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Übersicht Kinowerkstatt – Programm 7.- 10. Mai 2010

„Zerrissene Umarmungen“
Mit einer wahrhaft filmreifen, dramatischen Liebesgeschichte kehrt der Meister des Melodrams, Pedro Almodóvar, zurück: Mit der großartigen Penélope Cruz steht wieder eine Frau im Zentrum seines virtuos verschachtelten Spiegelkabinetts, bei dem Realität und Fiktion immer wieder äußerst kunstvoll ineinander übergehen und miteinander verschmelzen. „Zerrissene Umarmungen“ (Spanien 2009 – Originaltitel: Los Abrazos Rotos) mit Penélope Cruz, Lluís Homar, Blanca Portillo, José Luis Gómez, Lola Dueñas, Rubén Ochandiano, Ángela Molina, Rossy de Palma – (FSK: ab 12 – Länge: 127 min. ) ist am Freitag, den 7. Mai, um 19 Uhr zu sehen.
Schon beim Casting für seinen neuesten Film verliebt sich der junge Regisseur Mateo Blanco (Lluís Homar) leidenschaftlich in die wunderschöne Hauptdarstellerin Lena (Penélope Cruz). Eine gefährliche Leidenschaft, denn Lena ist mit einem Bankier verheiratet, der jeden ihrer Schritte argwöhnisch überwachen lässt. Und auch Mateos treue Assistentin Judit (Blanca Portillo) reagiert eifersüchtig…

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Das deutsche Autorenkino hat einen seiner bekanntesten Filmemacher verloren: Werner Schroeter, Regisseur von Werken wie „Palermo oder Wolfsburg“,“Tag der Idioten“, „Malina“, „Diese Nacht“, ist im Alter von 65 Jahren gestorben. Die Kinowerkstatt zeigt am Samstag, den 8. Mai, um 21 Uhr „Palermo oder Wolfsburg“ (Deutschland, Schweiz, 1980), Regie Werner Schroeter, Drehbuch Werner Schroeter, Giuseppe Fava, Produktion Thomas Mauch, Eric Franck, Musik Alban Berg, Kamera Thomas Mauch, Schnitt Werner Schroeter, Besetzung: Nicola Zarbo, Otto Sander, Ida Di Benedetto, Magdalena Montezuma,Johannes Wacker, Antonio Orlando, Brigitte Tilg, Gisela Hahn, Harry Baer, Ula Stöckl..
Werner Schroeter gewann mit diesem Film den Goldenen Bären auf der Berlinale 1980.
Nicola ist 17 Jahre alt. Er kommt aus Sizilien und ist Sohn einer armen Familie. Deutschland soll für ihn das Land der unbegrenzten Möglichkeiten und vor allem das Land sein, das der Familie in Sizilien zu überleben hilft. Deshalb entschließt er sich nach Deutschland zu kommen. In Wolfsburg findet er Arbeit bei Volkswagen. Dort schließt er Freundschaft mit anderen Italienern, die ihm beibringen, wie er in der deutschen Gesellschaft am besten über die Runden kommt. Das Leben lässt sich im hohen Norden gut an für den jungen Nicola, der trotz sprachlicher Schwierigkeiten Fuß fassen kann. Er verliebt sich in das deutsche Mädchen Brigitte. Problematisch wird es, als Brigitte den in der Liebe unerfahrenen Nicola verlässt. Nicola ist aufgewachsen in sizilianischer Tradition und fühlt sich seiner Ehre beraubt. Nicola glaubt seine Nebenbuhler entdeckt zu haben und ersticht zwei Freunde von Brigitte.
Es kommt zum Prozess, den Nicola stumm über sich ergehen lässt. Er versteht zu wenig von der deutschen Sprache, um mitzubekommen, worum es eigentlich geht. Seine Verteidigerin möchte einen Freispruch. Erst zum Ende des Film gesteht Nicola seine Schuld ein und ergibt sich seinem Schicksal.
Schroeters eigenwilliger Film besteht aus drei stilistisch völlig unterschiedlichen „Akten“: Realistisches mischt sich mit opernhaften Elementen und satirischen Verzeichnungen bis zur surrealistischen Farce.

