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Auf Sternwegen durch den Herzogswald

Im Rahmen der Umwelt‑ und Friedenstage 2009 lässt sich entlang einer Vor‑Ort‑Begehung mit der im 18. Jahrhundert entstandenen Jägersburger Kulturlandschaft ein ebenso spannendes wie fragiles Ökosystem entdecken. Dabei grenzt es fast an ein Wunder, dass sich hier ‑ als eines von wenigen in Deutschland ‑ ein Parforcerevier der Barockzeit fast vollständig erhalten hat. Dadurch verdichten sich hier Kunst und Kultur, Lebenswelten und Mythen zu einem ungewöhnlich intensiven Naturerlebnis.
Ein Besuch im Museum des 1721 barockisierten Jagdschlosses Gustavsburg lässt zudem mit dem legendären „Neuen Schloss Jägersburg“ ein Stück europäischer Architektur- und Gartengeschichte sowie mit der „Wittelsbacher Galerie“ einen weiteren Glanzpunkt der saarpfälzisch-bayerischen Geschichte lebendig werden.
Im Rahmen der Erkundung des bereits vom Freiherrn von Knigge durchquerten Parforcereviers mit seinen nach wie vor existenten „Sternwegen“, weitläufigen Wäldern und Weiheranlagen werden Hintergründe und Besonderheiten dieser Jahrhunderte alten Kulturlandschaft erschlossen und erstaunliche Perspektiven eröffnet. Zugleich wird das 18. Jahrhundert als Schlüsselepoche einer flächendeckenden Landschaftsumgestaltung in Mitteleuropa, eines pragmatischen, aber auch künstlerisch zum Ausdruck gebrachten Umweltbewusstseins sowie der modernen Klimaforschung aufgezeigt: Immerhin war es der 1768 in Auxerre (Burgund) geborene Jean Baptiste Joseph Fourier, der mit seiner Entdeckung des „Treibhauseffektes“ den Beginn der Erforschung der „globalen Erwärmung“ markiert.

Die öffentliche Thementour „Auf Sternwegen durch den Herzogswald“ findet anlässlich der Umwelt‑ und Friedenstage 2009 am Sonntag, 13. September 2009, statt. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr der Innenhof des Jagdschlosses „Gustavsburg“ in Homburg‑Jägersburg; Kostenbeitrag: 5 Euro je TeilnehmerIn. Da die Teilnehmerzahl aus organisatorischen Gründen begrenzt ist, wird um rechtzeitige Anmeldung bis 11. September 2009 bei der Katholischen Erwachsenenbildung (KEB) Saarpfalz, Telefon 0 68 94/9 63 05 16, gebeten.

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