Nachrichten

Montag, 23. Oktober 2017 · wolkig  wolkig bei 8 ℃ · Schmerztherapeut und Palliativmediziner stellt Buch vorIn Zeiten des abnehmenden LichtsPilzwanderung in Hassel

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Führerschein geschafft! So geht es sicher weiter

Saarbrücken. Gerade ist der Führerschein bestanden und schon geht es auf zur ersten Ausfahrt mit dem Auto. Doch Jugendliche, die noch über wenig Erfahrung am Steuer verfügen, können unverhofft in gefährliche Situationen geraten. „Bis aus jungen Fahrern routinierte Könner werden, dauert es mehrere Jahre“, weiß Axel Uhle, Gebietsleiter bei der TÜV SÜD Pluspunkt GmbH in Saarbrücken.
Die Mehrzahl der Führerscheinneulinge fährt vorsichtig, Fehler entstehen mehr aus Unerfahrenheit als Unbesonnenheit. Denn Jugendliche wollen frei sein und stecken voller Lebenslust.
Spaß haben, Partys feiern und auch mal kräftig auf den Putz hauen – das gehört für viele dazu. Dennoch muss der junge Fahrer wissen, was er aufs Spiel setzt, wenn er seinen Übermut am Steuer austobt:
Das Risiko der 18- bis 24-jährigen Kraftfahrer, bei einem Verkehrsunfall ums Leben zu kommen, ist viermal so hoch als das der anderen Altersgruppen. Unfallforscher haben herausgefunden, dass insbesondere Wochenenden, vor allem die nächtlichen Stunden, unfallträchtig sind. Denn da rollen die Disco- und Feten-Rallyes, oftmals mit Konkurrenzkämpfen auf der Straße – und ab und zu mit ein paar Bier zuviel. Ecstasy oder andere Drogen sind dabei auch immer häufiger im Spiel: Im vergangenen Jahrzehnt hat sich die Zahl derjenigen, die bei Drogenunfällen ums Leben kamen, mehr als verdreifacht. Uhle merkt an: „Gerade hier trifft es fast ausschließlich die junge Generation.“
In der Probezeit Verantwortungsbewusstsein schärfen
Dazu kommt, dass Regelverstöße für Führerscheinneulinge doppelt schwer wiegen: Zwei Jahre Probezeit muss der frischgebackene Führerscheininhaber ohne größere Auffälligkeiten überstehen. Wenn in dieser Zeit zum Beispiel zwei dicke Temposünden oder eine Disco-Tour mit Promille oder Drogen entdeckt werden, dann wackelt der Führerschein und die Probezeit wird um weitere zwei Jahre verlängert. Auch ein Unfall mit Verletzten hat Konsequenzen. Die Experten der TÜV SÜD Pluspunkt GmbH raten deshalb, gerade nach dem Discobesuch am Wochenende besonders verantwortungsbewusst zu fahren.
Leider kommen nicht alle problemlos durch die zweijährige Probezeit. Je nach dem Schweregrad des Verstoßes und dem Punktestand in der Verkehrssünderkartei ist das Sichern oder Wiedererlangen des Führerscheins dann an bestimmte Auflagen gebunden. Das kann zum Beispiel ein Aufbauseminar oder eine verkehrspsychologische Beratung sein. Auch eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) ist in verschiedenen Fällen erforderlich. Die eben erst gewonnene Unabhängigkeit in punkto Mobilität rückt dann erst einmal wieder in weite Ferne.
Unterstützung auf dem Weg zurück zum Steuer
„Jugendliche brauchen in solchen Situationen Unterstützung, um so schnell wie möglich wieder ans Steuer zu kommen und Fehler nicht zu wiederholen“, betont Axel Uhle.
Weitere Tipps für Fahranfänger sind im TÜV SÜD-Ratgeber „Junge Fahrer: Wie kommen Sie sicher ans Ziel?“ nachzulesen. Den TÜV SÜD-Tipp gibt es unter www.tuev-sued.de im Bereich „Auto & Fahrzeuge“ kostenlos zum Runterladen.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.tuev-sued.de/pluspunkt.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017