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Samstag, 16. Dezember 2017 · wolkig  wolkig bei 3 ℃ · X-Mas Special: Night of the DJs im EventhausThemenabend in der Kinowerkstatt: Peter HandkeSt. Ingberter Jazzfestival 2018 – Early-Bird-Tickets!

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Übersicht Kinowerkstatt – Programm v. 16. – 19. April 2010

Im Rahmen des bundesweiten Filmfestivals „ueberMacht“ mit der Aktion Mensch und gesellschafter.de zeigt die Kinowerkstatt am Freitag, den 16. April, um 19 Uhr den Film „Gesetzgeber“ (Original: „State Legislature“) von Frederick Wiseman (USA 2006) in der englischen Originalfassung mit deutschen Untertiteln.
Kann man Demokratie filmen? Es geht! Frederick Wiseman, der legendäre Chronist der amerikanischen Gesellschaft, beweist es mit »Gesetzgeber«. Drei Monate im Jahr treffen die Abgeordneten des Landesparlaments von Idaho (USA) zusammen, um über neue Gesetze zu beraten. Den Rest des Jahres gehen sie ihrem Beruf nach, wie je der andere auch. Demokratie funktioniert hier anders: Direkter, weniger hierarchisch, offener – offen für Mitwirkung. Noch nie hat ein Film uns Demokratie als Prozess so faszinierend nahegebracht.

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Regisseur zu Gast in der Kinowerkstatt
Die Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zeigt am Samstag, den 17. April, um 20 Uhr den Film „Another Glorious Day“ (BRD 2008) In „Another Glorious Day“ widmen sich die Regisseurin Karin Kaper und Regisseur Dirk Szuszies dem Living Theatre und konzentrieren sich auf eines ihrer legendärsten Stücke: „The Brig“ – zu Deutsch der Bau, es behandelt die menschenverachtenden Zustände in einem Marinegefängnis. Dokumentiert wird die Wiederaufführung des Stücks 2008 in Berlin. Der Regisseur Dirk Szuszies aus Berlin ist am Samstag, den 17. April in der Kinowerkstatt zu Gast und steht für Fragen und Diskussion bereit. „Another Glorious Day“ ist ein aktuell spannendes Beispiel für die filmische Umsetzung eines pazifistischen Theaterstücks, ein faszinierender Dokumentarfilm. Es geht um Macht und Gewalt, um einen Zustand, der über das Gefängnis hinausweist und gesellschaftliche Strukturen offenbart, die auf solche Machtmechanismen aufbauen ( Filmecho, Kay Hoffmann)
„Ein hervorragend gedrehter Theaterfilm über politisch aufrüttelndes Theater. Eine Absage an Krieg und an alle Mechanismen, die ihn erzeugen.“ (Münchner Merkur, Christine Diller)
Dieser Dokumentarfilm bietet Einsichten, die es in sich haben. Living Theatre – der Name ist Programm: der Film zeigt, die Truppe überzeugt nicht nur auf den Brettern einer Bühne, sondern auch draußen auf der Straße, z. B. auf Staßenfesten – solche Auftritte haben die Filmemacher gekonnt in den Streifen eingeblendet ( Neues Deutschland, Walter Kaufmann)
„Ein hervorragend gedrehter Theaterfilm über politisch aufrüttelndes Theater. Eine Absage an Krieg und an alle Mechanismen, die ihn erzeugen.“ ( Münchner Merkur, Christine Diller)

