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Übersicht Kinowerkstatt – Programm vom 19. – 22. Februar

„La belle Personne“ – Original mit englischen UT
Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt am Freitag, den 19. Februar, um 19 Uhr noch einmal den Spielfilm „La Belle Personne – das schöne Mädchen“ (Frankreich 2008) von Christophe Honoré, Gilles Taurand mit Simon Truxillo, Jacob Lyon, Léa Seydoux, Agathe Bonitzer, Esteban Carvajal-Alegria, Louis Garrel. Er lief bereits bei den diesjährigen französischen Filmtagen. Es handelt sich dabei um eine freie Verfilmung des „Princesse de Clèves“-Themas.
Nach dem Tod ihrer Mutter wechselt die 16-jährige Junie mitten im Jahr die Schule und zieht zu ihrer Tante und ihrem Cousin Mathias nach Paris. Die zurückhaltende Junie wird von Mathias‘ Freunden, ihren neuen Mitschülern, mit offenen Armen empfangen. Während einer geschwänzten Physikstunde im Café Sully wird Junie bereits am ersten Schultag mit den komplizierten Beziehungsgeflechten der Gruppe konfrontiert: Catherine, die mit Henri zusammen ist, gesteht ihr eine Affäre mit Junies Cousin Mathias, Henris Schwester Marie hat eine heimliche Liaison mit dem jungen Italienischlehrer Nemours, Jacob rechnet sich Chancen bei der schönen Neuen aus und schlägt ihr vor, Fotos von ihr zu machen und ausgerechnet der schüchterne Otto gesteht Junie bereits am zweiten Schultag seine Liebe…

Buch und Film
Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt am Sonntag, den 20. Februar, um 16 Uhr, den ersten Teil von „Der Graf von Monte Christo“ von Josee Dayan nach dem Roman von Alexandre Dumas (Erster von vier Teilen 96 min.) mit Gérard Depardieu, Ornella Muti, Jean Rochefort, Pierre Arditi, Florence Darel, deutsche Fassung, der zweite teil läuft am Montag, den 21. Februar, um 20 Uhr.
Das Werk von Alexandre Dumas hat viele Künstler beeinflusst und wurde zu einem Klassiker der Weltliteratur. Die Geschichte spielt in der Zeit nach der Französischen Revolution in den Jahren 1814 bis 1838: Fast zwanzig Jahre hat Edmond Dantès schon unschuldig im Kerker von Chateau d’If zugebracht. Nachdem ihm ein Mitgefangener von einem riesigen Schatz erzählt hat, gelingt ihm die Flucht. In der Rolle des Grafen von Monte Christo kehrt er 1830 nach Paris zurück. Als er feststellt, dass seine damalige große Liebe einen anderen geheiratet hat, kennt er nur noch ein Ziel: Rache zu nehmen an denen, die sein Leben zerstört haben.
Abseits vom Actionkino und ungestört von Werbeunterbrechungen ist diese klassische Produktion ein gelungener, genussvoll anzusehender und rauschender Kostüm-, Mantel- und Degenfilm in dezenten Farben vor traumhaft schönen Landschaften und mit grandiosen Akteuren. Die Literaturverfilmung wurde an historischen Schauplätzen mit großem Aufwand gedreht, das Abenteuerliche und die Spannung des Romans bleiben erhalten. Weniger in Handlung und Aktion als vielmehr in den vielen, zum Teil brillant gespielten Dialogen werden Charakter, Moral, Loyalität, Recht, Gerechtigkeit sowie Intrige, Rache und Selbstjustiz mit psychologischem Feingefühl aufgezeigt und „hinterfragt“. Nahe an der Romanvorlage gehalten endet der Film nach einem unerbittlichen Feldzug in Versöhnung und Nachdenklichkeit.

Nachlese Max-Ophüls-Preis
In einer Nach-Nachlese des diesjährigen Max-Ophuels-Preis-Wettbewerbes zeigt die Kinowerkgstatt St. Ingbert am Wochenende am Samstag, den 19. Februar, um 21 Uhr, sowie am Sonntag, den 20. Februar um 20 Uhr den diesjährigen Gewinner des Publikumspreises und den Preisträger der Schülerjury „Bis aufs Blut“ (Deutschland 2009) von Oliver Kienle mit Jacob Matschenz, Burak Yigit, Manuellsen, Balder Beyer, Aylin Tezel. Das Hip-Hop Melodram „Bis aufs Blut – Brüder auf Bewährung“ ist der erste lange Spielfilm von Oliver Kienle.
Darin erzählt er eine Geschichte von Freundschaft, Jugendkriminalität, Verrat und Verantwortung: Tommy und Sule sind wie Brüder. Die Clique ist ihre Familie und eine Tuning-Werkstatt ihr größter Traum. Ihr Leben gleicht einer Party, bis Tommy wegen der gemeinsamen Dealerei für sechs Monate in den Jugendknast wandert. Obwohl er sich geschworen hat, keine Drogen mehr zu nehmen, sind seine alte Clique und sein bester Freund Sule sein einziger Rückhalt. Und der hat den Masterplan, um den Traum vom Tuningladen wahr werden zu lassen: Einen letzten großen Deal… Die Jury des Max Ophüls Preises lobte unter anderem die Glaubwürdigkeit des Milieus sowie „die große Energie, Leidenschaft und Freude am Erzählen, die in dem Film zu spüren ist“. Das Drehbuch von Oliver Kienle war 2009 bereits mit dem Thomas-Strittmatter-Preis ausgezeichnet worden. Der Film ist Oliver Kienles Abschlussfilm an der Filmakademie Baden-Württemberg und entstand als Koproduktion von CP Medien, der Filmakademie und dem SWR.

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