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Kinowerkstatt – Programm

Gegen die Wand

Am Freitag, den 17. Mai, um 19 Uhr läuft „Gegen die Wand“ (Deutschland 2003) von Fatih Akin mit Birol Ünel, Sibel Kekilli, Catrin Striebeck, Güven Kiraç, Meltem Cumbul, Hermann Lause, Cem Akin, Demir Gökgöl, Aysel Iscan, Mehmet Kurtulus, Adam Bousdoukos -(FSK: ab 12 – Länge: 121 min.)

„Sie können Ihrem Leben auch ein Ende setzen, ohne sich umzubringen“, flüstert der Arzt. Und Cahit, 40, der wegen eines Selbstmordversuchs in der geschlossenen Abteilung eines Krankenhauses liegt, weiß genau, was er damit meint: Er muss ein neues Leben beginnen. Auch wenn die Wut, die immer noch tief in seiner Seele sitzt, weiter danach schreit, mit Alkohol und Drogen betäubt zu werden.
Sibel – 20, schön, und wie Cahit türkischer Herkunft, aber in Hamburg aufgewachsen – liebt das Leben zu sehr, um eine anständige Muslimin zu sein. Um aus dem Gefängnis auszubrechen, das ihre streng gläubige und traditionsbewusste Familie um sie herum aufbaut, versucht sie, sich umzubringen. Doch sie überlebt.
Ihre einzige Chance, der Familie zu entfliehen, sieht Sibel darin, Cahit zu bitten, sie zu heiraten. Nach kurzem Zögern stimmt er zu. Vielleicht weil er weiß, dass er dadurch auch sich selbst retten kann. Vielleicht aber auch nur, um zumindest einmal in seinem Leben etwas Sinnvolles zu tun. So teilen sich die beiden eine Wohnung, doch kaum mehr.
Sibel kostet ihre neu gewonnene Freiheit voll aus, Cahit geht weiterhin mit seiner flüchtigen Bekanntschaft Maren ins Bett. Bis sich die Liebe langsam in sein Leben einschleicht. Er verliebt sich in Sibel – und findet wieder Freude am Leben, Kraft weiter zu machen. Sibel trifft sich weiterhin mit anderen Männern – bis sie merkt, dass auch sie sich in Cahit verliebt hat.

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13 Semester
Die Kinowerkstatt St. Ingbert zeigt am Freitag, den 14. Mai, um 21.45 Uhr und am Samstag, den 15. Mai, um 21 Uhr „13 Semester“, eine Komödie über die akademische Elite von morgen (oder wahlweise angehende Taxifahrer), die äußerst authentisch herüberkommt. (Deutschland 2008 – Regie: Frieder Wittich – Darsteller: Max Riemelt, Alexander Fehling, Robert Gwisdek, Claudia Eisinger, Amit Shah, Maria Vogt, Daniel Zillmann, Ole Spörkel, Cyril Sjöström – Prädikat: wertvoll – FSK: ohne Altersbeschränkung – Länge: 102 min.)
Nach bestandenem Abitur zieht Moritz, genannt Momo, freudig zum Studium nach Darmstadt. Doch zunächst laufen die Dinge überhaupt nicht nach Plan: Bei der Wohnungssuche ist er ebenso glücklos wie in punkto neuer Freundschaften und auch die Wirtschaftsmathematik hat er sich leichter vorgestellt. Doch dann wendet sich das Blatt. In Bernd, der bereits fünf Semester ohne allzu viel Stress hinter sich gebracht hat, findet er einen erfahrenen Mitbewohner und in Kerstin (vorerst) die Frau seiner Träume.

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Babel – einer der besten Filme von 2006

„Babel“ (USA 2006) von Alejandro Gonzalez Inarritu mit Brad Pitt (Richard), Cate Blanchett (Susan), Said Tarchani (Ahmed), Gael Garcia Bernal (Santiago), Adriana Barraza (Amelia), Elle Fanning (Debbie), Nathan Gamble (Mike), Robert Esquivel (Luis), Koji Yakusho (Yasujiro), Rinko Kikuchi (Chieko) steht am Sonntag, den 16. Mai und am Montag, den 17. Mai, jeweils um 20 Uhr auf dem Programm der Kinowerkstatt St. Ingbert.

