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Samstag, 16. Dezember 2017 · bedeckt  bedeckt bei 1 ℃ · X-Mas Special: Night of the DJs im EventhausThemenabend in der Kinowerkstatt: Peter HandkeSt. Ingberter Jazzfestival 2018 – Early-Bird-Tickets!

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Kinowerkstatt – Programm v. 6. – 9. Nov.

Tarantino Double Feature
Eine Hommage an die 70er-Jahre-Trash-Filme haben Quentin Tarantin und „sein Bruder“ Roberto Rodriguez mit „Death Proof“ und „Planet Terror“ hingelegt. Die Kinowerkstatt zeigt beide Filme in der Originalfassung mit Untertiteln am Freiatg, den 6. November, ab 19 Uhr (zweite Film 21 Uhr) beide Filme laufen im Rahmen der VHS – Veranstaltung „Filmreif – das St. Ingberter Filmkolleg“ mit Matthias Ziegler.

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Pianomania in der Kinowerkstatt
Die Kinowerkstatt zeigt in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Tonkünstlerverband (DTKV), Musikpädagogen und der Musikschule St. Ingbert nur am Samstag, den 7. November, um 17 Uhr den Film „Pianomania“ (Deutschland/Österreich 2009) von Lilian Franck und Robert Cibis. Der Film lief bisher mit grossem Erfolg nur exklusiv auf verschiedenen Filmfestivals. Nach dem Film besteht die Möglichkeit der Begegnung bei einem kleinen Imbiss.
Der Held von Robert Cibis und Lilian Frank, der Klavierstimmer Stefan Knüpfer, hat eine einzige Leidenschaft: Er sucht den perfekten Klang. Er tut dies überall dort, wo ein Steinway-Flügel steht. Eine höchst vergnügliche Hörschule.
„Nach diesem Film werden Sie ein Klavier nie mehr so anhören wie zuvor. Klaviere werden oft als seelenlose Musikmaschinen bezeichnet. Der Klavierstimmer Stefan Knüpfer zeigt uns in diesem Film über seine Arbeit, dass Klaviere zwar hochkomplexe Maschinen sind, aber mit sehr viel Temperament. Knüpfer arbeitet an den Wiener Konzerthäusern und ist ein akribischer Techniker, der sich nie mit dem ersten Resultat zufrieden gibt.
PIANOMANIA nimmt den Zuschauer mit auf eine humorvolle Reise in die geheimnisvolle Welt der Töne und begleitet Stefan Knüpfer bei seiner ungewöhnlichen Arbeit mit weltberühmten Pianisten wie u.a. Lang Lang, Alfred Brendel, Rudolf Buchbinder und Pierre-Laurent Aimand. Das richtige Instrument mit den geforderten Eigenschaften passend zur Vision des Virtuosen zu finden, zu vervollkommnen und letztlich auf die Bühne zu schaffen, fordert Nerven aus Stahl, grenzenlose Leidenschaft und die außerordentliche Fähigkeit, Worte in Töne übertragen zu können.
Der außergewöhnliche Film von Lilian Franck und Robert Cibis erzählt voller Herz und Humor von Momenten der absoluten Liebe zur Detailgenauigkeit und Perfektion. Aus einzigartigen Blickwinkeln beobachtet PIANOMANIA die spannende Suche nach dem perfekten Klang.

