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10 Jahre Engagement für den Saarpfalz-Kreis

Seit nun mehr als 10 Jahren ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Saarpfalz in ihrer heutigen Struktur Ansprechpartner für Unternehmer und Existenzgründer im Saarpfalz-Kreis. Das nahmen die Verantwortlichen zum Anlass, einen Bericht über die Aktivitäten der letzten 10 Jahre zu erstellen. Dieser wurde am vergangenen Donnerstag in Bexbach vorgestellt.
Im Januar 1999 wurde die Wirtschaftsförderung Saarpfalz (WFG) in ihrer heutigen Form gegründet. Dabei war es erstmals gelungen, alle regionalen Banken des Kreises als Gesellschafter mit ins Boot zu nehmen. Gesellschafter bei der Wirtschaftsförderung Saarpfalz sind im Einzelnen der Saarpfalz-Kreis, die Kreissparkasse Saarpfalz, die Volksbank Saarpfalz eG, die VR Bank Saarpfalz eG sowie die Landesbank Saar Girozentrale.
Landrat Lindemann betonte jedoch, dass sich der Saarpfalz-Kreis nicht erst seit 10 Jahren in der Wirtschaftsförderung engagiert. Bereits seit über 40 Jahren sei der Kreis an Wirtschaftsförderungsgesellschaften der Region aktiv beteiligt.
Doris Gaa gab einen kurzen Überblick über die wesentlichen Inhalte der Broschüre. Die Geschäftsführerin sieht heute wie vor 10 Jahren die Hauptaufgabe der Wirtschaftsförderung in der Beratung und Betreuung von Existenzgründern und bestehenden Unternehmen. „Wir wollen die attraktive Infrastruktur unseres Kreises für Unternehmen ausbauen und unseren Bürgern Arbeits- und Ausbildungsplätze bieten“, erläuterte Doris Gaa.
Deshalb ist die Wirtschaftsförderungsgesellschaft Saarpfalz auch von Anfang an in der Saarland Offensive für Gründer (SOG) des Ministeriums für Wirtschaft und Wissenschaft engagiert. Gerade in Zeiten der Wirtschaftskrise seien mehr Gründungen im Land zu verzeichnen. Große Potentiale lägen hier noch in der Entwicklung des ländlichen Raumes. Doris Gaa erklärte „Wer sich in unserer Region selbständig gemacht hat, der geht so schnell auch nicht weg mit seinem Unternehmen und sorgt somit für neue Arbeitsplätze, stärkt die Kaufkraft und gibt der Wirtschaft neue Impulse“.
Ein weiterer Aufgabenschwerpunkt der WFG läge in der Entwicklung und Betreuung verschiedener Projekte. Als wichtigste nennt Doris Gaa hier den Saarpfalz-Park Bexbach und den Gesundheitspark St. Ingbert.
Seit 1999 wurden zahlreiche Unternehmer von der WFG betreut. Besonders interessant dabei ist, dass inzwischen fast die Hälfte aller Kontakte der WFG die Betreuung von Existenzgründern ausmacht. Derzeit ist gerade der Anteil der Menschen, die sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbständig machen, anhaltend hoch. Hier arbeitet die WFG eng mit der ARGE Saarpfalz, der Arbeitsagentur Neunkirchen/ Homburg und den Netzwerkpartnern der Saarlandoffensive für Gründer (SOG) zusammen, um die Gründern optimal zu begleiten. Etwa ein Drittel aller Gründer die die WFG betreut, starten ihre Gründung im Handwerksbereich. Weitere wichtige Branchen bei der Gründung sind die Bereiche Handel und Gesundheit.
„Durch die Erfassung all unserer Kontakte und deren statistische Auswertung, ergeben sich für die weitere Ausrichtung unserer Arbeit viele wichtige Hinweise“ erläutert Doris Gaa. So werden auch die Anfragen nach Gewerbeflächen genau festgehalten. Eine entsprechend nachfrageorientierte Planung wird darauf ausgerichtet. Rund zwei Drittel aller Grundstücksgesuche beziehen sich auf Geländegrößen bis 2.000 m². „Das heißt für uns, dass wir im Kreisgebiet weitere Flächen mit diesen kleinen Parzellengrößen anbieten müssen, um die Nachfrage zu befriedigen. Nur so können wir erreichen, dass auch unsere bereits ansässigen Firmen, die sich verändern möchten, am Standort bleiben.“ so Gaa weiter.
Mit dem Saarpfalz-Park Bexbach hat sich das Konzept bestätigt, Gewerbeflächen in kleinen Zuschnitten anzubieten. Innerhalb der letzten 10 Jahre hat es die WFG geschafft, die für die Saarpfalz-Park Bexbach GmbH hier die Geschäftsbesorgung macht, in dem ehemaligen Kasernengelände 78 Unternehmen mit nahezu 700 Mitarbeitern anzusiedeln
Für ihre zukünftige Arbeit baut Doris Gaa auf den gewonnen Erkenntnissen aus ihrer bisherigen Arbeit auf. So wünscht sie sich handwerkliche Gründerzentren im gesamten Kreisgebiet. „Gerade in der Förderung von Existenzgründern aus dem Handwerk sehe ich ein großes Potential für unsere Region.“ Im „Gründerkreis Saarpfalz“ gibt es bereits 6 Gründerzentren in Homburg, Bexbach und St. Ingbert. Diese sind gut ausgelastet, jedoch überwiegend auf die Bereiche Medizin, Dienstleistung und Handel ausgerichtet. Flächen für Gründer im Handwerk gibt es noch zu wenig, erläutert Doris Gaa.
Ein weiteres wichtiges wirtschaftliches Standbein sehen Doris Gaa und Clemens Lindemann in der Weiterentwicklung des Kreises als Gesundheitsstandort. Mit den Universitätskliniken in Homburg und dem Gesundheitspark in St. Ingbert mit dem Kreiskrankenhaus als Herzstück liegen hier im stetig wachsenden Gesundheitsmarkt noch erhebliche Möglichkeiten. Hier gebe es auch Gespräche mit der Geschäftsführung des Kreiskrankenhauses St. Ingbert.

Als dritten Schwerpunkt für die Arbeit der nächsten Jahre nennen die Verantwortlichen das Thema Standortmarketing – gerade auch im Hinblick auf die Biosphärenregion Bliesgau. „Wir haben im Saarpfalz-Kreis einen entscheidenden Standortvorteil. Die Region ist starker Wirtschaftsstandort und Freizeitregion in einem“ betont Landrat Lindemann. „Erhebliche Entwicklungspotentiale gibt es dabei sicherlich in der Biosphärenregion Bliesgau“ so Lindemann weiter. „Hier hat die Saarpfalz ein Alleinstellungsmerkmal, das seinesgleichen sucht. Mit dieser Auszeichnung gibt es sicherlich noch einige Potentiale, die man gerade im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region weiter ausbauen kann.“
Wer sich für den Geschäftsbericht interessiert, kann diesen bei der WFG Saarpfalz kostenlos anfordern, Telefon: (06826) 5202-0 oder per E-Mail: info@wfg-saarpfalz.de.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017