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Wo kommen die Oster-Eier her?

Die Haltungsform und das Haltbarkeitsdatum sind nach Umfragen für die Verbraucher die wichtigsten Einkaufskriterien bei Eiern, so Barbara Schroeter von der Verbraucherzentrale Saarland. Gerade vor Ostern boomt der Absatz von Eiern, das Angebot ist groß. Angepasste Lagerhaltung und Importe decken den zusätzlichen Bedarf. Der Selbstversorgungsgrad ist nach dem früheren Aus der Käfighaltung in Deutschland auf ca. 55 % gesunken.
Während der Verbraucher bei frischen Eiern Haltungsform und Herkunftsland auf jedem Ei findet, sind bei gefärbten Eiern diese Angaben nicht Pflicht. Lediglich das Haltbarkeitsdatum findet man auf beiden Angebotsarten.
Bei frischen Eiern ist das Mindesthaltbarkeitsdatum festgelegt, es muss 28 Tage nach dem legen datiert sein. Bis spätestens 21 Tage nach dem Legen dürfen die Eier noch verkauft werden, der Verbraucher muss, so die Begründung, mindesten noch 7 Tage Zeit haben, die Eier zu verwenden. Die Angabe des Legedatums auf den Eiern ist freiwillig, gibt dem Verbraucher aber immer die Möglichkeit, das Alter des Eies zu erkennen, auch wenn es sich nicht mehr in der Ursprungsverpackung befindet. Eier sollten im Haushalt grundsätzlich im Kühlschrank gelagert werden.
Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums sollte man dann die Eier nur noch zu Gerichten verwenden, bei denen sie durchgegart werden.
Der Aufdruck des Erzeugercodes ist bei frischen Eiern Pflicht. Er besteht aus der Nummer der Haltungsform (0=Bio, 1=Freiland-, 2=Boden-, 3=Käfighaltung), – dem Ländercode (=Herkunftsland der Eier; beispielsweise DE für Deutschland) und – der Legebetriebs- bzw. Stallnummer: In Deutschland stehen die ersten beiden Ziffern dieser Nummer für ein Bundesland. Beispielsweise steht die 10 für das Saarland. Die weiteren Ziffern codieren die Stallnummer. Die Entschlüsselung des Erzeugercodes ist unter www.was-steht-auf-dem-ei.de für alle Eier aus europäischen Ländern möglich, die vom Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung (KAT) und der Gütegemeinschaft kontrolliert werden.
Übrigens müssen auch die Eier auf dem Wochenmarkt gekennzeichnet werden, so Schroeter. Wenn die Eier lose angeboten werden, muss auf einem separaten Schild erklärt werden, wie man den Code auf der Schale liest. Dazu sind die Händler gesetzlich verpflichtet.

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