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Bundesweite Umfrage zu Passagier-Rechten im Flugverkehr

Flugreisende haben ab sofort die Möglichkeit, bei einer Online-Umfrage der Verbraucherzentralen über ihre Erfahrungen im Umgang und mit der Inanspruchnahme von Fluggastrechten zu berichten. Betroffene können im Internet mitteilen, wie Fluggesellschaften mit Mängelansprüchen ihrer Passagiere umgehen. „Die Rechte der Fluggäste dürfen nicht nur auf dem Papier stehen. Wir werden prüfen, wie sie in der Praxis angewendet werden, und wenn nötig Verbesserungen durchsetzen“, sagte Julia Klöckner, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesverbraucherschutzministerin, bei der Vorstellung der Umfrage-Aktion am Dienstag in Berlin.
Ob Verspätungen, Flugausfälle, Überbuchungen oder andere Mängel wie z.B. Fluglotsenstreits oder aktuell: Luftraumstörungen und politische Unruhen – bei derartigen Beeinträchtigungen des Flugverkehrs bleiben Reisende oft nicht nur an Flughäfen, sondern auch auf Zusatzkosten sitzen, so Jürgen Zimper, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale des Saarlandes. Zwar haben Betroffene bei Verspätung und Flugausfall Ansprüche auf Betreuung und in bestimmten Fällen auf Entschädigung, vorübergehende Unterbringung u.ä. doch dazu müssen sie ihre Rechte kennen und durchsetzen.
Mit der praktischen Umsetzung der Fluggastrechte scheint es jedoch immer wieder Probleme zu geben. Airlines und Reiseveranstalter verschanzen sich hinter unpräzisen Störungsangaben und entziehen so den Verbrauchern die Möglichkeit, ihre Rechte durchzusetzen oder erstatten im Durchschnitt nur ca. 56 % der Ansprüche lt. Insiderangaben, also völlig unzureichende anteilige Flug-/Nebenkosten, zurück – darüber hinausgehende Schadensersatzforderung i.d.R. nur marginal, so Tomas Weis, Jurist der Verbraucherzentrale des Saarlandes, Fachbereich Verbraucherrechte / Mobilität.
Die Neuregelung der EU-VO 261/04 fasst auf dem Papier klare Definitionen der Fluggastrechte zusammen – so Weis – die Realität sieht jedoch anders aus, insbesondere bei Pauschalreisen oder ausländischen Fluggesellschaften.
Klarheit soll nun eine Online-Umfrage der Verbraucherzentralen bringen, in der Flugreisende bis Ende September im Internet unter www.verbraucherzentrale.de berichten können, mit welchen Mängeln sie es konkret zu tun hatten, ob sie Ansprüche an Fluggesellschaften gestellt haben und wie diese damit umgegangen sind. Auch nützliche Informationen über die Rechte der Flugreisenden sind unter dieser Internetadresse zu finden.
Die Ergebnisse der vom Bundesverbraucherschutzministerium finanzierten Umfrage werden im Herbst der Öffentlichkeit vorgestellt.
Weitere Informationen sowie persönliche Beratungen zu Fluggastrechten bietet die Verbraucherzentrale in Saarbrücken, Trierer Straße 22 an. Telefon: 0681 / 50089 – 0.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017