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Nachrechnen lohnt sich

Die Förderkriterien der Kreditanstalt für Wiederaufbau bei der energetischen Altbausanierung sind recht komplex. Vor diesem Hintergrund wenden sich viele Hausbesitzer Hilfe suchend an die Energieberater der Verbraucherzentrale. Es werden in den Förderprogrammen Anforderungen an den Primärenergiebedarf und den Transmissionswärmeverlust gestellt bzw. an die technische Qualität der jeweiligen Einzelmaßnahmen. Als Fazit stellen die Energieberater der Verbraucherzentrale fest: „Je besser das Ergebnis der energetischen Sanierung, desto lukrativer ist die Förderung:“

• Einzelmaßnahmen (z. B. Fenster, Außenwanddämmung, Dachdämmung…): Zuschusshöhe Prozent, maximal 2.500 Euro

• KfW-Effizienzhaus 130: (ca. 30 Prozent schlechter als Neubau gemäß EnEV): Zuschusshöhe 10 Prozent maximal 7.500 Euro /Wohneinheit

• KfW-Effizienzhaus 115: (ca. 15 Prozent schlechter als Neubau gemäß EnEV): Zuschusshöhe 12,5 Prozent, maximal 9.375 Euro /Wohneinheit

• KfW-Effizienzhaus 100: (ca. Neubau-Niveau): Zuschusshöhe 17,5 Prozent, maximal 13.125 Euro /Wohneinheit

• KfW-Effizienzhaus 85: (ca. 15 Prozent besser als Neubau gemäß EnEV) Zuschusshöhe 20 Prozent, maximal 15.000 Euro /Wohneinheit

Planungstechnisch am einfachsten sind die Einzelmaßnahmen durchzuführen, da hier seitens der KfW klare Vorgaben hinsichtlich der technischen Qualität der Dämm-Maßnahmen bzw. der Heizungsanlage gemacht werden. Ein externer Fachmann ist nach Meinung der Energieberater der Verbraucherzentrale hier zwar nicht zwingend erforderlich, aber hilfreich. Zumindest die Beratung bei der Energieberatung der Verbraucherzentrale sollte im Vorfeld in Anspruch genommen werden. Allerdings ist in diesem Programm die Förderung auch am schlechtesten. Wenn nun verschiedene Einzelmaßnahmen ausgeführt werden, bleibt der Zuschuss bei 5 Prozent der Investitionssumme. Es gibt aber auch die Möglichkeit, dass der Effekt dieser Einzelmaßnahmen auf das Gesamtgebäude überprüft wird. So kann es sein, dass zum Beispiel durch die Einzelmaßnahmen „Kellerdeckendämmung, neue Fenster und Außenwanddämmung“ bereits der Standard eines Effizienzhauses erreicht wird. Dadurch würde die Zuschusshöhe stark steigen. Konkret: Bei einer Investitionssumme von 75.000 Euro würde die Förderung von 2.500 Euro (=Förderung Einzelmaßnahmen) auf 7.500 Euro (=Förderung Effizienzhaus 130) ansteigen. Der Effizienzhausnachweis und die Überprüfung des Sanierungs-Ergebnisses sind durch entsprechende Sachverständige zu führen und für die KfW zu bestätigen.

Weitere Informationen zu Förderprogrammen, effiziente Heiztechnik und Dämmmaßnahmen erhalten Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale.
Die unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Für eine persönliche Beratung in einer der 13 Beratungsstellen im Saarland ist eine Anmeldung

Die unabhängige Energieberatung der Verbraucherzentrale wird gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie. Für eine persönliche Beratung in einer der 15 Beratungsstellen ist eine Anmeldung erforderlich.

In St. Ingbert finden jeden Montag Energieberatungen durch die Verbraucherzentrale statt im Infozenter der Stadtwerke, Kaiserstraße 71. Anmeldung unter 06894 / 955 2550.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017