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Von jungen Talenten und „alten“ Hasen


Gitarrenland: Mit drei Konzerten endet das erstklassige Festival – Auftritte in Homburg, Reinheim und Kusel
Die Konzertreihe „Gitarrenland“ geht in ihrer letzte Runde. Am Wochenende vom 19. bis 21. März 2010 finden drei Konzerte statt, zwei davon im Saarpfalz-Kreis.
Am Freitag, 19. März 2010, gastiert ab 19.30 Uhr Carlos Bonell in der Aula des Christlichen Jugenddorfs in Homburg-Schwarzenacker. Carlos Bonell, einer der gefeierten Meistergitarristen unserer Zeit spielt ein Programm unter anderem aus Renaissance-Tänzen, den Queen „Guitar Rhapsodies“, Images of Spain von Isaac Albéniz und Stücken von Joaquín Rodrigo.
Bonell, geboren 1949 als Sohn spanischer Eltern in London, studierte am Royal College of Music und wurde dort 1972 zum Professor für Gitarre ernannt. Er konzertierte in der ganzen Welt und errang große Prominenz nicht zuletzt in der Zusammenarbeit mit weltbekannten Künstlern wie dem Gitarristen John Williams, seinem ehemaligen Lehrer, der Pianistin Alicia de la Rocha oder dem Ex-Beatle Paul McCartney, den er bei der Komposition eines Gitarrenkonzertes beriet.
Bonells Repertoire ist äußerst vielseitig und strebt nicht zuletzt künstlerischen Experimenten zu. So erzielt er zurzeit internationale Aufmerksamkeit mit seinem neuen Projekt „Queen Rhapsodies“, einer Komposition für Gitarre und Orchester über Themen der legendären Rock-Gruppe QUEEN. Neben seiner Tätigkeit auf den Bühnen internationaler Musikzentren widmet sich Bonell seiner ausgiebigen pädagogischen Arbeit und hilft jungen Talenten in der ganzen Welt bei der Vervollkommnung ihrer Fertigkeiten.
Das zweite Konzert ist am Samstag, 20. März, ebenfalls ab 19.30 Uhr in der Alten Kirche in Reinheim und steht unter dem Motto „Europäische Begegnungen – junge Virtuosen aus Polen und Frankreich“. Das Festival Gitarrenland versteht sich vor allem als Katalysator europäischer Kulturbegegnungen. So ist es nur folgerichtig, dass in Zusammenarbeit mit dem Verein „Begegnungen auf der Grenze“ ein Konzert mit jungen Talenten aus den Nachbarländern Polen und Frankreich angeboten wird, welches Gitarrenmusik aus beiden Nationen präsentiert.
Gäste sind drei junge Gitarrenvirtuosen, die Gebrüder Andrzej und Grzegorz Krawiec aus Polen und Giani Caserotto aus Frankreich. Die Gebrüder Krawiec treten seit 1996 als Duo gemeinsam auf. Sie spielen sowohl original geschriebene Musikstücke für Gitarrenduo, als auch eigenen Transkriptionen. Sie wurden mit einer Dotierung der Stadt Przemyśl ausgezeichnet, erhielten den Preis „Junge Artisten in Europa“ in Paderborn und eine Auszeichnung von der Organisation Children´s Fund.
Grzegorz Krawiec, geboren 1980 in Przemyśl (Polen), lernte klassische Gitarre unter der Leitung von Prof. Wojciech Mandzyn in der Musik Schule in Przemyśl. Im Jahr 2004 beendete er sein Studium an der Fryderyk Chopin Musik Akademie in Warschau bei Prof. Marcin Zalewski. Grzegorz ist Gewinner zahlreicher Gitarrenwettbewerbe in Polen und auch im Ausland. Er tritt sowohl in Europa, als auch in Nord- und Südamerika auf und spielt in großen Konzerthallen wie Polish Radio Concert Studio in Warschau, Polnische Nationale Philharmonische Warschau, Wiener Konzerthaus und Glenn Gould Studio in Toronto. Im Jahr 2005 erschien seine erste Solo CD „Reise – Podròż“ in MA Recordings. Diese befand sich in SoundStage! auf dem 12. Platz der besten CD´s des Jahres 2005.

