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Saarländische Wirtschaft behauptet bundesweite Spitzenstellung

Nach neuesten Berechnungen wird das Bruttoinlandsprodukt (BIP) des Saarlandes für das Jahr 2005 auf 27,5 Milliarden Euro veranschlagt. Wie das Statistische Landesamt hierzu mitteilt, waren dies nominal 3,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Nach Ausschaltung der Preisveränderungen ergibt sich ein reales Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent. Im bundesweiten Vergleich hat sich die Saarwirtschaft damit überdurchschnittlich stark entwickelt, denn das gesamtdeutsche BIP ist nominal um 1,3 Prozent und real um 0,9 Prozent gestiegen. Das Saarland verzeichnet unter allen Bundesländern das höchste nominale und auch reale Wirtschaftswachstum.

Dies sind die aktuellen Ergebnisse des Arbeitskreises ”Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder”, dem alle Statistischen Landesämter angehören. Die Zahlen dieser so genannten 2. Fortschreibung stammen aus einer erweiterten Datenbasis für das gesamte Jahr. Damit haben sich die ersten Berechnungen vom Februar, als nur ausgewählte Eckdaten der ersten zehn Monate verfügbar waren, in hohem Maße bestätigt. Dennoch sind auch die nun umfassenderen Ergebnisse weiterhin als vorläufig zu betrachten.

Das Saarland hatte bereits im Jahr 2004 das höchste Wirtschaftswachstum aller Bundesländer erzielt. Das erneut gute Abschneiden im Jahr 2005 ist in erster Linie der heimischen Industrie zu verdanken. Die Hauptstützen sind dabei die Stahlindustrie und der Fahrzeugbau, die ihren Jahresumsatz um 20 Prozent bzw. 15 Prozent weiterhin deutlich steigerten. Aber auch der Energiesektor und das Baugewerbe konnten sich von der bundesweiten Flaute zumindest vorübergehend abkoppeln. Der industrielle Aufschwung führte beim Verarbeitenden Gewerbe des Saarlandes zu einer Steigerung der Bruttowertschöpfung um nominal 9,1 Prozent und real 5,4 Prozent. Wegen des im Bundesvergleich hohen Anteils der Saarindustrie an der Gesamtwirtschaft ist damit auch das Bruttoinlandsprodukt des Saarlandes überdurchschnittlich stark angestiegen.

Außerhalb der Industrie entwickelte sich die saarländische Wirtschaft dagegen im Sog der insgesamt schwachen deutschen Konjunktur. Handel und Gastgewerbe steuerten ebenso wenige Wachstumsimpulse bei wie die übrigen Dienstleistungsbranchen.

Der Arbeitskreis VGR der Länder hat die Ergebnisse 2005 erstmals nach der neuen Revision ermittelt, wobei neue Konzepte, methodische Verbesserungen und neue Datenquellen im Rahmen des europaweit rechtsverbindlichen Systems Volkswirtschaftlicher Gesamtrechnungen eingearbeitet wurden. Die folgende Tabelle zeigt die neu abgestimmten Ergebnisse zum Bruttoinlandsprodukt aufgrund der aktualisierten Berechnungen auf Bundes- und Länderebene.

Weitere Daten zur konjunkturellen Entwicklung im Saarland finden sich im Internetangebot des Statistischen Landesamtes unter statistik.saarland.de.

Die aktuellen Ergebnisse zur Wirtschaftsleistung in den Bundesländern stehen im Internetangebot des Arbeitskreises „Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen der Länder“ unter vgrdl.de zur Verfügung.

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