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Filmpreis in Silber für „Sturm“ von Hans-Christian Schmid
„Sturm“ (Deutschland / Dänemark 2009) – Regie: Hans-Christian Schmid – Darsteller: Kerry Fox, Anamaria Marinca, Stephen Dillane, Rolf Lassgård, Alexander Fehling, Kresimir Mikic, Tarik Filipovic (Prädikat: besonders wertvoll – FSK: ab 12 – Länge: 103 min.) ist am Samstag, den 8. Mai um 18 Uhr und am Sonntag, den 9. Mai, um 20 Uhr in der Kinowerkstatt zu sehen.
Gerade wurde „Sturm“ mit dem Deutschen Filmpreis in Silber als Bester Spielfilm, mit dem Preis für den Besten Schnitt (Hansjörg Weißbrich) und für die Beste Filmmusik: The Notwist, ausgezeichnet.
Hans-Christian Schmid ist es gelungen, nicht nur einen drängenden, politischen Film über Zivilcourage zu drehen, sondern auch einen spannenden Thriller, der die Zuschauer im Sturm erobert. (Brigitte)

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Birol Ünel, Sibel Kekilli in „Gegen die Wand“

Am Montag, den 10. Mai, um 20 Uhr läuft „Gegen die Wand“ (Deutschland 2003) von Fatih Akin mit Birol Ünel, Sibel Kekilli, Catrin Striebeck, Güven Kiraç, Meltem Cumbul, Hermann Lause, Cem Akin, Demir Gökgöl, Aysel Iscan, Mehmet Kurtulus, Adam Bousdoukos -(FSK: ab 12 – Länge: 121 min.)
„Sie können Ihrem Leben auch ein Ende setzen, ohne sich umzubringen“, flüstert der Arzt. Und Cahit, 40, der wegen eines Selbstmordversuchs in der geschlossenen Abteilung eines Krankenhauses liegt, weiß genau, was er damit meint: Er muss ein neues Leben beginnen. Auch wenn die Wut, die immer noch tief in seiner Seele sitzt, weiter danach schreit, mit Alkohol und Drogen betäubt zu werden.
Sibel – 20, schön, und wie Cahit türkischer Herkunft, aber in Hamburg aufgewachsen – liebt das Leben zu sehr, um eine anständige Muslimin zu sein. Um aus dem Gefängnis auszubrechen, das ihre streng gläubige und traditionsbewusste Familie um sie herum aufbaut, versucht sie, sich umzubringen. Doch sie überlebt.
Ihre einzige Chance, der Familie zu entfliehen, sieht Sibel darin, Cahit zu bitten, sie zu heiraten. Nach kurzem Zögern stimmt er zu. Vielleicht weil er weiß, dass er dadurch auch sich selbst retten kann. Vielleicht aber auch nur, um zumindest einmal in seinem Leben etwas Sinnvolles zu tun. So teilen sich die beiden eine Wohnung, doch kaum mehr.

Sibel kostet ihre neu gewonnene Freiheit voll aus, Cahit geht weiterhin mit seiner flüchtigen Bekanntschaft Maren ins Bett. Bis sich die Liebe langsam in sein Leben einschleicht. Er verliebt sich in Sibel – und findet wieder Freude am Leben, Kraft weiter zu machen. Sibel trifft sich weiterhin mit anderen Männern – bis sie merkt, dass auch sie sich in Cahit verliebt hat.

„Gegen die Wand“ wird im Rahmen des Filmkollegs „Filmklassiker neu sehen“ am Mittwoch, den 12. Mai, um 19.30 Uhr in Ausschnitten besprochen. Neueinsteiger sind willkommen: Schüler/Studenten, Vereinsmitglieder und ‚kunst umsunst‘ – Kartenbesitzer sind frei – der Kinowerkstattverein sponsert die Teilnehmergebühr. Einzelteilnahme: 4. – Euro!

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Im Familienkino: „Die unendliche Geschichte“
Am Sonntag, den 9. Mai, um 16 Uhr zeigt die Kinowerkstatt einen Klassiker, einen richtig schönen Film für die ganze Familie: „Die unendliche Geschichte“ von Wolfgang Petersen nach dem gleichnamigen Buch von Michael Ende.
Der zehnjährige Bastian Balthasar Bux flüchtet sich vor seinen gemeinen Klassenkameraden in eine verstaubte Buchhandlung. Dort fühlt er sich magisch zu einem Buch hingezogen: „Die Unendliche Geschichte“ lautet der Titel. Er nimmt das Buch einfach mit, verkriecht sich auf dem Schulspeicher und beginnt darin zu lesen.
Die spannenden Geschichten vom jungen Steppenreiter Atréju ziehen ihn sofort in ihren Bann. Und ehe er sichs versieht, ist Bastian mittendrin in Phantásien. Ausgerechnet er soll die Traumwelt vor dem „Nichts“ retten, das sie bedroht. Die Ursache für das „Nichts“ ist schnell gefunden: Phantásien ist die Welt der menschlichen Träume. Und da immer mehr Kinder einfach nicht mehr träumen, droht die wunderbare Welt mitsamt der sterbenskranken „Kindlichen Kaiserin“ für immer zu verschwinden.
Zum Glück sprüht Bastian geradezu vor Fantasie. So gelingt es ihm an der Seite von Atréju und dem Glücksdrachen Fuchur die ganze Welt wieder mit neuem Leben zu erfüllen. Doch mit jedem Wunsch verliert er eine Erinnerung an sein Zuhause. Und so stellt sich für Bastian die Frage: Kann er am Ende wieder zurück nach Hause finden?


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