Andrzej Krawiec wurde geboren am 28. November 1981 in Przemyśl (Polen). Mit 7 Jahren begann er, in der Musikschule in Przemyśl klassische Gitarre zu lernen. Im Jahr 2005 absolvierte er unter der Leitung von Prof. Joaquin Clerch die Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Seit kurzem studiert er an der Musik Akademie in Krakau bei Prof. Michał Nagy.
Der junge französische Gitarrist Giani Caserotto, geboren 1981, studierte Gitarre mit Professor Olivier Chassain, sowie Komposition und Improvisation am Conservatoire National Supérieur de Musique de Paris. Sein besonderes Interesse gilt der zeitgenössischen Musik. So spielte er bereits zahlreiche Uraufführungen von Werken französischer Komponisten. Sein musikalisches Universum ist weit: neben der klassischen Gitarre spielt er ebenso die E-Gitarre in verschiedenen Rock- und Jazzformationen. Als Komponist hat er einige Werke für Dokumentationen und Filmmusiken verfasst.
Das Abschlusskonzert von „Gitarrenland 2010“ ist dann am Sonntag, 21. März 2010, ab 17 Uhr auf der Burg Lichtenberg in Thallichtenberg bei Kusel
Im Rahmen des GITARRENLAND Festivals fand zum ersten Mal die EUROPEAN GUITAR ACADEMY statt, in der junge Musiker Gelegenheit zur Begegnung, Austausch und Zusammenarbeit mit Meistern an interessanten musikalischen Projekten finden sollen. Den Abschluss der Aktivitäten bildet ein „Concert Surprise”, ein vielseitigen und buntes Programm aus unterschiedlichsten Genres der Gitarrenmusik von der elisabethanischen Epoche bis zu Rock und anderer Musik der Gegenwart. Neben den beiden Hauptprotagonisten Carlos Bonell und Wolfgang Weigel wirken sowohl bekannte Musiker wie die Sopranistin Sabine Eichler, als auch einige „Meister von Morgen”, Teilnehmer der Workshops aus der Musikschule Kusel, aus Homburg und vom Konservatorium in Forbach mit. Ein spektakuläres musikalisches Ereignis für das Publikum, das auch viel musikalischen Spaß für die Mitwirkenden garantiert.
Karten für die Konzerte am 19., 20. und 21. März sind erhältlich über das Service-Büro der Kreisverwaltung Kusel, Telefon 0 63 81 / 4 24-4 12, Fax 0 63 81 / 4 24-1 93, Mail: Molz@gitarrenland.eu oder im Internet unter http://www.ticket-regional.de.
Zum Hintergrund von Gitarrenland: Kaum ein anderes Musikinstrument ist derart offen für alle Musikstile und passt sich an alle globalen Musiksprachen an wie die Gitarre. In fünf Jahrhunderten hat sie sich zu einem der ausdrucksstärksten Kulturträger entwickelt. In ihrer Universalität eignet sie sich einzigartig, die Einheit in der Vielfalt Europas zu repräsentieren. So waren sich dann auch der Landkreis Kusel, der Saarpfalz-Kreis und die Communauté d´ Agglomération de Forbach einig, dass es keine sinnfälligere Symbiose gibt als die zwischen der Großregion Westpfalz, Saarpfalz und Moselle mit ihrer menschlichen, geographischen und kulturellen Vielfalt und der Gitarre. So fand der Vorschlag einer Kooperation im Projekt Gitarrenland ungeteilte Zustimmung.
„Gitarrenland“ präsentiert Programme aus unterschiedlichsten Musikkulturen zwischen klassischer und populärer, historischer und zeitgenössischer Musik. Insbesondere die Gitarre im Ensemble mit Stimme und anderen Instrumenten steht im Vordergrund der Programme. Interpreten von internationalem Rang, anerkannte Virtuosen stellen sich neben begabten und interessanten Nachwuchskünstlern unseren Musikfreunden dar.

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