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Jusos fordern Generalplan für die St. Ingberter Innenstadt

Die Jugendorganisation der SPD befürchtet, dass schon bald in der Innenstadt kaum mehr als noch die Grundbedürfnisse der St. Ingberter Bevölkerung erfüllt werden könnten. Bei einem „Weiter so“ drohe der Fußgängerzone ein Ladenbild wie es in der Vergangenheit in den Nachbargemeinden mit der Sulzbachtalstraße oder dem Zentrum von Dudweiler zu beobachten war. „Was die Einkaufsmöglichkeiten betrifft ist St. Ingbert von einem Saarbrücker oder Neunkirchener Vorort nicht mehr weit entfernt,“ befürchtet Juso Chef Dominik Schmoll, “ denn St. Ingbert wird so zum Dorf.“

Für eine Erhaltung des Mittelstadt-Status sei es unbedingt erforderlich, dass St. Ingbert von seinen Nachbargemeinden auch als solche anerkannt werde. Schmoll: „Wir müssten eigentlich die Menschen aus der Umgebung zum Einkaufen nach St. Ingbert locken, doch stattdessen ist es genau umgekehrt: Unsere Bürger kaufen im Saarpark Center und der Saarbrücker Bahnhofstraße ein.“

Die Jusos St. Ingbert sehen viel Arbeit um ihre Heimatstadt wieder voranzubringen. „Das Rumgewurstele muss endlich aufhören,“ fordert ihr Vorsitzender. „Es müssen endlich einmal alle an einen Tisch gebracht werden und an einem Strang ziehen,“ so Schmoll. Die Jusos sehen die Einzelhändler und Immobilienbesitzer genauso in der Pflicht wie die Verwaltung. „Aber auch der Stadtrat muss endlich einsehen, dass Grabenkämpfe, deren Ergebnisse oft nur auf einer Stimme Mehrheit beruhen, wie es bei der Jamaika-Koalition im Rat der Fall ist, bei fundamentalen Entscheidungen für die Zukunft unserer Stadt aufhören müssen,“ fordert Schmoll. „Ich sehe nicht ein, weshalb sich St. Ingberter Kommunalpolitiker von Entscheidungen und Machtverhältnissen aus Saarbrücken oder Berlin beeinflussen lassen sollen.“ Weiter sagt der Juso-Chef: „Es muss sowohl für die Jamaikaparteien, als auch für die Opposition egal sein, ob ein Antrag von CDU oder SPD oder sonst woher kommt, solange er nur gut für unsere Stadt ist.“

Die Jusos des Stadtverbands St. Ingbert fordern daher einen „Generalplan“, der die Fehler der Vergangenheit, die Probleme der Gegenwart und die Lösungen der Zukunft zu beantworten habe. Dazu zählen unter anderem die Themen Verkehr, Parken, Wabenstruktur im ÖPNV und insbesondere die Innenstadt. Juso Vorsitzender Dominik Schmoll: „Wir hoffen, dass sich die Vermieter der Innenstadt, die Geschäftsbesitzer, die Verwaltung und die Stadtratsparteien ihrer Verantwortung für St. Ingbert bewusst sind und fordern sie daher zum einvernehmlichen Handeln auf, denn niemand will, dass St. Ingbert zum Dorf wird.“

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017