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Überblick: Kinowerkstatt-Programm vom 5. – 7. Februar

Max-Ophuels-Nachlese 2010
Wie im letzten Jahr ist es der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, für dieses Wochenende gelungen, eine kleine Max-Ophuels-Nachlese 2010 zusammenzustellen und einen Überblick und damit einen Querschnitt durch die verschiedenen Genres des diesjährigen Jahrgangs zu zeigen. Das kleine Filmfestival beginnt am Freitag, den 5. Februar, um 19 Uhr (Wh. Mo. 20 Uhr) mit „Plato’s Academy“ (Deutschland/Griechenland 2009) von Filippos Tsitos, ausgezeichnet mit dem Filmmusikpreis 2010 der Saarlandmedien GmbH. Seit dem Schlaganfall seiner Mutter läuft für Stavros nichts mehr wie gewohnt. Rund um die Uhr muss er auf sie aufpassen, seine Frau Dina hat ihn verlassen und er leidet unter Schlaflosigkeit. Viel mehr als das stolze Bewusstsein, ein echter Grieche zu sein, hat Stavros nicht in seinem Leben – und auch das wird erschüttert, als eines Tages ein Albaner in ihrem Viertel auftaucht und von Stavros‘ Mutter als ihr lang verlorener Sohn wiedererkannt wird.

Am Freitag, um 21.45 Uhr läuft als zweiter Film „South“ (Österreich 2009) von Gerhard Fillei & Joachim Krenn (Farbe, s/w, 105 Min., engl. mit UT) – ein Film in der Art eines klassischen „Film Noir“. Nach einem gescheiterten Raubüberfall auf eine Bank steht Bruce am Tiefpunkt seiner Existenz. Gejagt vom FBI und schwer verletzt, flüchtet er nach New York. Er will ein neues Leben beginnen. Vielleicht sogar an jenem Ort in Südamerika, den eine unbekannte junge Frau in ihrem Tagebuch so eindringlich beschreibt. Allmählich wächst in Bruce die Ahnung, dass ihn irgendetwas mit dieser mysteriösen Frau verbindet. Für Bruce beginnt eine verzweifelte Suche nach seiner wahren Identität.

Am Samstag, um 21 Uhr (Wh. So. 18 Uhr) dann „Suicide Club“ (Deutschland 2010) von Olaf Saumer, ausgezeichnet mit dem Interfilmpreis 2010, gestiftet von Johanneskirchenprojekte e.V. Bei Sonnenaufgang treffen fünf Menschen auf einem Dach hoch über der Stadt zusammen, um von dort gemeinsam in den Tod zu springen. Keiner weiß vom anderen, warum und weshalb dem Leben ein selbstbestimmtes Ende gesetzt werden soll. Doch eine „unglückliche“ Verkettung der Ereignisse bringt sie von ihrem Plan ab. Aus anfänglicher Distanz und Anonymität entwickelt sich bald eine ungeahnte Nähe. Sie erleben einen Tag, den keiner von ihnen je vergessen wird. Jury-Begründung: „Olaf Saumer gelingen in diesem Low Budget Film dramatische und berührende Momente
im Blick auf das große Thema „Leben und Tod“. Bei aller Ernsthaftigkeit fehlt es dem Film nicht an Leichtigkeit und Humor.
SUICIDE CLUB überzeugt gerade auch in seinen absurd-komischen Passagen und überrascht den Zuschauer immer wieder mit unerwarteten Wendungen.“

Am Sonntag, den 7. Februar, um 20 Uhr (Wh. Mo. 18 Uhr) zeigt die Kinowerkstatt in ihrer Max-Ophüls-Preis Nachlese „Die Entbehrlichen“ (Deutschland 2009) von Andreas Arnstedt mit André M. Hennicke, Steffi Kühner, Mathieu Carriére, Ingeborg Westphal, ausgezeichnet mit einem Verleihförderpreis. Wie oft hat sich der 12-jährige Jakob schon gewünscht, sein Vater Jürgen wäre nicht mehr da. Jeden Job hat er verloren, das ganze Geld versoffen und ständig streitet er sich mit seiner Mutter Silke. Nach einem heftigen Streit, wird Silke mit starken Verbrennungen eingeliefert. Sie will weg aus der Familie – und lässt Jakob und Jürgen einfach allein. Die Verzweiflung treibt den Vater in einen tragischen Tod. Aus Angst, in ein Heim zu kommen, versucht Jakob, Jürgens Tod zu verbergen. Nur seinen Freunden vertraut er sich an. Die Jury:“‚Die Entbehrlichen‘ ist ein Schauspielerfilm durch und durch, der vom Herzblut des Regisseurs und der Spielfreude des engagierten und gut geführten Ensembles lebt. In seinen stärksten Momenten ist der Film glaubhaft, direkt und berührend und erzählt in menschlicher, warmer und überraschender Art und Weise vom Leben, Glück und Leid einer Familie im Schatten der Gesellschaft. Besonders hervorzuheben ist die Leistung des jungen Schauspielers Oscar Böckelmann.“

Im Familienkino am Sonntag, den 7. Februar, um 16 Uhr läuft „Oben“ (USA 2009) von Pete Docter, Bob Peterson (Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ohne Altersbeschränkung – Länge: 96 min.) als Vorfilm „Steinfliegen“ aus dem diesjährigen Max-Ophuels-Festival.
Der Himmel ist die Grenze? Nicht für Carl Fredricksen, der sich im Alter von 78 Jahren einen Lebenstraum erfüllt: Eine Reise in das Amazonas-Gebiet. Doch Carl besteigt nicht etwa ein Flugzeug, das ihn nach Südamerika bringen soll, nein, der ehemalige Ballonverkäufer befestigt an seinem Häuschen Tausende von Luftballons und entschwebt in den Himmel.
Was Carl zunächst nicht ahnt: Der achtjährige Pfadfinderjunge Russell hat sich heimlich auf die Veranda geschlichen. Als er ihn entdeckt, ist der grantige Rentner zunächst nicht begeistert. Doch Carl hat keine andere Wahl, als die Quasselstrippe Russell mit auf diese Reise zu nehmen, die aus dem alten Mann und dem kleinen Jungen ein eingeschworenes Team machen wird, zwischen das kein Bananenblatt mehr passt.
Nach seinen großen Erfolgen „Die Monster AG“ (Regie) und „Toy Story“ (Co-Writer) präsentiert Regisseur Pete Docter zusammen mit Co-Regisseur und Drehbuchautor Bob Peterson (Drehbuch „Findet Nemo“) ein ungleiches Duo auf der Leinwand, das vor Witz und Energie nur so sprüht. Heben Sie ab mit Carl und Russell und begleiten Sie den kauzigen Rentner und den aufgeweckten Jungen auf ihrem herrlich komischen Trip durch den Urwald. Erleben Sie, wie auf der ungewöhnlichen Reise kindlicher Leichtsinn auf die Gelassenheit des Alters trifft – mit einem ungewöhnlichen Ergebnis für alle!

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