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Friendship!
„Friendship!“ (Deutschland / USA 2009) von Markus Goller mit Matthias Schweighöfer, Friedrich Mücke, Alicja Bachleda, Kimberly J. Brown, Cameron Goodman, Kevin Rankin, Chris Browning, Todd Stashwick, Dwayne Adway – (FSK: ab 6 – Länge: 108 min. – Start: 14.1.2010) 35 mm Zelluloid läuft am Sonntag, den 18. April, und am Montag, den 19. April jeweils um 18 Uhr in der Kinowerkstatt St. Ingbert.
Deutschland, 1989: Die Mauer fällt, die Menschen jubeln, David Hasselhoff singt am Brandenburger Tor, und ganz Berlin ist eine einzige Party. Auch Veit (Friedrich Mücke) freut sich: Mit seinem Begrüßungsgeld will er nach San Francisco, zum westlichsten Punkt der Welt. Zumindest erzählt er das seinem besten Freund Tom (Matthias Schweighöfer), der prompt das große Abenteuer wittert und unbedingt mitkommen will.
Doch in Wahrheit sucht Veit seinen Vater, der in die Staaten ausgewandert ist, als Veit noch ein Kind war. Nur ein Bündel Postkarten, abgestempelt an Veits Geburtstag in einem Postamt in San Francisco, zeugen noch von dessen Existenz – Veit möchte unbedingt an seinem Geburtstag in 3 Wochen dort sein! Doch das Geld reicht nur bis New York, es ist bitterkalter Winter, und die Jungs kommen mit „Friendship!“, dem einzigen Wort auf Englisch, das sie beherrschen, auch nicht wirklich weiter …
Willkommen im Kapitalismus! Trucks statt Trabbis. Burger statt Broiler. Wolkenkratzer statt Plattenbau. Mittendrin: zwei weltmännische Ossis – vor ihnen 3.000 endlose Meilen bis nach San Francisco. FRIENDSHIP! ist eine Ost-West-Annäherung der etwas anderen Art, in der Matthias Schweighöfer („Keinohrhasen“) als Tom und Newcomer Friedrich Mücke als Veit zur absoluten Höchstform auflaufen: mitreißend als „Leningrader Hengste“ in einem Stripclub, herzerwärmend als Heimatfilmer wider Willen oder urkomisch als zertifizierte Mauersteinfälscher erobern sie Amerika und die deutschen Kinofans im Sturm.
Nicole Rodriguez (hr-online) lobt besonders die Darsteller. „Mit seinen beiden Hauptdarstellern hat Markus Goller einen guten Griff getan. Sie sind voll bei der Sache, mit hinreißender Spiellaune, die herüber kommt und ansteckend wirkt. Matthias Schweighöfer, schon einer der Routiniers unter den jungen deutschen Schauspielern, spielt Tom rotzig, trotzig, frech mit dem Herzen am rechten Fleck. Friedrich Mücke ist ein Newcomer, der dem stillen, introvertierten Tom Tiefgang verleiht und sich von Schweighöfer nicht an die Wand spielen lässt.“

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Hodder rettet die Welt im Familienkino
Im Familienkino am Sonntag, den 18. April, um 16 Uhr läuft der Film „Hodder rettet die Welt“ (Dänemark, 2002) von Henrik Ruben Genz mit Frederik Christian Johansen, Lars Brygman, Anders Lunden Kjelsen, Birthe Neumann, Maurice Blinkenberg u.a. (84 Min., ab 6 Jahren, FSK: o.A. (wertvoll))
Der Drittklässler Hodder lebt allein mit seinem Vater. Weil der nachts unterwegs ist um Reklameplakate zu kleben, ist Hodder oft allein zuhause. Um sich die Zeit zu vertreiben, flüchtet er sich in seine eigene Fantasiewelt. Eines Nachts erscheint Hodder eine Fee und bittet ihn, die Welt zu retten. Doch wie soll Hodder treue Mitstreiter für seine Mission finden, da er doch keine Freunde hat? Und wo soll er eigentlich mit der Rettung der Welt anfangen? Unterstützung findet Hodder schließlich bei Lola, der Frau ohne Nachnamen, Big Mac Johnson, einem reimenden Boxer und dem Südseehäuptling William Ludo…
Nach dem preisgekrönten Buch von Bjarne Reuter inszenierte der oscarnominierte Regisseur Henrik Ruben Genz ein sowohl lustiges als auch sensibel und liebevoll erzähltes Kinoerlebnis. Hodder rettet die Welt war in Dänemark der bisher erfolgreichste Kinderfilm des Jahres 2003. Hodder eröffnete im selben Jahr das Kinderfilmfest der Berlinale und gewann den Wettbewerb beim Buster-Kinderfilm Festival in Kopenhagen. Für den Titelsong konnte Gitte Hænning gewonnen werden.
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Filmklassiker neu sehen: „Spiel mir das Lied vom Tod“
Die hervorragende Besetzung und die ebenso exzellente Fotografie Tonino delli Collis machen „C’era una volta il West – Once upon a Time in the West“ zu einem besonderen Klassiker. „Spiel mir das Lied vom Tod“ (USA 1968, Regie: Sergio Leone, Drehbuch: Sergio Donati, Sergio Leone, Dario Argento, Bernardo Bertolucci, mit Henry Fonda als Frank, Claudia Cardinale als Jill McBain, Jason Robards als Cheyenne, Charles Bronson als Harmonica, Gabriele Ferzetti als Morton (railroad baron), 35 mm Zelluloid) läuft am Sonntag, den 18. April, um 20 Uhr in der Kinowerkstatt.
In diesem Klassiker des Western treffen Welten aufeinander, deren wahrer Charakter sich erst im Laufe des Films herauskristallisieren. Die Welt der Eisenbahn, die Welt des Westens (und des klassischen Westerns und seiner Dekonstruktion), die Welt der rohen Gewalt und die der Macht des Geldes.

