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Kampagne gegen unerwünschte Werbeanrufe

Lästige Anrufe der Verbraucherzentrale des Saarlandes mitteilen
Mit einer Umfrageaktion zu unerlaubten Werbeanrufen wollen die
Verbraucherzentralen auffällige Unternehmen stoppen und ihre Forderung nach
einer Verschärfung des gesetzlichen Schutzes der Betroffenen untermauern. Ab
sofort werden Hinweise zu unerwünschten Werbeanrufen in jeder
Beratungsstelle sowie auch online mit einem Beschwerdeformular unter
www.vz-saar.de erfasst.
Seit August 2009 müssen Firmen, die Werbeanrufe ohne ausdrückliche
Einwilligung der Verbraucher tätigen, mit Bußgeldern bis zu einer Höhe von
50.000 Euro rechnen. Die Rufnummer zu unterdrücken, ist nicht gestattet.
Firmen, die das nicht beachten, drohen Bußgelder bis zu 10.000 Euro.
Aktuelle Verbraucherbeschwerden zeigen jedoch, dass sich unseriöse Anrufer
durch die Androhung von Bußgeld nicht abschrecken lassen.
Ein großer Teil der bei der Verbraucherzentrale des Saarlandes eingehenden
Beschwerden stammt aus dem Bereich der Gewinnspielwerbung, meist in
Kombination mit untergeschobenen Verträgen und nicht legitimierten
Kontoabbuchungen.
Unerlaubte Telefonwerbung lässt sich nur dann wirksam unterbinden, wenn
sie sich für Anbieter nicht mehr lohnt, sagt Heike Linster von der
Verbraucherzentrale des Saarlandes. Die effektivste Maßnahme sei eine
gesetzlich vorgesehene schriftliche Bestätigung von am Telefon
abgeschlossenen Verträgen, so die Juristinerr weiter. Doch diese Forderung
der Verbraucherschützer wurde bisher vom Gesetzgeber nicht berücksichtigt.
Deshalb starten die Verbraucherzentralen jetzt eine bundesweite
Umfrageaktion. Beschwerden über Verstöße gegen das Verbot belästigender
Telefonwerbung können ab dem 22. März an jede Beratungsstelle der
Verbraucherzentrale des Saarlandes gemeldet oder online unter www.vz-saar.de in ein Beschwerdeformular eingetragen werden.
Zusätzlich liegen in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale des
Saarlandes entsprechende Beschwerdeformulare bereit, in denen die Eckdaten
des unerlaubten Anrufs eingetragen werden können. Jede einzelne Beschwerde,
sei es online über die Internetseite der Ver­braucherzentrale, telefonisch,
schriftlich oder persönlich in den Beratungs­stellen wird anonymisiert
erfasst und ausgewertet. Falls Verbraucher einverstanden sind, werden die
eingehenden Beschwerden auch dazu genutzt, gegen die Unternehmen juristisch vorzugehen. Dem Anliegen der Verbraucherzentralen, das Gesetz gegen unerlaubte Telefon­werbung erneut zu verschärfen und telefonisch beworbene Verträge erst nach schriftlicher Bestätigung wirksam werden zu lassen, könnte so deutlicher Nachdruck verliehen werden, erläutert Jürgen Zimper, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale des Saarlandes.

Weitere Informationen gibt es in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale:
Saarbrücken, Haus der Beratung, Trierer Straße 22, Telefon: 0681 / 50089
Dillingen, Merziger Straße 46, Telefon: 06831 / 97 65 65
Merzig, Bahnhofstraße 1, Telefon: 06861 / 54 44.

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1865–2017