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JuLis St.Ingbert kritisieren die beabsichtigte Reduzierung des Politikunterrichts am Gymnasium

Jeder politische Handlungsträger erhält seine Legitimation aus der Wahl durch mündige Bürger. Diese politische Mündigkeit kann aber nur erlangen, wer durch ausreichenden Politikunterricht unterstützt zur eigenständigen Urteilsbildung befähigt wird. Wer nur ein Jahr in seiner Schulzeit Politikunterricht hatte, kann daraus kaum etwas mitnehmen und wird dann, wenn dieser optional ist, kaum ausreichend motiviert sein, tatsächlich weiterhin Politikunterricht zu wählen.
Kesslers Forderung, den verbindlichen Politikunterricht nur auf 3 Stunden in der Klasse 9 zu reduzieren, behindert die Möglichkeit zur politischen Bildung und gefährdet damit die Legitimation und in letzter Konsequenz langfristig den Bestand des demokratischen Systems.

Die Erweiterung auf vier Stunden in Klasse 10 würde eine intensivere Auseinandersetzung mit politischen Entscheidungsprozessen und Übung der Urteilsbildung ermöglichen und damit die Entwicklung zum kritischen, mündigen Bürger befördern, gleichzeitig auch der verbreiteten Politikverdrossenheit entgegenwirken.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017