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Weiterhin zeigt die Kinowerkstatt am Samstag, den 7. November, um 21 Uhr , sowie am Sonntag, den 8. November, um 18 und 20 Uhr „Gigante“ (Uruguay / Deutschland / Argentinien / Niederlande 2009) von Adrián Biniez mit Horacio Camandule, Leonor Svarcas, Néstor Guzzini, Federico García, Fabiana Charlo, Ernesto Liotti, Diego Artucio. (FSK: ab 6 – Länge: 84 min.)
„Gigante“ war der große Abräumer bei der diesjährigen Berlinale, er wurde als bester Debütfilm ausgezeichnet und bekam den Publikumspreis. Eine ungewöhnliche, verschroben-zärtliche, aber nicht minder romantische Liebesgeschichte, die Sie bitte auf keinen Fall verpassen dürfen.
Der schüchterne Jara (Horacio Camandule) arbeitet als Wachmann in einem Supermarkt. Etwas verloren sitzt er dort vor seinen Monitoren und lässt die Mitarbeiter mit kleinen Diebstählen davonkommen. Eines Nachts erblickt er auf dem Bildschirm die neue Putzfrau Julia (Leonor Svarcas), und plötzlich gerät der regelmäßige Lebenstakt des Heavy-Metal- und Kreuzworträtsel-Fans aus dem Gleichgewicht. Auf den ersten Blick ist Jara leidenschaftlich verliebt…

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Im Familienkino der Kinowerkstatt ist „Morgen, Findus, wird’s was geben“
(Schweden/ Deutschland/ Dänemark, 2005) von Jorgen Lerdam, Anders Sørensen
Drehbuch: Torbjörn Jansson, nach dem Stoff des Kinderbuchs „Tomtemaskinen“ von Sven Nordqvist zu sehen. BJF-Empfehlung: ab 5 Jahren, FSK: o.A. (besonders wertvoll) Länge: 74 Minuten.

Es ist Weihnachtszeit. Eines Tages hört Findus, wie Kinder über den Weihnachtsmann sprechen. Da Findus noch nie vom Weihnachtsmann gehört hat, eilt er nach Hause, um Pettersson über den Weihnachtsmann auszufragen. Dieser erzählt Findus, dass der Weihnachtsmann am Heiligabend zu Besuch kommt und Geschenke bringt. Doch es ist keinesfalls sicher, dass er immer bei jedem Menschen vorbeischaut. Pettersson muss Findus versprechen, dass der Weihnachtsmann dieses Jahr zu ihnen kommen wird, sonst will Findus nie wieder Weihnachten feiern. Mit seinem Versprechen bringt sich Pettersson schwer in die Zwickmühle …

Pressezitate:
Anders als die früheren „Pettersson und Findus“-Filme mit mehreren miteinander verknüpften Episoden beschränkt sich dieser auf eine durchgängige Geschichte, der auch kleine Kinder sehr gut folgen können..

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Reihe „Kunst und Kino“.
Die Kinowerkstatt beginnt am Montag, den 9. November, um 18 Uhr eine Film-Reihe „Kunst und Kino“. In Zusammenarbeit mit der Albert Weisgerber Stiftung und dem Museum Sankt Ingbert präsentiert die Kinowerkstatt St. Ingbert in der Pfarrgasse 49 eine Veranstaltungsreihe, die sich an drei Terminen im November, jeweils montags um 18 Uhr, Filmen zur Kunst widmet.
Vor den Filmen gibt die Kunsthistorikerin Andrea Fischer M.A. im Rahmen einer kurzen Einführung Einblick in Werk und Vita der vorgestellten Künstler/innen.
Den Anfang macht der Film „Paula Modersohn–Becker, ein Atemzug……von der Antike zur Moderne“ (Deutschland 2007) von Nathalie David, 82 min.
Die Malerin Paula Modersohn-Becker (1876 – 1907) war eine der bedeutendsten Vertreterinnen des frühen Expressionismus. In vierzehn Jahren, in denen sie künstlerisch tätig war, schuf sie 750 Gemälde, etwa 1.000 Zeichnungen und 13 Radierungen, die die bedeutenden Aspekte der Kunst des frühen 20. Jahrhunderts in sich vereinen.

