Nachrichten

Mittwoch, 23. August 2017 · sonnig  sonnig bei 24 ℃ · 16. SchulKinoWoche – Medienbildung außerhalb des KlassenzimmersDie Bremer StadtmusikantenDoppelkreisel in der Spieser Landstraße

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Köche aus der Biosphäre laden ein zur Wildwoche

Zarter Rehbraten, Wildschwein in tollen Zubereitungen, Duft von Kastanien und Apfelrotkohl – es ist Wildsaison im Bliesgau. In diesem Jahr kommen Feinschmecker und Freunde der authentischen Wildküche voll auf ihre
Kosten: Fünf Restaurants in der Biosphäre Bliesgau haben sich
zusammengeschlossen und bieten vom 20. November bis 6. Dezember Wildwochen.
Andreas Quirin, der die Idee zu dieser gemeinsamen Aktion hatte: „Es gibt
eine Reihe guter Restaurants, die einen direkten Kontakt zu den Jagdpächtern in ihrer Region haben. Was liegt näher, als in der besten Wildsaison zu zeigen,
was die heimischen Reviere an schmackhaftem Fleisch hergeben.“

Folgende Restaurants sind mit von der Partie:

Das Hotel Bliesbrück in Herbitzheim: Dort bereitet
Küchenchef Christian Dzedzinski beispielsweise zarten Rehbraten aus dem
Bliesgau zu, begleitet von Apfelrotkraut und Schneebällchen.

Der Hubertushof Born in Niederwürzbach: Ralf Erbelding und Alexander Born kochen während der Wildwoche u. a. Wildschweinsauerbraten mit Äpfeln und Karamel-Kastanien.

Die Jungholzhütte im Wald über Bebelsheim bereitet Wildschweinbraten, Wildschweinleberknödel und Salsiccia – eine hausgemachte gebratene Wurst aus Wildschein.

Im Restaurant Quirin in Gersheim kocht Andreas Quirin Rücken vom Bliesgau-Reh in Brotkruste, begleitet von Haselnussspätzle und einem Wirsingsäckchen.

Im Restaurant zum Pferchtal in Lautzkirchen kocht Marcel Wack Rehmedaillons mit Speckpfifferlingen und Portweinsauce, begleitet von Serviettenknödeln. Dort gibt es weiterhin ein klassisches Rehragout mit Haselnussspätzle.

Spontan übernahm der Biosphärenzweckverband die „Patenschaft“ über die Gemeinschaftsaktion der Bliesgau-Restaurants.
Walter Kemkes, Geschäftsführer des Biosphären-Zweckverbandes: „Biosphäre
erleben – das ist eine Sache für alle Sinne. Dass die Restaurants im Bliesgau
diesem Erleben einer ganz besonderen Region eine überaus schmackhafte
Komponente geben, tut der Biosphäre gut. Ebenso die Beteiligung der Jäger, die seit Jahren mit diesen Gastronomen gut zusammenwirken. Das ist gelebte
Biosphäre.“

Die beteiligten Restaurants stehen seit langer Zeit in engem Kontakt untereinander und pflegen die direkte Zusammenarbeit mit den Jägern aus
den benachbarten Revieren. So kommt gesundes Fleisch ohne Umwege in die
Restaurantküchen. Die Jäger wiederum erfahren durch die Biosphären-Wildwochen Anerkennung für ihren Einsatz für den Schutz intakter Lebensräume. Sie können Wild auf direktem Weg vermarkten, die Wertschöpfung bleibt in der Region der Restaurantgast profitiert von Frische und Qualität.

„Mehr Bio geht nicht“ – so formuliert Peter Gaschott von der Jungholzhütte. „Wild wächst natürlich auf, ernährt sich artgerecht von dem, was die reiche Natur des Bliesgaues zu bieten hat, und kommt dann ohne Umwege auf den Tisch. Und dass die Jagd dafür sorgt, dass das Fehlen natürlicher Feinde nicht zu unbeherrschbarer Überpopulation zum Beispiel bei Wildschweinen führt, ist unverzichtbar für unseren Lebensraum.“

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017