Nachrichten

Samstag, 16. Dezember 2017 · bedeckt  bedeckt bei 1 ℃ · X-Mas Special: Night of the DJs im EventhausThemenabend in der Kinowerkstatt: Peter HandkeSt. Ingberter Jazzfestival 2018 – Early-Bird-Tickets!

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Kinowerkstatt-Programm vom 17. – 20. Juli

Geheimsnisvoller Film von Film-Legende Jim Jarmusch
In der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, startet an diesem Wochenende der neue Film von Jim Jarmusch „Limits of Control“ (USA 2009, OmU) mit Bill Murray, John Hurt, Isaach De Bankolé, Alex Descas, Jean-François Stévenin, Luis Tosar, Paz de la Huerta, Tilda Swinton, Youki Kudoh, Gael García Bernal, Hiam Abbass. er läuft am Freitag, den 17. Juli, um 19 Uhr, am Samstag, den 18. Juli, um 21 Uhr, sowie am Sonntag und Montag, jeweils um 20 Uhr.
Nach seinem überwältigenden Erfolg mit „Broken Flowers“ inszeniert die American Independent Legende Jim Jarmusch erneut einen ebenso kuriosen wie spannenden Roadtrip, in dem neben den allen Jarmusch-Fans bestens vertrauten Isaach De Bankolé und Bill Murray auch John Hurt, Oscar-Preisträgerin Tilda Swinton und Gael García Bernal zu sehen sind. Ort der Handlung ist Europa, genauer Spanien, dessen schönste Städte und Landschaften von Wong Kar-Wai Kameramann Christopher Doyle virtuos in Szene gesetzt wurden.
Es geht um einen Mann, der mehr oder weniger treffend »geheimnisvoller Fremder« genannt wird. Er hat einen geheimnisvollen Auftrag in Spanien zu erfüllen, und in Spanien gibt es nicht nur sehr schöne Drehorte, sondern auch Museen mit schönen Bildern, die wiederum eine geheimnisvolle Rolle in dem geheimnisvollen Spiel spielen. Welcher Art sein Auftrag ist, bleibt im Dunkeln. Es deutet aber alles darauf hin, dass sich sein Vorhaben keineswegs im Rahmen des Gesetzes bewegt. Aber weiß er überhaupt selbst genau, was er dort tun soll?
„Jede Einstellung könnte man sich auch als Kunstdruck ins Wohnzimmer hängen, jede Dialogzeile könnte Eingang in einen Lyrikband finden, jeder Auftritt von einem der Jarmusch-Darsteller ist eine autarke Performance, die Musik von Boris und Sunn O))) stand ohnehin schon vor dem Film für sich. Und all das ist in diesem wundervollen Flow mit den leichten Überlagerungen und Breaks, wie es eben nur Jarmusch versteht, in Bewegung gebracht.
Richtig bezaubert ist man in diesem Film, wenn man einiges von dem abschaltet, mit dem man so gewöhnlich ins Kino geht. Es ist eine Schönheit, in der man sich eher fallenlassen kann als mitzugehen. Man genießt diesen Film, glaube ich, wenn man sich klarmacht, dass er nichts, aber auch gar nichts bedeutet.“ (Georg Seeßlen)

High-Light des Psycho – Thriller – Genres.
Einen ungewöhnlichen Film aus dem Thriller-Genre nach einer Erzählung von Edgar Allan Poe zeigt die Kinowerkstatt am Freitag, den 17. Juli, um 21.45 Uhr: „The Broken“ (Frankreich, Großbritannien, 2008) von Sean Ellis mit Ulrich Thomsen, Melvil Poupaud, Lena Headey, Richard Jenkins, Michelle Duncan.
Spiegel (und Kameras) spielen in „The Broken“ eine wichtige Rolle, haben sie doch ein gewissermaßen naturgegebenes Liebesverhältnis – beide arbeiten mit Abbildern, in denen wir uns erkennen sollen und wollen.
Als auf der Geburtstagsfeier ihres Vaters ein Spiegel von der Wand fällt und am Boden zerschmettert, witzelt Gina unbefangen über sieben Jahre Unglück, die ihnen nun bevorstehen ohne zu ahnen, dass dies der Beginn eines Horrortrips wird. Gina und ihre Familie leben in einer scheinbar normalen Welt, in die urplötzlich Bedrohliches und Rätselhaftes einbricht … Ein Film (in digitaler Projektion), in augenöffnender Schärfe und schneidenden Kontrasten, die die beklemmende Atmosphäre zusätzlich steigern. Ton und Synchronisation sind überdurchschnittlich.

