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Politische Unruhen in Bangkok, Streiks in Griechenland

Wegen politischer Unruhen in Thailand rät das Auswärtige Amt derzeit von Reisen nach Bangkok dringend ab. Während die Tourismusregionen im Süden des Landes von dem Sicherheitshinweis noch nicht erfasst sind, werden Urlauber bei Reisen in den Norden zu besonderen Vorsicht angehalten.

Der Aufenthalt in Bangkok soll vermieden werden. Flug-/Pauschalreisen in die Region können nach Ansicht der Verbraucherzentrale des Saarlandes e.V. ohne Kostenfolgen und entsprechende Rückerstattungsansprüche storniert oder umgebucht werden.

Pauschalreisende sollten sich regelmäßig vor Reiseantritt mit dem Auswärtigen Amt in Berlin, Tel.-Nr.: 03018 / 17-2000 oder unter deren Homepage << auswaertiges-amt.de/diplo/de/LaenderReiseinformation.jsp >> in Verbindung setzen und den aktuellen Stand abfragen , ebenso Nur-Flugreisende, die mit dem gebuchten Hotel zusätzlich Rücksprache halten müssen. Die Dauer der Beeinträchtigungen sind nicht abzuschätzen, die amtlichen Bekanntmachungen der Behörde sind maßgebend für Regressansprüche.

Fallen Teilleistungen einer Pauschalreise aus, sollen Minderungsansprüche gegen den Reiseveranstalter geltend gemacht werden, dies nach vorheriger Bestätigung durch die Reiseleitung vor Ort zu Beweissicherungszwecken.

Aufgrund der ausgerufenen flächenabdeckenden Streikaufrufe in Griechenland ist auch dort der Flugbetrieb empfindlich getroffen, Beamte der Zivilen Luftfahrt wie der Flugsicherung als auch die Fluglotsen werden sich der Streikaufforderung anschließen.

Reisende sollen unbedingt mit dem Reiseveranstalter und/oder der Fluggesellschaft Kontakt aufnehmen, ggfls. können auch über das Auswärtige Amt Informationen eingeholt werden.

Bei Vorliegen der Voraussetzungen wird in beiden Fällen die Kündigung nach § 651 j Abs. I BGB der Pauschal-/Flugreise gerechtfertigt sein, da <> Einfluss auf die Luftfahrt beziehungsweise die Pauschalreisen genommen wird, die diese empfindlich beeinträchtigen.
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Damit einhergehende Mehrkosten zum Beispiel für den Rücktransport oder sonstige Beeinträchtigungen aus und in Verbindung mit dem Abbruch der Reise, sind von den Parteien je zur Hälfte aufzubringen, wobei allerdings der Reiseveranstalter im Rahmen seiner Schadensminderungspflicht die Rückverbringung kostenneutral zu handhaben haben wird.

Ein Kündigungsrecht besteht für den Reisenden überdies auch, wenn der Urlaub aus den vorgenannten Umständen beruhend überhaupt nicht oder nur mit erheblichen Einschränkungen und Beeinträchtigungen angetreten werden kann.

Pauschalreisende, die sich bereits in den Krisengebieten befinden, sind aufgrund der Fürsorgepflichten der Veranstalter weitgehend geschützt, für Unterkunft, Verpflegung und/ oder alternativen zügigen Rücktransport hat dieser zu sorgen.

Pauschalreisende sollten nicht mit weiteren Kosten belastet sein. Jeder Einzelfall bedarf allerdings der Prüfung, um die Rechtspositionen der Betroffenen zu beurteilen. Wichtig ist für eine beweissichernde Dokumentation vor Ort zu sorgen, entstehende Mehrkosten sich quittieren lassen.

Reisende, die am Flughafen vor Ort festsitzen, haben Anspruch auf Betreuungsleistungen wie Verpflegung/ Unterkunft/ Telefon und sonstigen Kontaktaufnahmen zu Familienangehörigen und institutionellen Einrichtungen –entsprechend der EU Fluggastrechtverordnung 261/04, die jedoch nicht für den Fähr-/Schiffsbetrieb gilt, diese Passagiere, die am Hafen festsitzen, haben sich selbst zu versorgen und auch keinen Anspruch auf Unterbringung.;

Die Verbraucherzentrale des Saarlandes e. V. bietet im Bereich der Fachabteilung Mobilität eine umfassende Beratung zu allen in Zusammenhang mit den reiserechtlichen Folgen stehenden Problemen an, neben der Möglichkeit der Inanspruchnahme der Hotline dienstags von 08:30-12:00 unter der Rufnummer: 0681 / 9.45.61.57, ansonsten zu den üblichen Öffnungszeiten über die Zentralrufnummer: 0681 / 5.00.89-0.

Verbraucherzentrale des Saarlandes e.V.
Tomas Weis Rechtsanwalt
Fachbereich Verbraucherrechte
Fachbereich Mobilität
Fachbereich: Klimaprojekt

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