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Alena Wagnerová liest in der Stadtbücherei Sankt Ingbert

Sie stellt das Buch „Das Straßburger Münster oder Was hat ein Tscheche im Elsass zu suchen“ vor. Im Jahre 1939 reisten der tschechische Journalist und Literat Jirí Weil (1900-1959) und ein Freund durch das Elsass, um die Statuen des tschechischen Bildhauers Josef Brosch zu finden. Daraus entstand die kurze Erzählung „Das Straßburger Münster“. 66 Jahre später reist die im tschechischen Brünn geborene Publizistin und Schriftstellerin Alena Wagnerová ihrem Landsmann nach und macht sich auf die Suche nach dieser kleinen tschechischen Spur im Elsass. Sie rekonstruiert damit ein Stück Vergangenheit und begibt sich damit auf doppelte Spurensuche. Indem sie dem Verhältnis zwischen Dichtung und Wahrheit in Weils Erzählung nachgeht, sucht sie gleichzeitig die Wahrheit der literarischen Methode. „Wir verliebten uns in die Fakten und haben sie zur Literatur erkoren“, beschreibt sie selbst diesen Prozess. Am Ende finden sie und ihr Begleiter im verwilderten Obstgarten eines ehemaligen Diakonissinnenhauses „Die Statuen von Brosch“. Mit dieser Begegnung mit der elsässischen Geschichte werden viele Parallelen deutlich, die es zwischen den beiden Grenzländern Böhmen und Elsass gibt. Deshalb gibt es für einen Tschechen im Elsass durchaus etwas zu suchen – und zu finden.
Alena Wagnerová wurde 1936 im tschechischen Brünn geboren und ist dort aufgewachsen. Sie studierte Biologie, Pädagogik und Theaterwissenschaften. Seit 1969 lebt sie in Saarbrücken und Prag und arbeitet als Schriftstellerin, Übersetzerin und Herausgeberin. Zu ihren Publikationen zählen u. a. „Die Frau im Sozialismus“ (1974), „1945 waren sie Kinder. Flucht und Vertreibung im Leben einer Generation“ (1990), „Prager Frauen. Neun Lebensbilder (1995) , „Die Familie Kafka aus Prag (1997) und „Helden der Hoffnung – die anderen Deutschen aus den Sudeten“ (2008).
Das St. Ingberter Literaturforum lädt zu dieser Lesung in die Stadtbücherei Sankt Ingbert ein. Der Eintritt ist frei.

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