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Tor zum Moor und Fenster zu Gespenstern

Das Moor ist eingebettet in ein einmaliges Schichtstufenland. Wie viele Facetten das Moor den Menschen geboten hat und bietet, verdeutlicht sie auf ihrem Rundgang. So berichtet sie von unterschiedlichen Moorkultivierungsmaßnahmen zur Urbar- und Begehbarmachung der Moorniederung.
Interessant ist auch zu erfahren, wie der Torf entstanden ist, was der historische Torfstich ist und wie er als Dämm- und Brennmaterial in der Region verwandt wurde. Besenginster und Korbweide dienten als Rohstoffe für die Herstellung von Besen und Körben. Aus den Kiefernbäumen wurde Harz gewonnen und verwertet. Der durch das Moor gewonnene Lehm diente als Baumaterial. Nachweislich sind die im Moor entstandenen Weißsande und Raseneisenerze als Rohstoffe für die historische Glasherstellung und Eisenerzgewinnung schon zur Keltenzeit verwandt worden.
Aber auch eine kulinarisches Entdeckungsreise durch das Moor lohnt sich. Spezielle Pilze und Wildkräuter sind anzutreffen. Einen nicht zu unterschätzenden Stellenwert fand auch die Jagd im Moor beginnend im 17. Jahrhundert bis heute.
Ökologisch und historisch bedeutsam ist beispielsweise das Naturschutzgebiet Scheidenberger Woog, das sich von Homburg bis Kaiserslautern erstreckt. Durch die sich bietenden Bewirtschaftungsformen über Teichwirtschaft und Wiesenbau stellte der Woog im territorialen Grenzraum eine wichtige Nahrungserwerbquelle dar.
Natürlich gibt es auch schaurige Geschichten ums Moor. Die „Irrlichter im Bruch“ liefern allerlei Stoff für Gespenstergeschichten.
Alle Themenkreise werden mit Schautafeln, die die Leiterin der Exkursion entworfen hat, und aussagekräftigen Grafiken und Fotos vertieft. Zum Abschluss der Moorwanderung können die Teilnehmer gemeinsam „Moorgespensterbrote“ mit frischem Gemüse und Kräutern vorbereiten und vor Ort genießen.

Treffpunkt am Samstag, 12. September um 15 Uhr ist das Wasserwerk „Königsbruch“ bei Bruchhof. Weitere Infos und Anmeldung bei Julia Vogel, Dezernat für Umwelt, Bildung und Bauen des Saarpfalz-Kreises, Tel. 0 68 41 / 1 04-4 03 oder www.umwelt-und-friedenstag.de .

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