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Aktion Gesundheitsamt – Sonne als Gesundheitsquelle

Vitamin D bildet der Körper selbst – und zwar hauptsächlich durch Sonnenlicht. Dreimal pro Woche 15 Minuten (je nach Hauttyp!) Sonnenbestrahlung auf Gesicht, Hände und Arme sichern die Versorgung des Körpers mit Vitamin D. Die UVB-Strahlen des Sonnenlichts lösen auf der Haut die entscheidenden biochemischen Mechanismen aus. Zwar enthalten einige Nahrungsmittel wie z. B. Wildlachs und Hering sowie andere Fettfischsorten Vitamin D – aber in zu geringer Konzentration, um einen schützenden Effekt bei Sturz- und Knochenbruchrisiko zu erzielen. Die Ernährung deckt nur einen geringen Anteil des Bedarfs ab, 90 Prozent bildet der Körper durch UVB – Licht. Gerade bei älteren Menschen ist der Mangel eklatant, in Europa haben nur zwanzig Prozent der über 65-jährigen einen ausreichenden Vitamin-D-Spiegel.
Jahrelang galt der ungeschützte Aufenthalt im Freien generell als gesundheitsschädlich, nämlich als Hauptursache für Hautkrebs. Aber wie bei Medikamenten kommt es auch hier auf die richtige Dosis an.
Die Unterversorgung mit Vitamin D ist für weitaus mehr gesundheitliche Schäden verantwortlich als bisher gedacht. Allein die Osteoporose und damit verbundene Folgeerkrankungen verursachen in Deutschland 5,4 Milliarden Euro Behandlungskosten pro Jahr. Aber nicht nur Knochenbrüche sind Folgen von Vitamin-D-Mangel, Forscher der John- Hopkins-Universität in Baltimore wiesen nach, dass Patienten mit Vitamin-D-Mangel deutlich öfter an Herzinfarkt sterben, ihr Todesrisiko war um 26 Prozent erhöht. Sogar der Verlauf von Krebsbehandlungen wird durch Vitamin D positiv beeinflusst, die Entstehung mancher Krebsarten sogar gehemmt. Zahlreiche Studien zeigen ein deutliches Nord-Süd-Gefälle von Krankheiten. In nördlichen Breitengraden mit weniger Sonnenlicht ist die Zahl der Erkrankungen durch Lymphome, Darm-, Bauchspeicheldrüsen-, Prostata-, Eierstock- und Brustkrebs höher. Eine schützende Wirkung scheint Vitamin D auch bei Krankheiten wie Typ-1-Diabetes, Multipler Sklerose und Rheumatischer Arthritis zu haben.
In Deutschland ist die Intensität der Sonnenstrahlung zwar während der Wintermonate zu gering, um die Vitamin-D-Produktion anzuregen, aber in den Monaten März bis Oktober kann der Körper ein ausreichendes Vitamin-D-Depot aufbauen.
Den Vitamin-D-Spiegel jetzt vom Arzt bestimmen zu lassen ist allerdings völlig unnötig – er steigt sofort unter Sonneneinstrahlung. Das heißt, der Wert, der gestern bestimmt wurde, ist morgen überholt. Dreimal pro Woche bis zu 15 Minuten ohne Sonnencreme und Kopfbedenkung, am besten noch beim Spaziergang, reichen aus um den Vitamin-D-Bedarf zu decken. Eine intensivere oder deutlich längere Sonnenbestrahlung birgt dagegen die Gefahr von Hautkrebs.
Die LandesArbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung Saarland e. V. (LAGS) startete im Mai 2009, unterstützt durch die wissenschaftliche Expertise des Epidemiologischen Krebsregisters des Saarlandes, der Uniklinik Homburg und des Deutschen Krebsforschungszentrums Heidelberg, eine saarlandweite Präventionskampagne.
Schirmherr des Projekts ist der saarländische Gesundheitsminister Prof. Dr. Gerhard Vigener.
Weitere Informationen finden Sie online auf der LAGS-Homepage http://www.3×15.lags.de oder telefonisch bei der LAGS, 0681/ 97 61 97 – 0.

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