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Warnung vor aggressiver Pflanze – SPK

Die Beifuß-Ambrosie (Ambrosia artemisiifolia) kommt aus Nordamerika und breitet sich derzeit in Deutschland aus. Sie bringt sowohl Gefahren für die Landwirtschaft als auch für die menschliche Gesundheit mit sich. Ihre Pollen sind besonders stark allergieauslösend; Heuschnupfen und Asthma können die Folge sein. Auch Menschen, die sonst nicht auf Pollen allergisch sind, können empfindlich reagieren. Die Pollen werden in der Blütezeit von Ende Juli bis Mitte Oktober in großen Mengen in die Luft abgegeben. Dadurch verlängert sich die Leidenszeit der Allergiker bis in den Herbst hinein.
Ambrosiasamen verbreiten sich überwiegend über den internationalen Handel mit landwirtschaftlichen Produkten, wie Saatgut und Futtermittel, sowie den Transport von Grüngut und Erdmaterialien in Bau- und Landwirtschaft. Entsprechend häufig sind erste Ambrosia-Vorkommen an Straßenränder, Neubaugebieten und Schutthalden zu beobachten. Da sie auch häufig als Verunreinigungen in Vogelfutter enthalten sind, kommen sie auch in Hausgärten vor und können dort zu einem Herd der Ausbreitung werden.
Die Ambrosiapflanze hat eine gedrungene, buschige Wuchsform. Ihre Blätter sind doppelt bis dreifach gefiedert, gestielt, auf beiden Seiten grün und mit heller Nervatur. Der robuste Stängel verzweigt sich stark und ist im oberen Bereich der Triebe stark behaart und rötlich. Die Blütenstände sind am Ende der Triebe fingerförmig in aufrechten ährigen Trauben angeordnet. Diese sind bis 20 cm lang und tragen viele dutzend Blütenkörbe mit gelben Röhrenblüten. Ambrosia kann leicht verwechselt werden mit dem gemeinen Beifuß (Artemisia vulgaris), der jedoch an der silbrigen Blattunterseite und dem unbehaarten Stängel zu erkennen ist.
Zur Verhinderung einer weiteren Ausbreitung kann jeder etwas beitragen:
Wenn Sie im Winter Vogelfutter verwendet haben, achten sie im kommenden Sommer darauf, ob sich in der Nähe des Vogelhäuschens Ambrosiapflanzen ausgebildet haben.
Junge Ambrosia-Pflanzen sollten mit Handschuhen noch vor der Blüte ausgerissen werden und über den Kompost oder die Mülltonne entsorgt werden.
Blühende Pflanzen sollen nur mit Handschuhen und Mundschutz ausgerissen und in einer Plastiktüte in den Hausmüll gegeben werden. Allergiker sollten diese Arbeiten nicht selbst ausführen. Vorsicht: Ambrosiapflanzen sind stark hautreizend.
Um einen besseren Überblick über den Zustand der Verbreitung in Deutschland zu bekommen und um die weitere Ausbreitung zu begrenzen, wurde ein bundesweites Aktionsprogramm Ambrosia ins Leben gerufen, das vom Julius-Kühn-Institut koordiniert wird. Über einen Meldebogen können Ambrosiavorkommen gemeldet werden unter www.jki.bund.de/ambrosia (Warnmeldung ignorieren) oder e-mail-Adresse: ambrosia@jki.bund.de. Weitere Fotos von der Pflanze sind unter www.ambrosia.de/ambrosia-fotos.html zu sehen.
Sollten Sie bei der Bestimmung der Pflanze unsicher sein oder ein Ambrosia-Vorkommen im öffentlichen Bereich entdecken, können Sie sich an die Stadtverwaltung Homburg Telefon 0 68 41 / 1 01-6 09 (Volker Willig) oder 1 01- 4 14 (Dr. Dieter Dorda) wenden.
Weitere Auskünfte und ein Faltblatt zu Ambrosia erhalten Sie bei der Koordinierungsstelle Umwelt und Gesundheit beim Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises unter Tel: 0 68 41 / 1 04-83 91 (Eva Schwerdtfeger) oder per e-mail unter kug@saarpfalz-kreis.de .

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