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Montag, 21. August 2017 · leicht bewölkt  leicht bewölkt bei 14 ℃ · Philosophie im Kino: The Girl KingDorffest mit KirmesÜ30-Party im Eventhaus St. Ingbert

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Kinowerkstatt-Programm 25. – 28. September

Ein phantastischer Film
Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt am Wochenende, Freitag, den 25. Sept. um 19 und 21.45 Uhr, sowie am Sonntag und Montag, jeweils um 20 Uhr „Coraline“ (USA 2009) von Henry Selick (101 Minuten, FSK: ab 6 Jahren). „Coraline“ basiert auf einer 2002 erschienen, vielfach ausgezeichneten Märchengeschichte von Neil Gaiman. Wer das Buch nicht kennt, fühlt sich dennoch gleich heimisch. Denn wie Alice, die einst durch einen Hasenbau ins Wunderland fand, krabbelt Titelheldin Coraline hier durch einen hinter einer Geheimtür versteckten Tunnel in ihre Fantasiewelt.
Dort ist die Elfjährige glücklich. „Coraline“ handelt also von dem Wunsch nach dem Anderen, von der Sehnsucht nach Perfektion und sofortiger Wunscherfüllung. Und davon, dass nichts davon ohne einen Preis zu haben ist. Wie in Alice im Wunderland gibt es eine Parallelwelt, und wie im Zauberer von Oz (Wizard of Oz, 1939) stellt sich am Ende heraus, dass es nirgendwo so schön ist wie daheim. Coraline ist mit ihren Eltern in ein altes Haus gezogen und langweilt sich schrecklich. Vater und Mutter sind liebevoll, aber – wie alle Eltern – nicht perfekt. Sie haben genug damit zu tun, über die Runden zu kommen und deshalb kaum Zeit für ihr Kind. Und mit ihren Kochkünsten ist es auch nicht weit her. Coraline wünscht sich also – wie alle Kinder irgendwann einmal –, ganz woanders zu sein, in einer ganz anderen, viel besseren Familie.

Mit einem höchst unkonventionellen Kinoabenteuer bekommt man es hier zu tun – zuweilen arg düster, gruselig und unheimlich gar. Das fantastisch-expressionistische Abenteuer ist ein liebevoll animiertes Gruselmärchen über ein starkes Mädchen, das auch Erwachsene toll finden werden. Die Sechsjährigen, die auch reindürften, sollte man wegen des Schauderfaktors aber lieber zu Hause lassen. Alle anderen aber sollten sich an den fantasievollen Puppen erfreuen, an der sensationellen Tricktechnik, am einfallsreichen Design und dem surrealen Universum.

Kinowerkstatt: „Übergeschnappt“
Im Familienkino der Kinowerkstatt am Sonntag, den 27. September, um 16 Uhr läuft der Film „Übergeschnappt“ (Niederlande, 2005) von Martin Koolhoven mit Jesse Rinsma, Tom van Kessel, Carice van Houten, Daan Schuumans, Leny Breederveld, Edo Brunner u.a. (BJF-Empfehlung: ab 8 Jahren, FSK: ab 6)

Was macht man, wenn man eine Mutter hat, die noch verrücktere Ideen hat als man selbst? Die einen im Pyjama von der Schule abholt, fünf Eisbecher auf einmal bestellt und glaubt, dass man Elefanten einfach so im Garten halten kann? Normalerweise lässt sich die neunjährige Bonnie durch all das kaum aus der Ruhe bringen. Ihre Mutter Lis ist eben so, wie sie ist. Das ist zwar manchmal ganz schön anstrengend, aber trotzdem würde Bonnie niemals tauschen wollen.
Zum Glück gibt es ja noch die Oma, die immer für Bonnie da ist. Auch an den schlechten Tagen, wenn ihre Mutter sich im Bett verkriecht und sich weigert, jemals wieder aufzustehen. Als die Oma bei einem Unfall stirbt, sind Bonnie und ihre Mutter plötzlich auf sich allein gestellt. Obwohl sich beide wirklich Mühe geben, laufen die Dinge immer wieder aus dem Ruder…
Pressezitate:
„Der niederländische Regisseur Martin Koolhoven greift in dieser wunderbaren Tragikkomödie auf heitere und unkonventionelle Weise ein schwieriges Thema auf. Wie leben Kinder mit Eltern, die psychisch krank sind? Ein Film voller verrückter, manchmal fast märchenhafter Ideen und Wendungen, der die Probleme für Kinder ebenso wie für Erwachsene verständlich aufbereitet. Ein Film für Menschen jeden Alters!“ (www.ausnahmezustand-filmfest.de)

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St. Ingberter Anzeiger ·
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