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Kinowerkstatt-Programm vom 10. – 13. Juli

Sommerfilm „Festmahl im August“
Am Freitag, den 10. Juli um 19 Uhr, sowie am Sonntag, den 12. Juli, um 20 Uhr läuft Gianni Di Gregorios wunderbarer Sommerfilm „Festmahl im August“ in der Kinowerkstatt St. Ingbert: Es ist der Feiertag „Ferragosto“ (italienisches Pendant zu Mariä Himmelfahrt). Ganz Rom fährt aus der Stadt in den Urlaub. Das würde Giovanni „Gianni“ (Gianni Di Gregorio,) auch gern, doch er muss sich um vier alte Damen kümmern … Einmal im Jahr versinkt die italienische Hauptstadt in einer Art dauerhafter Mittagsstille: Kurz bevor die Römer Ferragosto feiern, am 15. August, fahren sie zum Jahresurlaub hinaus aufs Land. Es ist Fastenzeit, Milchprodukte und Wein sind nicht erlaubt, und der Feiertag selbst ist oft so heiß, dass einst sogar die Sklaven an diesem Tag frei nehmen durften. Im Originaltitel „Pranzo di Ferragosto“ klingt der Bezug zum christlichen Feiertag an, die Aufnahme Mariens in den Himmel also. Ganz ähnlich finden nun mehrere alte Damen – über die Feiertage von ihren Angehörigen abgeschoben – Aufnahme in der Wohnung Giannis, eines gealterten Singles, der sich um seine betagte Mutter kümmert. Der Ausnahmezustand wird zum Tor zu den eigenen Erinnerungen und verbotenen Genüsse, heimliches Pastafuttern und gelegentliches Gianni-Verführenwollen inklusive. Giannis einfach und liebevoll zubereiteten Gerichte, bestehend meist aus Pasta und Fisch, wirken überaus belebend, und bald beginnen die Damen, mit Geldscheinen zu wedeln, auf dass das Fest für sie nie enden möge. Was allerdings nicht leicht ist, denn fast alle Läden haben geschlossen, und den Fisch muss man sich schon direkt am Tiber beim Angler besorgen…

„The Broken“
In der Kinowerkstatt läuft am Freitag, den 10 Juli, um 21.45 Uhr, am Samstag, den 11. Juli, um 21 Uhr, sowie am Montag, den 13. Juli, um 20 Uhr „The Broken“ des britischen Regisseurs Sean Ellis frei nach einer Erzählung von Edgar Allan Poe mit Lena Headey, Richard Jenkins, Asier Newman, Michelle Duncan, Melvil Poupaud, Ulrich Thomsen.
Als auf der Geburtstagsfeier ihres Vaters ein Spiegel von der Wand fällt und am Boden zerschmettert, witzelt Gina unbefangen über sieben Jahre Unglück, die ihnen nun bevorstehen. Trotz großem Gelächter hängt die Erwähnung des Aberglaubens den restlichen Abend wie eine Warnung in der Luft. Am nächsten Tag auf dem Rückweg von der Arbeit glaubt Gina sich selbst – oder ist es eine Doppelgängerin? – an sich vorbeifahren zu sehen. Die junge Radiologin verursacht einen Unfall, den sie nur durch ein Wunder überlebt. Während sie versucht sich von dem brutalen Crash zu erholen, scheint etwas Bedrohliches von ihrem Umfeld Besitz zu ergreifen – selbst ihr eigener Freund verursacht Gina plötzlich Gänsehaut…
In dem Thriller geht es definitiv nicht um Tempo, Action und die weiteren üblichen Zutaten. Langsam zieht der Film seine Betrachter in ein Verwirrspiel hinein, legt überall kleinste Hinweise aus und verweigert zum Schluss sogar eine plakative Erklärung – doch auch hier bleibt der Film seinem Titel treu, denn all die kleinen Bruchstücken kann man zu einem Ganzen zusammenfügen. „The Broken“ ist also Kino zum mitmachen.

„Prop und Berta“
Im Kinder- und Familienkino der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, läuft am Sonntag, den 12. Juli, um 16 Uhr „Prop und Berta“ (Dänemark/ Schweden/ Norwegen, 2001) von Per Fly, Janis Cimmermanis nach Geschichten von Bent Solhof. (BJF-Empfehlung: ab 5 Jahren, FSK: o.A.) Der kleine Herr Prop und seine beste Freundin, die sprechende Kuh Berta, haben ein Häuschen im Grünen geerbt. Beim Renovieren ihres neuen Heims merken sie schnell, dass sie eine unangenehme Nachbarin haben: eine Hexe, die unbedingt die gemeinste Hexe der Welt werden will. Das ganze Dorf fürchtet sich vor ihr, aber Prop und Berta gelingt es, gemeinsam mit ihren neuen Freunden, den Beerenrülpsern, die Zauberkräfte der Hexe zum Guten zu verwandeln, so dass sie schließlich alle Nachbarn zum Zauberbesen-Rundflug auf ihrem Hexenbesen einlädt.

Pressezitate:
„Endlich mal wieder ein rundum gelungener Kinospaß für die ganz Kleinen. Ein ebenso aufwändiger wie charmanter Puppentrickfilm. Besticht die liebevolle Animation durch witzige Figuren und fantasievolle Einfälle, so überrascht die Leichtfüßigkeit, mit der Werte wie Solidarität, Mut und Freundschaft in einen abwechslungsreichen Plot eingewoben sind. (…) Mikael Olsens Drehbuch findet eine altersgerechte Mischung zwischen Spannung und Humor, dramatischer Verdichtung und Gelegenheiten zum Durchatmen. Und wenn Herr Prop wie Harry Potter mit dem Zauberbesen über die Wälder kurvt, kommt garantiert Stimmung auf. Für die jüngsten Zuschauer ist auch die angenehme Länge von 73 Minuten gerade richtig. Wer als Elternteil mit seinem Knirps noch nie im Kino war: Hier ist der richtige Einstiegsfilm.“ (Reinhard Kleber, Filmecho/Filmwoche) „Ein fantasievoll gestalteter Puppentrickfilm voller liebenswerter Figuren. Das kindgerechte Märchen macht nicht nur den kleinsten Kinogängern Lust auf mehr Kinoabenteuer mit diesem skurrilen Paar.“ (Film-Dienst 25/2002)

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