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Ergebnisse der Filmförderung 2009

Saarbrücken, 17. Dezember 2009: 22 regionale Filmprojekte bewarben sich um eine Filmförderung im Rahmen der diesjährigen Ausschreibung der Saarland Medien GmbH. Unterstützt durch einen dreiköpfigen Fachbeirates hat der Geschäftsführer der Saarland Medien GmbH, Dr. Gerd Bauer, insgesamt 70.000 € an sieben Filmprojekte vergeben. „In diesem Jahr hat mich vor allem die Vielfältigkeit der eingereichten Projekte überrascht. Sie decken die mit Kurz-, Spiel-, Animations- und Dokumentarfilm bis hin zur Internetserie eine breite Palette an Filmgenres ab“, so Dr. Gerd Bauer.

Der Kurzfilm „Rückkehr“ von Gudrun Fritzen und Pierre Alt erhielt eine Förderung in Höhe von 11.000 €. Dieses Filmprojekt zeichnet sich durch seine besondere Art des Erzählens aus. Die Produzenten arbeiten mit zwei Handlungsebenen, wobei eine Handlung die alltägliche Realität des Protagonisten zeigt und die andere Handlung auf der metaphysischen, symbolischen Ebene spielt.

Mit „Aime Moi“ hat Christian Schu ein sehr außergewöhnliches Projekte eingereicht. In diesem Kurzfilm wird die Handlung ausschließlich durch „abgefilmte“ Fotos transportiert. Über den herkömmlichen Fotoroman weit hinausgehend entsteht durch die Montage von Fotos und stehenden Bildern eine unübliche Art der Filmbewegung. Gefördert wurde dieses Projekt mit 1.500 €.

Das größte Förderprojekt ist der Spielfilm „Gegengerade – Niemand siegt am Millerntor!“ von Tarek Ehlail, Sabotakt Filme. Im Rahmen eines 90 minütigen Spiels des FC St. Pauli werden in Episoden die Geschichten unterschiedlicher Charaktere erzählt, die das Spiel verfolgen. Tarek Ehlail konnte bereits namhafte Mitstreiter wie Mario Adorf oder Max Riemelt für sein Projekt gewinnen. Saarland Medien unterstützt sein Vorhaben mit einer Förderung in Höhe von 20.000 €.

Absolutes Neuland betritt André Köhl mit dem Projekt „Männerclub“. Hierbei handelt es sich um eine Internetserie in sechs Folgen, die mit einem ironischen Augenzwinkern die Geschichte von Johannes erzählt, der opportunistisch immer in neue Rollen und Lebensentwürfe schlüpft, um die Anerkennung seiner Umwelt zu erringen. André Köhl erhielt für dieses Projekt eine Förderung in Höhe von 8.000 €.

9.000 € gingen an Gabi Heleen Bollinger für die Erstellung der Filmmusik zu dem Dokumentarfilm „Das geht nur langsam“, ein Filmprojekt über eine Skulpturenstraße von West nach Ost für mehr Humanität und Frieden. Mit Tzvi Avni konnte für das Projekt einer der wichtigsten Komponisten Israels gewonnen werden, der mit dem Orchester der Musikhochschule des Saarlandes die Filmmusik einspielen wird.

Für den Animationsfilm „Das Schachspiel“ erhielt Claudia Santibañez 12.000 €. Mit ihrem Projekt möchte die HBK-Absolventin einen Entwurf der Kurzgeschichte „Der Schachspieler“ aus dem Nachlass von Friedrich Dürrenmatt filmisch umsetzen. Santibañez überzeugte mit ihrem Konzept für die visuelle Interpretation dieses literarischen Werkes.

Gerhard Funk erhielt für seinen Animationsfilm „bardzo“ eine Förderung in Höhe von 8.500 €. Dieses Filmprojekt verfolgt eine originelle Herangehensweise an das Erzählen einer Geschichte. Die Art wie die Geschichte gezeigt wird, ist zugleich die Geschichte selbst.

Bei einem Empfang anlässlich der Übergabe der Förderverträge erhielten zahlreiche Gäste aus Medien und Kultur bereits erste Einsichten in einige der ausgewählten Filmprojekte. Gezeigt wurde außerdem der von Saarland Medien geförderte Kurzfilm „PARCOURS“ von Marc André Misman, der auch beim 31. Filmfestival Max Ophüls Preis im kommenden Jahr in der Kurzfilmreihe „(Über)leben“ laufen wird.

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