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Schon viele Punkte wegen Gasfuß? Rechtzeitig gegensteuern!

Die meisten Betroffenen wissen das nicht. Tun die Geldstrafen für die Verkehrssünden dem Geldbeutel schon weh genug, kann ein Führerscheinentzug so richtig teuer werden – und bei manchem sogar die berufliche Existenz bedrohen.
Seit Februar 2009 sind für Rasen, Drängeln und für Alkoholfahrten höhere Bußgelder zu berappen. Wer durch Geschwindigkeitsüberschreitungen oder andere Vergehen auf vier Rädern schon bedrohlich viele Punkte in Flensburg gesammelt hat, riskiert da schnell die rote Karte in Sachen Fahrerlaubnis – denn bei 18 Punkten ist der Schein weg.
Vor dem 18. Punkt die Bremse ziehen
Soweit müsste es in vielen Fällen aber gar nicht kommen, betonen die Experten von TÜV SÜD Pluspunkt in Saarbrücken. „Wer zwischen 14 und 17 Strafpunkten angehäuft hat, kann mit der Teilnahme an einer verkehrspsychologischen Beratung immerhin zwei Punkte tilgen“, erklärt Axel Uhle Gebietsleiter. Laut Kraftfahrt-Bundesamt nutzen bislang lediglich acht Prozent der notorischen Punktesammler bundesweit die Möglichkeit, den „Kontostand“ beim Verkehrszentralregister rechtzeitig zu reduzieren. Dabei bietet die verkehrspsychologische Beratung mit drei einstündigen Beratungsgesprächen nicht nur die Chance für einen Neuanfang am Steuer. Sie verhindert zudem den Verlust von Mobilität und damit Lebensqualität und nicht zuletzt hohe finanzielle Einschnitte.
Wer die Fahrerlaubnis aufgrund eines übervollen Flensburger Punktekontos verliert, gibt auf dem Weg zurück zum Führerschein durchschnittlich rund 7.500 Euro aus. Diese Summe enthält die primären Kosten wie Geldstrafen, Gebühren, Verdienstausfall, Kosten für Anwalt und die Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU). „Dass der Führerscheinentzug wegen zu vieler Punkte besonders teuer wird, liegt wohl daran, dass es hier insbesondere die beruflichen Vielfahrer trifft. Die büßen mit hohem Verdienstausfall, wenn sie nicht mehr hinters Steuer dürfen“, sagt Axel Uhle von der TÜV SÜD Pluspunkt GmbH.
Was kostet der Führerscheinentzug?
TÜV SÜD hatte 120 Kunden befragt, wie viel Geld sie der Führerscheinverlust insgesamt gekostet hatte – egal, ob der Schein wegen Alkohol oder Drogen am Steuer oder wegen 18 oder mehr Punkten in Flensburg eingezogen worden war. Im Schnitt beliefen sich die Kosten auf 7.500 Euro. „Viel teurer kann es jedoch werden, wenn der Betroffene wegen Führerscheinverlust sogar seinen Arbeitsplatz verliert“, weiß Führerschein-Experte Uhle.
Weitere Informationen zum Kurs gibt es auch unter www.tuev-sued.de/pluspunkt.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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