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Filmklassiker neu sehen: „Der Elephantenmensch“ von David Lynch
In der Reihe der Filmklassiker ist am Montag, den 19. April, um 20 Uhr „Der Elephantenmensch“ von David Lynch. Ein Zirkus ist neu in der Stadt – und seine einzige Attraktion ist ein schrecklich deformierter Mensch, der aufgrund eines Aussehens nur als „Elefantenmensch“ (John Hurt) angekündigt wird. Dr. Frederick Treves (Anthony Hopkins), ein renommierter Chirurg und Anatomie-Professor, interessiert sich wissenschaftlich für das „Phänomen“ und schafft es, ihn seinem „Besitzer“ Bytes (Freddie Jones) abspenstig zu machen. Er beschäftigt sich näher mit dem Mann, der eigentlich John Merrick heißt und möchte ihn gerne „sozialisieren“.
Denn Merrick kann kaum ein Wort sprechen und alle anderen halten ihn für geistig zurückgeblieben. Zunächst auch Dr. Treves‘ Chef, Carr Gomm (John Gielgud), der zunächst wenig Verständnis dafür äußert, dass Dr. Treves diesen „unheilbar Kranken“ ein Zimmer im Krankenhaus gibt. Als Gomm aber sieht, mit welcher Vehemenz Bytes versucht, sein „Eigentum“ zurückzubekommen, hilft er, ihn zu beschützen. Und bald interessieren dich sogar prominente Persönlichkeiten wie die Schauspielerin Mrs. Kendal (Anne Bancroft) für den „Mensch hinter dem Tier“. Und Dr. Treves scheint mehr und mehr Erfolge zu haben …
David Lynch ist für seine sehr bizarren Filme bekannt. „Der Elefantenmensch“ war einer seiner ersten Filme, noch in seiner britischen Heimat, und ist von der Geschichte her – die übrigens auf Tatsachen beruht – sehr gradlinig angelegt und erzählt. Allerdings findet Lynch immer mal wieder Zeit in einem Schlenker das zu vertiefen, was wohl das eigentliche Thema des Films ist: Die Entwicklung, die sich in und mit Merrick, in seiner Psyche vollzieht. Das Ergebnis war überwältigend: Acht mal wurde der Film für den „OSACR“ nominiert – u.a. als „bester Film“, John Hurt für seine Darstellung der Titelfigur, Lynchs Regie und das Drehbuch. Erhalten hat der Film schließlich keinen einzigen „OSACR“.
Besprochen wird „Der Elephantenmensch“ im Filmkolleg mit Matthias Ziegler am Mittwoch, den 21. April, um 19:30 Uhr; alle sind eingeladen)

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