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Kinowerkstatt – Programm: 14. Franz. Filmtage

14. Französische Filmtage
Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, lädt am kommenden Wochenende vom 12. – 15. Februar zu den 14. französischen Filmtagen ein. Das Programm wurde zusammengestellt in Zusammenarbeit und mit Unterstützung des Bureau du Cinéma in Berlin, des Institut d’études françaises Saarbrücken, dem Romanistischen Institut der Universität des Saarlandes und des Generalkonsulats der Französischen Republik im Saarland. Wieder treffen sich die Freunde des französischen Films und viele kommen auch über die Grenzen des Saarlandes aus dem benachbarten nahen Frankreich. Literaturverfilmungen sind das Thema der diesjährigen 14. französischen Filmtage, wobei im Mittelpunkt die filmische Umsetzung des Romans von Madame de Lafayette „La Princesse de Clèves“ steht – drei interessante Variationen des Themas finden sich im Programm ebenso wie die filmische Umsetzung des Romans „Germinal“ von Emile Zola und „Der Graf von Monte Christo“ nach Alexandre Dumas (beide mit Gerard Dépardieu).

Die Filmtage stehen wie jedes Jahr unter der Schirmherrschaft von Monsieur le Consul Général de la République française en Sarre. Eröffnung in Anwesenheit des Generalkonsuls Monsieur Philippe Cerf ist am 12. Februar, um 20 Uhr.

Zur Eröffnung wird die Originalverfilmung (1961) des „Princesse de Cleves“ – Themas von Jean Delannoy und Jean Cocteau mit Jean Marais und Marina Vlady gezeigt. Das Drehbuch zu diesem historischen Liebesdrama schrieb Jean Cocteau nach dem gleichnamigen Roman von Madame de La Fayette, der, erschienen 1678, ein Bestseller war und als Schlüsselroman gelesen wurde: Frankreich im Jahre 1559. Der Hof Henris II. feiert im Louvre die Hochzeit des 40- jährigen Prinzen von Clèves mit der blutjungen und schönen Mademoiselle de Chartres, eine der besten Partien Frankreichs. Auf Aufforderung des Königs tanzt die Prinzessin mit dem Duc de Nemours, dem schönsten Mann am Hofe, in den alle Frauen verliebt sind. Sie weiß nicht, mit wem sie tanzt, aber für beide ist es Liebe auf den ersten Blick. Dem Prinzen ist die Verwirrung seiner Frau nicht entgangen. Um der höfischen Intrigen und einer wahrscheinlichen Entdeckung zu entgehen, überredet die Prinzessin ihn, sich auf dem Land niederzulassen. Während einer Treibjagd setzt sich Nemours ab und reitet zur Residenz seiner Angebeteten. Im Schlosspark wird er Zeuge eines Geständnisses: Die Prinzessin offenbart ihrem Mann ihre Gefühle, ohne einen Namen zu nennen…
Im Anschluss an den Eröffungsfilm lädt der Generalkonsul zu einem „vin d’honneur“ ein.

Im Mittelpunkt am Samstag, den 13. Februar, um 19 Uhr „Germinal“ von Claude Berri (1992, 2 h 40) in der deutschen Fassung mit Miou-Miou (Maheude), Renaud (Etienne Lantier), Jean Carmet (Vincent Maheu dit Bonnemort), Judith Henry (Catherine Maheu) Jean-Roger Milo (Chaval), Gérard Depardieu (Toussaint Maheu), …
Der Film hält sich relativ streng an den Roman von Emile Zola.
Emile Zola“ schildert in dem Roman die unhaltbaren Arbeitsbedingungen im Kohlebergbau der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Bei den heutigen Diskussionen über die Zukunft des Sozialstaates und Sozialabbau ist es sicherlich interessant, sich mit Zolas Roman „Germinal“ in die harten Arbeitsverhältnisse der Bergarbeiter des 19. Jahrhunderts versetzen zu lassen. Der Autor schildert in seinem Meisterwerk die einfachen Lebensverhältnisse der Kohlearbeiter, die katastrophalen Arbeitsverhältnisse, die tragische Auflehnung und die verschiedenen politischen Ansätze zur Lösung der sozialen Frage.
Der Arbeiter Étienne Lantier findet Arbeit in einer Steinkohlengrube und Unterkunft in der Familie der Maheus. Es gelingt ihm, das soziale Bewusstsein der Belegschaft zu stärken und die Arbeiter zu einem Streik aufzurufen, der jedoch unüberlegt ausbricht und letztlich scheitert.
Lantier verlässt den Ort mit der Vision, dass „Menschen erstehen würden, eine schwarze Rächerarmee, die langsam in den Furchen keimte, für die Ernten des künftigen Jahrhunderts emporwachsend, deren Keimen alsbald die Erde durchbrechen sollte“. Das Symbol des Keimens ist titelgebend für den Roman, denn „Germinal“ ist die Bezeichnung eines Monats im Republikanischen Kalender der französischen Revolution, abgeleitet vom französischen Wort für Keim, „le germe“.

