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Welturaufführung in Sankt Ingbert

Mit Blasmusik bringt man traditionell die Bajuwaren in Verbindung, die mit Lederhose und Tuba auch vielfach das Bild der Deutschen in der Welt repräsentieren. Aber Blasmusik in Japan? Unmöglich, denkt manch einer spontan. Doch in Sankt Ingbert wird man am Sonntag, 28. März ab 17 Uhr das Gegenteil in der Stadthalle beweisen.

Dazu hat man das Sinfonische Blasorchester St. Wendel eingeladen, dessen Programm im Jahr 2010 unter dem Titel „Impressions of Japan“ steht .Damit öffnet sich die Formation unter der Leitung von Bernhard Stopp und Stefan Barth fremden Kulturkreisen und vermittelt den erstaunten Zuhörern in Sankt Ingbert eine ungewohnte Tonsprache .

Wie der Titel vermuten lässt, steht das ostasiatische Inselland im Focus der ersten Programmhälfte. Dort gibt es eine ebenso junge wie interessierte Blasmusikszene, die sich weitgehend an europäischen und amerikanischen Vorbildern orientiert. Dass daraus eine spannende Mischung aus Orient und Okzident wird, garantiert zum Beispiel die Fantasie über ein Japanisches Volkslied von Samuel R. Hazo. mit dem Titel „Gloriosa“ aus der Feder von Yasuhide Ito, das zu den wichtigsten Blasorchesterkompositionen aus Japan zählt. Das rund zwanzigminütige Werk handelt in drei Sätzen von der Christenverfolgung im Japan des 17. und 18. Jahrhunderts. Im Programmverlauf bleibt es spannend, etwa, wenn der amerikanische Komponist James Barnes in „Impressions of Japan“ seine Eindrücke aus zahlreichen Japanreisen verarbeitet.

Jazz als universelle Musiksprache des 20. Jahrhunderts steht im zweiten Teil des Programms im Mittelpunkt. Als Welturaufführung präsentiert das Orchester an diesem Abend zudem die „Rhapsodie für Klavier und Blasorchester“ des Sankt Ingberter Komponisten Everard Sigal, der dabei auch als Solist mitwirken wird. Sigal verspricht: „Die Kombination Blasorchester und Solo-Klavier ist sehr reizvoll und Werke dieser Art sind eher selten. Die Tonsprache ist spätromantisch und die Vorbilder vor allem Rachmaninov ,sind bewusst hörbar.“

Karten für das Konzert am 28. März, 17 Uhr, zum Preis von 10 Euro (ermäßigt 8 Euro) sind ab 1. März erhältlich bei Zigarren Bennung, der Infotheke des Bürgerservice-Centers im Rathaus sowie bei der Abteilung Kultur, Rickertstraße 30, 66386 St. Ingbert. Dort nimmt man unter der Telefon-Nummer 06894/13520 und unter Email musikschule@st-ingbert.de Vorbestellungen entgegen

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