung abgeführt werden muss, so die Energieberater der Verbraucherzentrale. Es sollte also in der Nähe des Aufstellortes ein Abwasseranschluss vorhanden sein. Ist im Keller kein Abwasseranschluss vorhanden, kann eine Kondensathebeanlage installiert werden. Bei Ölbrennwertkesseln ist zusätzlich darauf zu achten, dass schwefelarmes Heizöl verwendet werden muss, da sonst eine Neutralisation des Kondensates vorgeschrieben ist.

Da die Abgastemperaturen bei Nutzung der Brennwerttechnik nur noch 30-40°C betragen, muss in den vorhandenen Kamin ein dünneres Abgasrohr eingezogen werden, das (bei Gas und Öl als Brennstoff) aus Kunststoff bestehen kann. Der Kamin ist dahingehend vorher zu überprüfen.

Die für die Verbrennung erforderliche Luft sollte dem Kessel möglichst raumluft-unabhängig, also nicht aus dem Aufstellungsraum, zugeführt werden, um den Kaltlufteinfall in den Aufstellraum durch Zu- und Abluftöffnungen in der Außenwand zu vermeiden. Das kann z.B. über ein kombiniertes Luft/Abgas-System durch den Kamin erfolgen.
Für Fragen zu technischen Einzelheiten bei Brennwertkesseln, Fördermöglichkeiten sowie zu weiteren Energiesparthemen stehen die Energieberater der Verbraucherzentrale in 13 Beratungsstützpunkten gern zur Verfügung. Für eine persönliche Beratung ist eine Anmeldung erforderlich.

In St. Ingbert finden jeden Montag Energieberatungen durch die Verbraucherzentrale statt im Infozenter der Stadtwerke, Kaiserstraße 71. Anmeldung unter 06894 / 955 2550.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017