Sommerfilm verlängert: „Festmahl im August“
Am Sonntag, den 19. Juli um 18 Uhr ist noch einmal Gianni Di Gregorios` wunderbarer Sommerfilm „Festmahl im August“ in der Kinowerkstatt St. Ingbert zu sehen: Es ist der Feiertag „Ferragosto“ (italienisches Pendant zu Mariä Himmelfahrt). Ganz Rom fährt aus der Stadt in den Urlaub. Das würde Giovanni „Gianni“ (Gianni Di Gregorio,) auch gern, doch er muss sich um vier alte Damen kümmern … Einmal im Jahr versinkt die italienische Hauptstadt in einer Art dauerhafter Mittagsstille: Kurz bevor die Römer Ferragosto feiern, am 15. August, fahren sie zum Jahresurlaub hinaus aufs Land. Es ist Fastenzeit, Milchprodukte und Wein sind nicht erlaubt, und der Feiertag selbst ist oft so heiß, dass einst sogar die Sklaven an diesem Tag frei nehmen durften. Im Originaltitel „Pranzo di Ferragosto“ klingt der Bezug zum christlichen Feiertag an, die Aufnahme Mariens in den Himmel also. Ganz ähnlich finden nun mehrere alte Damen – über die Feiertage von ihren Angehörigen abgeschoben – Aufnahme in der Wohnung Giannis, eines gealterten Singles, der sich um seine betagte Mutter kümmert. Der Ausnahmezustand wird zum Tor zu den eigenen Erinnerungen und verbotenen Genüsse, heimliches Pastafuttern und gelegentliches Gianni-Verführenwollen inklusive. Giannis einfach und liebevoll zubereiteten Gerichte, bestehend meist aus Pasta und Fisch, wirken überaus belebend, und bald beginnen die Damen, mit Geldscheinen zu wedeln, auf dass das Fest für sie nie enden möge. Was allerdings nicht leicht ist, denn fast alle Läden haben geschlossen, und den Fisch muss man sich schon direkt am Tiber beim Angler besorgen…

„Lotta zieht um“ nach Astrid Lindgren
Im Kinder – und Familienkino der Kinowerkstatt läuft am Sonntag, den 19. Juli, um 16 Uhr „Lotta zieht um“ – ein Film für Kinder ab 5 Jahre (und vor allem auch Eltern, die etwas über 5-Jährige erfahren wollen).
Nach LOTTA AUS DER KRACHMACHERSTRASSE ist LOTTA ZIEHT UM die zweite Verfilmung von dem in Schweden überaus beliebten Kinderbuch von Astrid Lindgren.
Kurz vor dem Aufwachen träumt Lotta,dass ihre Geschwister Mia und Jonas ihren Teddy verhauen. Sie hat sehr schlecht geschlafen – und dann will ihre Mutter auch noch, dass sie einen Pullover anzieht, von dem Lotta behauptet, dass er kratzen würde. „Dann gehe ich lieber ganz ohne was“,gibt sie ihrer Mutter patzig zurück und damit bekommt sie richtig Krach und muß zur Strafe im Kinderzimmer bleiben, bis sie wieder brav ist. Aus Wut über die „doofe“ Mama zerschneidet Lotta ihren Pullover und beschliest gemeinsam mit ihrem Teddy, für immer mit ihrem Teddy fortzugehen…..
Pressezitate:
„Der Film erzählt aus der Perspektive von Lotta, wobei ihre Sorgen, Ängste und Probleme, als auch ihre Freuden einfühlsam geschildert werden. Wohl jedes Kind kennt ähnliche Situationen und kann sich mit Lotta identifizieren.“
(Julia Sterzer, KJK 60/ 94)

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017