Der Sonntag, beginnt mit einer Matinée um 11 Uhr: gezeigt wird „La Lettre“ von Altmeister Manoel de Olivera (1999 107 minutes, OV mit engl. UT) mit Chiara Mastroianni (Mme de Clèves, Pedro Abrunhosa (Pedro Abrunhosa), Antoine Chappey (M. de Clèves), Silveira (la religieuse), Françoise Fabian (Mme de Chartre)
Diese Umsetzung des Romans „La Princesse des Clèves“ in unsere Zeit ist insofern eigenartig als Manuel de Oliveira einen Sänger für die Rolle des Herzogs von Nemours gewählt hat. Ansonsten hält er sich streng an die Romanvorlage und hat ein Meisterwerk geschaffen, das in Cannes mit dem Regiepreis der Jury ausgezeichnet wurde.
Nach der Vorstellung (gegen 13 Uhr) das schon traditionelle Frühstück (vin-pain-fromage…), zu dem alle eingeladen sind.

Am Sonntag ab 19 Uhr wird Frau Prof. Dr. P. Oster-Stierle über die verschiedenen Möglichkeiten der Verfilmung literarischer Texte referieren, wobei im Mittelpunkt die sehr interessanten und unterschiedlichen Verfilmungen der ‚Princesse de Clèves’ stehen werden.

Anschliessend die wohl modernste und auch für Schüler interessante Verfilmung
„La belle Personne» von Christophe Honoré (2008, 95 minutes, OV mit engl. UT), mit Léa Seydoux (Junie), Louis Garrel (Nemours), Grégoire Liprince-Ringuet (Otto)Die Geschichte der Princesse de Cleves spielt nämlich in einem Gymnasium des vornehmen 16. Arrondissements in Paris. Die Beziehungen der jungen Menschen sind so wechselhaft wie am Hofe von Henri II. Junie findet genau wie ihre Mitschülerinnnen den Italienischlehrer, Nemours, sehr attraktiv. Aber…

Zum Abschluss am Montag, den 15. Februar um 20:00 Uhr Gérard Depardieu in der Hauptrolle als „Der Graf von Monte Christo“, (deutsche Fassung) von Josee Dayan nach dem Roman von Alexandre Dumas (Erster von vier Teilen 96 min.) mit Ornella Muti, Jean Rochefort, Pierre Arditi, Florence Darel. (Die drei übrigen Teile werden jeweils an den kommenden Montagen um 18 Uhr gezeigt)
Edmond Dantès hat bereits zwanzig Jahre im Château d’If als Gefangener verbracht, als ein Mitgefangener ihm erzählt, wo er einen Schatz finden könne. Es gelingt ihm zu fliehen und mit einer neuen Identität, nämlich als Graf von Monte Christo ein neues Leben zu beginnen…

Eintritt: 2,50 Schüler und Studenten/ 4.- Euro Verdienende / Filmtagepass (alle Filme) 8.- Euro Schüler/ 12.- Euro Verdienende.

Informationen im Internet unter www.kinowerkstatt.de

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