Nachrichten

Donnerstag, 14. Dezember 2017 · leichter Regen - Schauer  leichter Regen - Schauer bei 4 ℃ · Kinostart von Star Wars: Die letzten Jedi 3DVorweihnachtsprogramm des St. Ingberter SchachclubsÄnderungen im Fahrplan im Saarpfalz-Kreis

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Kinowerkstatt – Programm v. 11. – 14. Dezember

David Lynch’s „Mulholland Drive“
Die Kinowerkstatt zeigt am Freitag, den 11. Dezember, um 19 Uhr David Lynch’s „Mulholland Drive“ (USA/Frankreich 2001, FSK: Freigegeben ab 16 Jahren – 147 Min.)
Lynch selbst nannte seinen Filme bei der Präsentation bei den Filmfestspielen in Cannes „..eine Liebesgeschichte in der Stadt der Träume“. Bei einem Autounfall auf den Hügeln über Hollywood verliert eine schwarzhaarige Schönheit ihr Gedächtnis und sucht verstört in einem leerstehenden Appartment Zuflucht. Dort zieht am nächsten Tag die naive Schauspielerin Betty ein, die in der Traumfabrik auf die große Karriere hofft. Die beiden Frauen freunden sich an und versuchen gemeinsam, das Geheimnis um die Identität der Schwarzhaarigen zu lüften.

————————————————–
David Lynch’s „The Straight Story – eine wahre Geschichte“
Am Montag, den 14. Dezember, um 20 Uhr ist in der Kinowerkstatt David Lynch’s „The Straight Story – eine wahre Geschichte“ (Frankreich, UK, USA 1999) mit Richard Farnsworth (Alvin Straight), Sissy Spacek (Rose Straight), Everett McGill (Tom) u. a.
Als der 73jährige Alvin Straight erfährt, dass sein über 500 Kilometer entfernt lebender Bruder Lyle einen Herzinfarkt hatte, tritt er mit einem fahrbaren Rasenmäher die Reise zu ihm an. Die mehrwöchige Tour ist gespickt von Hindernissen und Begegnungen, die Straights Leben verändern.
The Straight Story – Eine wahre Geschichte wurde von David Lynch inszeniert, und obwohl der Film eher untypisch für ihn ist, lassen sich doch ein paar Gemeinsamkeiten mit anderen Lynch-Werken festellen. Zum einen wäre da ein überwiegend visueller Erzählstil. Die Landschaftsaufnahmen sind zwar nicht sonderlich abwechslungsreich, aber das, was man gezeigt bekommt, ist ein wahrer Genuss. Seien es nun Farmlandschaften und windgezeichnete Kornfelder, die bis zum Horizont reichen, eine Großaufnahme von Richard Farnsworth‘ Gesicht, in dem man Emotionen lesen kann wie aus einem Buch, oder einfach ein Sternenhimmel, Lynch dreht vor allem für’s Auge und für’s Herz, nicht für den Verstand, und das macht er außerordentlich gut.

——————————————————————–

Andreas Dresen’s „Whisky mit Wodka“
Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt von Samstag, den 12. Dezember bis Montag, den 14. Dezember, jeweils um 18 Uhr Andreas Dresen’s „Whisky mit Wodka“ (Deutschland 2009) mit Henry Hübchen, Corinna Harfouch, Sylvester Groth, Markus Hering. (FSK: ab 12 – 104 min.)
Kaum zu glauben, aber wahr: Die Grundidee von „Whisky mit Wodka“ ist von einer wahren Begebenheit inspiriert. 1957 inszenierte Kurt Maetzig einen Film für die DEFA, bei dessen Dreharbeiten der Hauptdarsteller gerne mal einen über den Durst trank. Wie in Dresens Film wurde eine Zweitbesetzung engagiert, um den Darsteller unter Druck zu setzen. Der große DEFA-Regisseur Frank Beyer (Spur der Steine) fungierte bei der Produktion als Regie-Assistent, hielt die Anekdote für einen guten Filmstoff und erzählte sie Wolfgang Kohlhase. Der wiederum trug sie Dresen zu – aus der Anekdote wurden eine Geschichte und schließlich ein Film.

——————————————————————-

Francois Truffaut’s „Die amerikanische Nacht“
Mit „Whisky mit Wodka“ liefert Andreas Dresen eine melancholische Liebeserklärung an Film und Filmschaffende zugleich und deutlich sind die Parallelen zu dem melancholischen Drama „Die amerikanische Nacht“ (La nuit américaine, 1973) von François Truffaut zu erkennen.
Die Kinowerkstatt zeigt diesen Klassiker im Original: „La nuit américaine“ (Frankreich, Italien 1973,115min.)
mit Jacqueline Bisset, Valentina Cortese, Dani, Alexandra. LA NUIT AMERICAINE (1972) ist einer der persönlichsten Filme von Frankreichs viel zu früh verstorbenem Starregisseur Francois Truffaut (1932-1984), der auch selbst die Hauptrolle – einen Filmregisseur – spielt. Eine dramatische, satirische, humorvolle und kurzweilige Hommage an das Kino, 1973 gab es eine „OSCAR“ – Auszeichnung als „bester fremdsprachiger Film“.
Der Titel AMERIKANISCHE NACHT ist die französische Bezeichnung für Aufnahmeverfahren, bei denen Nachtaufnahmen am Tag gedreht werden können. Truffaut will damit auf die Täuschungsmöglichkeiten des Mediums verweisen.
Der französische Regisseur Ferrand beginnt in den Filmstudios von Nizza mit den Dreharbeiten zu seinem neuen Film „Meine Ehefrau Pamela“. Wie so oft ereignen sich während den Dreharbeiten jedoch zahlreiche Verwicklungen: Komplikationen bei den Dreharbeiten, Allüren der Schauspieler, ihre Gefühlsschwankungen und ständiger Druck vom Produzenten… Für Ferrand stellt sich immer wieder die Frage, ob er seinen Film jemals fertig stellen wird…

—————————————————————

Tim Burton’s „Nightmare before Christmas“
Im Familienkino am Sonntag, den 13. Dezember, um 16 Uhr, läuft in der Vorweihnachtszeit auch ein Klassiker des neuen Kinos: Tim Burton’s „Nightmare before Christmas“ (USA 1993, freigegeben ab 6 Jahren – 76 Min.)
Das spindeldürre Gerippe Jack Skellington ist der Star von Halloweentown, wo sich ein ganzes Batallion von Geistern und Monstern das ganze Jahr über auf das nächste Halloween vorbereitet. Aber Jack ist nicht glücklich: Bei einem Spaziergang entdeckt er zufällig den Weg in die Weihnachtsstadt, wo alles bunt und froh ist und nicht so gruselig wie an Halloween. Jack beschließt, den Weihnachtsmann zu entführen, um dessen Platz einzunehmen und selbst die Kinder dieser Welt zu bescheren. Nur seine Freundin Sally ahnt das bevorstehende Desaster.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017