Der Film begleitet die junge Malerin auf ihren künstlerischen Stationen: Das Leben in der Worpsweder Malerkolonie um die Jahrhundertwende, ihre aufregenden Entdeckungsreisen nach Paris und die Begegnung mit den französischen Impressionisten; sowie die intensive Beziehung mit Rainer Maria Rilke. In ihren Tagebüchern und ihrem Briefwechsel öffnet sich eine intime Welt der Künstlerin – bis zu ihrem frühen Tod 1907.

Nathalie David erzählt von Paulas Liebe zu Paris und von ihrem Kampf gegen die Konventionen und Traditionen, um als Künstlerin und Malerin anerkannt zu werden.
„Bedächtig, voller schöner Bilder, sinnlicher Sprecherstimmen und den wunderbaren Rilke-Interpretationen von Pascal von Wroblewsky entsteht ein Stimmungsraum, der mehr von der jungen, avantgardistischen Malerin erzählt als all die Versuche, sie als Bauernkindmalerin und typische Frauenthemen-Künstlerin festzulegen“ (Uta Bai, Die Welt, 14.01.08)

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Filmkolleg Tarantino: „Inglorious Basterds“
Im Rahmen des Tarantino – Filmkollegs in St. Ingbert, läuft am Montag, den 9. November, um 20 Uhr der neueste Film des Regisseurs: „Inglorious Basterds“. (USA/Deutschland 2009) mit Christoph Waltz, Brad Pitt, Eli Roth, Daniel Brühl, August Diehl, Diane Kruger, 152 Min.
Quentin Tarantino, der ungekrönte Meister des (Selbst-)Zitats und kinobesessene Autodidakt, wechselt mit jedem neuen Film das Genre und bleibt dabei stets sich und seinem ganz eigenen Stil treu. Nach Gangsterstück, Pulp-Fantasie, Rache-Epos und 70er-Jahre-Trash-Hommage drehte er nun seinen ersten Kriegsfilm, der – wie sollte es anders auch sein – wiederum tief in der Tradition des Genres verankert ist.
Lose basierend auf dem italienischen Exploitation-Klassiker „Ein Haufen verwegener Hunde“ erzählt „Inglourious Basterds“ von den Taten einer Gruppe unerschrockener Nazijäger und ihrem geradezu tollkühnen Plan.

Schon mit dem Vorspann (Once upon a Time…) verbeugt sich der bekennende Filmnerd Tarantino vor dem von ihm kultisch verehrten Genre des Spaghetti-Westerns und der Musik Ennio Morricones. Dessen Klänge untermalen auch das erste Duell des Films. Der Bösewicht trägt SS-Uniform und ein süffisantes Lächeln. Hauptmann Hans Landa (Christoph Waltz), dem der Ruf voraus eilt, jeden untergetauchten Juden mit kriminalistischem Ehrgeiz aufspüren zu können, stattet der Familie des Bauern Perrier LaPedite (Denis Menochet) einen unerwarteten Besuch ab… Vollkommen zu Recht wurde der multilinguale Österreicher Waltz in Cannes mit der Goldenen Palme als „Bester Hauptdarsteller“ ausgezeichnet. Sein SS-Mann ist die heimliche Hauptfigur und das Bindeglied einer Geschichte, die ansonsten als demokratisches Ensemblestück konzipiert wurde.
Die zunächst eher losen Fäden des in Kapitel eingeteilten, im Grunde recht simplen Revenge-Plots – Kill Bill lässt grüßen – werden von Tarantino in den letzten gut 30 Minuten zu einem packenden, grausamen, trashigen, bewegenden und zugleich hochkomischen (ja, das ist kein Widerspruch) Finale miteinander verflochten. Wenn sich nach über zwei Stunden erstmals die Wege des charismatischen Psychopathen Landa und die der „Basterds“ kreuzen, ist der große Knall längst vorprogrammiert. Besprochen wird „Inglorious Basterds“ von Andreas Ziegler im St. Ingberter Filmkolleg am Mittwoch, den 11. November, um 19.30 Uhr. Eintritt ist frei.

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