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Die spinnen die Spinnen

Altweibersommer, das sind die letzten warmen Tage im Jahr, bevor die Herbststürme übers Land ziehen, und es nass und ungemütlich wird. Altweibersommer, das sind dicke Nebelbänke, taufrische Wiesen und eine tief stehende Sonne. Wer kennt sie nicht, die Bilder von mit Tautropfen überzogenen Spinnennetzen im hohen Gras, in denen sich die letzten wärmenden Sonnenstrahlen spiegeln.
Die Spinnennetze stammen von den Webspinnen, von denen es im Saarland rund 490 Arten gibt. Aloysius Staudt, Diplom-Biologe und Arachnologe, das sind die Leute, die sich in ihrer Freizeit oder aber auch beruflich mit Spinnen befassen, ist der führende saarländische Spinnenforscher. Was wir im Saarland über Spinnen wissen, verdanken wir seiner nun schon 20jährigen Tätigkeit als Spinnen-Kartierer im Saarland und angrenzender Gebiete.
Aloysius Staudt entführt bei seiner Exkursion im Rahmen der Friedens- und Umwelttage 2009 in die nicht alltägliche Welt der Spinnenkunde und versucht dabei auch, die Angst vor Spinnen zu nehmen.
Der Titel der Exkursion „Die spinnen die Spinnen“ ist durchaus wörtlich zu nehmen. Man kann bestimmte Spinnenarten auch anhand der Art und Weise unterscheiden, wie sie ihr Spinnennetz bauen. Dabei gibt es verschiedene Methoden des Fallenstellens. Eine Spinnengruppe baut keine Netze, sondern richtige Fangschläuche. Das ist weniger aufwändig, denn viele Spinnennetze müssen ständig gewartet werden. Alle diese Spinnenmethoden haben ein Ziel: Beuteerwerb. Jetzt im Spätsommer ist die Wiese voll mit Insekten, die sich nur noch im Netz verfangen müssen. Und wenn eine Spinne dann mal schnell von einem Punkt zum anderen segeln will, dann spinnt sie sich einen Faden und lässt sich von den lauen Spätsommerwinden treiben …
Treffpunkt für die Exkursion am Sonntag, 20. September, ab 15 Uhr ist das Wasserwerk der WVO im Königsbruch, ausgangs Bruchhof. Weitere Infos und Anmeldung bei Julia Vogel, Dezernat für Umwelt, Bildung und Bauen des Saarpfalz-Kreises, Tel. 0 68 41 / 1 04-4 03 oder www.umwelt-und-friedenstag.de .

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