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Rotstift bremst Gebäudesanierung im Saarpfalz-Kreis

IG BAU befürchtet Rückgang der Wohnraumsanierungen im Saarpfalz-Kreis: Die von der Bundesregierung geplante Halbierung der KfW-Programme für energetische Gebäudesanierung wird nach Ansicht der IG BAU Saar-Trier für den heimischen Wohnungsmarkt negative Folgen haben. Dringend notwendige Modernisierungen von Häusern und Wohnungen würden dadurch ausgebremst.

„Die öffentliche Förderung hat vielen Haus- und Wohnungseigentümern in der Vergangenheit die Chance geboten, die eigenen vier Wände zu sanieren. Sie ist ein großer Anreiz gewesen, auch mit privatem Kapital in Energieeinsparung zu investieren“, so der Vorsitzende des IG BAU-Bezirkverbandes Saar-Trier, Heiner Weber. Allein im vergangenen Jahr seien durch das CO2-Gebäudesanierungsprogramm rund 1.150 Wohneinheiten im Saarpfalz-Kreis gefördert worden. Für die energetische Sanierung sind, nach Informationen der IG BAU, dafür rund 8 Millionen Euro an zinsgünstigen Krediten aus dem KfW-Programm in den Saarpfalz-Kreis geflossen.

„Die erfolgreiche Sanierungsbilanz des vergangenen Jahres im Saarpfalz-Kreis spricht für sich. Das wird leider nicht so bleiben. Denn die schwarz-gelbe Bundesregierung will den Fördertopf im laufenden Haushalt drastisch herunterfahren: Er soll von insgesamt 2,2 Milliarden Euro im letzten Jahr auf jetzt nur noch 1,1 Milliarden Euro halbiert werden“, sagt Weber. Mit weniger Geld und weniger Fördersicherheit werde es im Saarpfalz-Kreis zwangsläufig auch weniger Wohnraummodernisierungen geben. Weniger Aufträge für kleine und mittlere Handwerksbetriebe gefährden letztendlich auch bislang sichere Arbeitsplätze.

Es sei kontraproduktiv und ein vollkommen falsches Signal, bei erfolgreichen Programmen zur Energieeinsparung zu kürzen. Wer es mit dem Klimaschutz ernst meine, dürfe die Mittel nicht zurückfahren. Hier müsse aufgestockt werden. Die IG BAU appellierte an die für den Saarpfalz-Kreis verantwortlichen Bundestagsabgeordneten, es nicht bei den 1,1 Milliarden Euro im Haushalt zu belassen. Heiner Weber: „Noch ist Zeit, eine Fehlentscheidung zu korrigieren. Die endgültige Abstimmung über den Haushalt findet im Bundestag Mitte März statt.“

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