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Wissen schützt vor Verlust des Ersparten

4.500 Bürger beteiligen sich bundesweit am Gewinnspiel der Polizeilichen
Kriminalprävention der Länder und des Bundes. Gerhard
T. aus Heidelberg beantwortet alle sechs Fragen zum sicheren
Umgang mit Zahlungskarten richtig. Als Hauptpreis
winkt nun ein Rundflug mit dem Polizeihubschrauber.
Stuttgart – Sechs Fragen rund um das Thema „Sicheres Verhalten
beim Umgang sowie bei einem Verlust oder Diebstahl von
EC- oder Kreditkarten“ mussten beim Online-Quiz der Polizeilichen
Kriminalprävention geknackt werden. An dem Gewinnspiel,
das im Rahmen der gemeinsamen Aufklärungskampagne
„Sicher mit Karte unterwegs“ der Polizei, des Sperr-Notrufs 116
116 und des Einzelhandels ausgerufen worden war, beteiligten
sich von Juni 2008 bis März 2009 4.500 Bürger aus dem gesamten
Bundesgebiet. Wer auf alle Fragen die richtige Antwort parat
hatte, nahm an der Auslosung teil. Über den Hauptpreis konnte
sich Gerhard T. aus Heidelberg freuen. Er durfte jetzt seinen
Gewinn einlösen und mit dem Polizeihubschrauber einen Rundflug
über den Großraum Stuttgart genießen. Der 2. Preis und
damit 116 Stunden Fahrspaß mit dem 116 116-Mini-Cooper ging
an Evelyn F. aus Frankfurt. Über ein Modell dieses Autos freuten
sich weitere acht Gewinner.
Das Bezahlen mit EC- oder Kreditkarte ist mittlerweile eine Selbstverständlichkeit.
Unbare Zahlungsmittel sind bequem und in der
Handhabung sicher. So stieg der Anteil der Kartenzahlungen am Einzelhandelsumsatz in den vergangenen elf Jahren von 23,5 (1997)
auf 39,6 Prozent im vergangenen Jahr. Dies entsprach im Jahr 2008
einem Umsatz mit Bank- und Zahlungskarten im Einzelhandel von
130 Mrd. Euro. Damit wird mehr als ein Drittel des Umsatzes über
Kartenzahlungen getätigt. Die starke Verbreitung und die hohe Akzeptanz
des „Plastikgeldes“ üben aber auch auf Straftäter eine unwiderstehliche
Anziehung aus.
113.643 Fälle des Diebstahls von unbaren Zahlungsmitteln und
gleichzeitig 66.842 Betrugsfälle mit entwendeten oder sonst rechtswidrig
erlangten unbaren Zahlungsmitteln verzeichnet die Polizeiliche
Kriminalstatistik für das Jahr 2008. Gerade mit geklauten Karten
räumen Ganoven reihenweise Konten leer. Den Schaden beziffert
die Polizei im Jahr 2008 bundesweit auf über 47 Millionen Euro. Das
unrechtmäßige Auslesen und Abspeichern der gesamten (Kreditkarten-)
Magnetstreifendaten kann zur späteren Herstellung von Kartendubletten
benutzt werden. Darüber hinaus ist es den Tätern möglich,
durch Ausspähen der PIN – beispielsweise bei der PIN-Verwendung
am Geldautomat oder beim Bezahlen im Geschäft – in deren Besitz
zu kommen.
Um die Bevölkerung für einen sicherheitsbewussten Umgang mit
(Zahlungs-)Karten zu sensibilisieren, haben Polizei, Banken und der
Einzelhandel im Rahmen der Aktion „Sicher mit Karte unterwegs“ 1,8
Millionen Aktionskarten inklusive eines Notfall-Info-Passes zum
schnellen Auffinden der Telefonnummer der Sperrhotline 116 116
und der benötigten Kartendaten verteilt.
Der Bedarf an Informationen rund um den sicheren Umgang mit
(Zahlungs)-Karten ist nach wie vor ungebremst. Die Akzeptanz der
Aktion „Sicher mit Karte unterwegs“ in der Bevölkerung zeigt sich unter
anderem an den Nutzerzahlen des bundesweiten Sperr-Notrufs
116 116. Rund 830.000 Anrufer richteten im Jahr 2008 ihre Sperranfragen
an 116 116. Das ist ein Anstieg von 19 Prozent gegenüber
dem Vorjahr.

Wie vertraut die Verbraucher mit grundlegenden Sicherheitsregeln
beim Gebrauch oder Verlust von EC- oder Kreditkarten sind, konnten
sie beim Online-Quiz testen und mit etwas Glück einen der ausgelobten
Preise gewinnen. Das Quiz ist weiterhin als Online-Trainer im Internet
unter www.polizei-beratung.de eingestellt.
Für einen sicheren Umgang mit (Zahlungs-)Karten rät Ihre Polizei:
– Behandeln Sie Ihre EC- und Kreditkarten so sorgfältig wie Bargeld.
– Lassen Sie Zahlungskarten in der Öffentlichkeit niemals frei
zugänglich liegen.
– Ermöglichen Sie anderen Personen nicht, Ihre PIN auszuspähen.
– Kontrollieren Sie regelmäßig, ob Sie Ihre Karten noch besitzen.
– Wenn Sie Ihre Karte verloren haben oder sie Ihnen gestohlen
wurde, sperren Sie diese sofort über den Sperr-Notruf 116 116.
– Melden Sie den Diebstahl zusätzlich Ihrer Polizei.
Weitere Informationen gibt es auf der Aktionskarte mit dem Notfall-
Info-Pass und in dem Faltblatt „Vorsicht Karten-Tricks“. Die Medien
sind bei jeder Polizeidienststelle erhältlich und neben weiteren Vorbeugungstipps
im Internet zum Herunterladen unter www.polizeiberatung.
de eingestellt.

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