Nachrichten

Donnerstag, 22. Juni 2017 · leicht bewölkt  leicht bewölkt bei 20 ℃ · Schulanfängern das Leben „Fair-süßen“Protest der SPD-Ortsratsfraktion3. Aktionswoche „Das Saarland voller Energie“

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

Vorsicht beim Sammeln von Bärlauch – Hygiene beachten

Gesundheitsstaatsminister Josef Hecken mahnt deshalb zur Vorsicht beim Bärlauchsammeln. „Bärlauch wird in der Küche immer beliebter. Wer die Pflanze nicht absolut sicher bestimmen kann, sollte auf das Sammeln verzichten. Wichtiges Unterscheidungsmerkmal zu giftigen Pflanzen ist der typische knoblauchartige Geruch, den die Blätter beim Zerreiben verströmen“, machte Hecken deutlich.

Allerdings bleibe der Geruch lange an den Fingern haften und kann bei “Zerreibe-Tests“ an weiteren Blättern täuschen. Verwechslungsgefahr bestehe besonders mit den hochgiftigen Herbstzeitlosen oder mit Maiglöckchen. Neben Übelkeit, Erbrechen und Durchfall können diese auch lebensbedrohliche Wirkungen wie Herzrhythmusstörungen, Nierenversagen, Schock und Multiorganversagen verursachen. Von den 32 den süddeutschen Giftnotruf-Zentralen gemeldeten Vergiftungsfällen in den letzten zehn Jahren waren sechs tödlich verlaufen.

Wie bei Waldfrüchten generell, muss auch beim Bärlauchsammeln auf die richtige Hygiene geachtet werden: Bärlauch-Blätter müssen gut gewaschen und sollten über 70 Grad Celsius erhitzt werden, so Hecken. Bärlauch ist eine altbekannte Gemüse- und Gewürzpflanze mit hohem Vitamin C-Gehalt. Neben positiver Wirkungen besonders bei Verdauungsstörungen werden dem Bärlauch auch antibiotische und antimykotische Wirkungen zugeschrieben. Bärlauch, ein Zwiebelgewächs hat langgestielte, eher lanzenförmige Blätter; diese kommen meist dicht nebeneinander, aber einzeln aus dem Boden. Maiglöckchen haben dagegen meist zwei oder drei Blätter an kurzem Stiel und die Herbstzeitlose bildet mehrere Blätter an einem Stiel aus.

Im Saarland hilft in Vergiftungsfällen die Giftnotruf-Zentrale weiter; sie gibt konkrete Hinweise, was zu tun ist und können einschätzen, ob ein Arzt gerufen werden muss. Die Giftnotruf-Zentrale an der Universität des Saarlandes ist zu erreichen unter Tel. 06841-19240.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017