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Volkskrankheit Migräne – bis heute nicht heilbar – aber therapierbar

„Migräne wird als Krankheit und in Ihrer Bedeutung für unsere Gesellschaft und das Gesundheitswesen nach wie vor unterschätzt“, so Gesundheitsminister Josef Hecken. „Über 16 Millionen Menschen in Deutschland, überwiegend Frauen, leiden unter Migräne. Nicht nur Erwachsene sondern bereits viele Schulkinder sind von Migräne betroffen. Für die Kranken ist damit großes menschliches Leid verbunden.•Das Familienleben und die sozialen Kontakte werden erheblich beeinträchtigt. 15 Prozent aller Frauen und 5 Prozent der Männer werden von regelmäßigen Migräne-Attracken geplagt. Die meisten Migräne-Anfälle bekommend die Betroffenen zwischen ihrem 25. und 50. Lebensjahr. Deutlich zugenommen bei Kindern und Jugendlichen hat die Häufigkeit von Kopfschmerzen. Bundesweit sind nach aktuellen Schätzungen rund 3 Millionen Kinder betroffen.

Die Krankheit lässt sich bis heute nicht heilen – man kann lediglich den Attacken vorbeugen und die Schmerzen lindern. Dennoch spielt die Krankheit in der Wahrnehmung der Öffentlichkeit kaum eine Rolle. „Viele Betroffene scheuen sich, die nötige Hilfe zu suchen, weil sie fürchten, nicht ernst genommen oder gar als Simulanten abgetan zu werden. Mancher Kranke quält sich aus diesem Grund heute noch jahrelang, obwohl mit einer konsequent durchgehaltenen Kombination von Schmerztherapie und Anfallsprävention die Lebensqualität erheblich verbessert werden kann. Umso wichtiger ist es die Menschen für die Migräne zu sensibilisieren und umfassend zu informieren, so Hecken. Die volkswirtschaftlichen Schäden durch migränebedingten Arbeitsausfall und die finanziellen Belastungen für das Gesundheitswesen werden auf mehrere Milliarden Euro im Jahr geschätzt.

Migräne verursache oft stärkste Kopfschmerzen, die im Extremfall Tage andauern können. Zentrale Säule im Kampf gegen die Migräne ist eine zeitgemäße Schmerztherapie. Daneben kann nach den Worten Heckens jeder Betroffene etwas tun, um die Häufigkeit und Schwere von Migräne zu beeinflussen. Ein gesundheitsbewusster Lebensstil wirkt dem Entstehen von Migräneanfällen entgegen. Minister Hecken: „Kennt man die möglichen Auslöser der Migräne, helfen oft einfache Mittel beim Vorbeugen:• So sollten beispielsweise unregelmäßige Lebensweise, Hunger, Stress und spezielle Nahrungsmittel vermieden werden.• Entspannungstherapie und Stressabbau wirken vorbeugend gegen Kopfschmerzen. Auch Sport, insbesondere Ausdauersportarten wie Jogging können eine prophylaktische Wirkung haben.“

Weitere Informationen sind bei der Selbsthilfe im Saarland (KISS), Kaiserstraße 10, 66111 Saarbrücken, Tel. 0681-375738, sowie bei Selbsthilfegruppe der Migräneliga Saarbrücken, Frau Hannelore Fuchs, Tel. 0681-818309 erhältlich.

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