Ein Schuss in der Wüste von Marokko ist das auslösende Moment einer ganzen Kette von Ereignissen, die vier Schicksale von unterschiedlichen Menschen auf drei Kontinenten miteinander verbindet: Da ist ein amerikanischer Tourist, der in Marokko um das Leben seiner schwer verletzten Frau kämpft. Ein mexikanisches Kindermädchen, das verzweifelt versucht, die Grenze mit ihren beiden amerikanischen Schützlingen zu überqueren. Ein taubstummer japanischer Teenager, der gegen den eigenen Vater und dessen mysteriöse Vergangenheit rebelliert. Und zwei kleine Jungs auf der Flucht vor der eigenen Verantwortung. Geschichten und Schicksale, die nur scheinbar keine Verbindung haben.
Der Titel ist Programm: In ‚Babel‘ geht es Regisseur Alejandro González Iñárritu um nichts weniger als die Sprach- und Verständnislosigkeit der Menschen untereinander. Es ist ein weiterer Beweis für seine außergewöhnliche Begabung, dass er trotz dieses theorielastigen Ansatzes alles andere als einen blutleeren Film gedreht hat. Für seine meisterhafte Regie wurde Inarritu zu Recht mit dem Regiepreis des Filmfestivals von Cannes 2006 ausgezeichnet. Jetzt ist vier Jahre später sein neuer Film im Wettbewerb der Filmfestspiele zu sehen.

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„Momo“ von Michael Ende

Momo (Deutschland/Italien 1986), Regie Johannes Schaaf, Drehbuch Johannes Schaaf, Rosemarie Fendel, Michael Ende, Marcello Coscia. Mit Radost Bokel, Leopoldo Trieste, Bruno Stori, Armin Mueller-Stahl, John Huston, Mario Adorf. 100 Minuten FSK freigegeben ab 6 Jahren, Filmmusik Angelo Branduardi.

“Momo” ist ein intelligentes und einfallsreiches Märchen aus der Feder von Michael Ende, der besonders für seine Kinder- und Jugendbücher berühmt wurde.
Ganz alleine lebt das Waisenkind Momo in einer kleinen Stadt, in der geheimnisvolle graue Herren immer stärker die Macht übernehmen (!) und den Menschen ihre kostbare Lebenszeit stehlen. Sie sind von der ‚Zeit-Sparkasse‘ und überreden die Menschen dazu, nur noch effizient zu sein, indem sie sich nicht mehr Zeit für Freunde, für die schönen Dinge des Lebens und für die Liebe nehmen. Gemeinsam mit der klugen Schildkröte Kassiopeia nimmt Momo den Kampf gegen die Zeitdiebe auf. Sie macht sich auf die schwierige Reise in das Reich des Meister Hora, dem Hüter der Zeit. Nur er kann ihr helfen, die grauen Herren zu besiegen. Momo wird von dem weisen Mann auf ihre große Aufgabe vorbereitet. Doch als sie in die Welt der Menschen zurückkehrt, ist es fast schon zu spät: Die grauen Herren haben die Bewohner ihrer Stadt bereits fest im Griff. Aber Momo gibt nicht auf, und mit einer gewagten List stellt sie sich den finsteren Gestalten entgegen…
Nach der Geschichte von “Momo” verfallen geneigte Zuschauer sicherlich in interessante Grübeleien – über die heutige Gesellschaft und deren Umgang mit Geld, über das Phänomen der Zeit und über das Streben nach Gewinn und Effizienz. Egal, für welche Gedankenwelt sich der Zuschauer jedoch entscheiden mag, der Film wirkt optisch und inhaltlich nach und stimmt einen sowohl nachdenklich als auch glücklich.

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