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Armin Hott – Ausstellung in der Rathausgalerie


Hätten die Menschen die Tiere nicht, sie müssten sie glattweg erfinden! Denn was wäre unsere Sprache und unser Schimpfwörtervokabular ohne sie? Es ist nur allzumenschlich, dass der Mensch, in seiner grenzenlosen Großmütigkeit, das Tier an seiner Menschenwelt teilhaben lässt, indem er ihm menschliche Eigenschaften zugesteht – natürlich ohne Rücksicht darauf, dass die Dummheit des Menschen die des Esels doch ganz gehörig übersteigen kann.
In Armin Hotts Ausstellung mit dem Titel: „tierisch-menschlich“ sind sie quasi wie in einer Menagerie vereint, diese vermenschlichten Viecher. Gebärden sich so, wie es von ihnen erwartet wird, lassen sich belauschen und belauern, bewundern und begutachten; und wenn das eine oder andere Tier tatsächlich mal nicht so ist, wie es sein sollte, dann wird es von dem Dompteur Hott so lange dressiert, bis es den Ansprüchen seiner Radiernadel genügt.

Dem Künstler macht es Spaß, Tiere mit menschlichem Verhalten in Verbindung zu bringen, so wie dies schon seit Menschengedenken in Fabeln, Sagen, Religionen und Märchen geschieht.
Wird er auf Vorbilder seiner Kunst angesprochen, so sind es die Künstler aus dem Bereich der satirischen Grafik, angefangen von der Zeichentechnik von Gustave Doré, über Grandville, Daumier, Wilhelm Busch zu Gertrude Degenhardt und Tomi Ungerer.
Armin Hott wurde 1960 in Landau / Pfalz geboren. Seit 1982 arbeitet er als Freischaffender Künstler in Kandel / Südpfalz. Er erhielt 1985 den Förderpreis des Berufsverbandes der Bildenden Künstler Rheinland-Pfalz, 1988 den Preis der Südpfälzer Kunstgilde. In zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland hat er mit seinem rabenschwarzen Humor zahlreiche Freunde und Bewunderer seiner Kunst gefunden.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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