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Saarpfalz-Kreis übernimmt Beiträge

Ein deutliches familienpolitisches Zeichen setzt der Saarpfalz-Kreis
mit der Übernahme der Kindergartenbeiträge für Geschwisterkinder. Diese
Regelung beschloss der Kreistag mitte des Jahres einstimmig. Und in den
vergangenen Tagen begann die konkrete Abrechnung mit den Trägern der
einzelnen Kindergärten. Es zeigt sich: So manche Familie spart hier viel
Geld. Die Erhöhung des Kindergeldes um 20 Euro kann gegen diese
Entlastung kaum anstehen.

Die neue Regelung besagt, dass der Kreis die Beiträge für Krippe,
Kindergarten, Hort und das Kooperationsmodell Jugendhilfe-Schule
gestaffelt nach Kinderzahl prozentual übernimmt. Angerechnet werden alle
Geschwister-Kinder bis zum 14. Lebensjahr, unabhängig davon, in welcher
Einrichtung sie sind. Für das zweite Kind gibt es eine Ermäßigung der
Beiträge um 25 Prozent, für das dritte um 50 Prozent, das vierte um 75
Prozent und ab dem fünften ist eine Beitragsfreiheit erreicht.

Diese Reduzierung der Beiträge wird rückwirkend bis zum 1. August 2009
angewandt. In diesem Zusammenhang dankte Hans-Josef Daubaris, bei der
Kreisverwaltung in Homburg zuständig für Kindergarten und
Kindertagesstätten, den Trägern der Einrichtungen für deren
Unterstützung und Mitarbeit im Sinne der Eltern.

Diese neue Regelung im Saarpfalz-Kreis basiert auf der Überlegung, dass
es nicht sein darf, dass Eltern in einer Solidargemeinschaft die Kosten
für kinderreiche Familien mittragen sollen. Zudem galt die bisherige
Regelung immer nur auf Kinder, die in gleichen Einrichtungen
untergebracht sind. Dies ist nun nicht mehr der Fall.

Landrat Clemens Lindemann: „Wir setzen damit ein familienpolitisches
Signal, um Familien zu entlasten. Diese Rechnung greift deutlich bei den
teilweisen erheblichen Beiträgen für Krippe- oder Ganztagesplätze. Wenn
eine Familie mit drei Kindern für das dritte Kind in der Krippe 150 Euro
statt 300 Euro monatlich zahlen muss, wirkt diese finanzielle
Erleichterung durch den Saarpfalz-Kreis mehr als eine leichte
Kindergeld-Erhöhung.“

Der Saarpfalz-Kreis wird in diesem Bereich jährlich zwischen 400 000
und 500 000 Euro investieren. Erste Rückläufe von den Trägern der
Einrichtungen zeigen, dass die geschätzten Kosten sehr realistisch sind.

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