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Übersicht Kinowerkstatt – Programm v. 21. – 24. Mai 2010

Babel
Einer der besten Filme von 2006 ist „Babel“ – am Freitag, den 21. Mai, um 19 Uhr in der Kinowerkstatt St. Ingbert, Pfarrgasse 49, zu sehen.
„Babel“ (USA 2006) von Alejandro Gonzalez Inarritu mit Brad Pitt (Richard), Cate Blanchett (Susan), Said Tarchani (Ahmed), Gael Garcia Bernal (Santiago), Adriana Barraza (Amelia), Elle Fanning (Debbie), Nathan Gamble (Mike), Robert Esquivel (Luis), Koji Yakusho (Yasujiro), Rinko Kikuchi (Chieko)
Ein Schuss in der Wüste von Marokko ist das auslösende Moment einer ganzen Kette von Ereignissen, die vier Schicksale von unterschiedlichen Menschen auf drei Kontinenten miteinander verbindet: Da ist ein amerikanischer Tourist, der in Marokko um das Leben seiner schwer verletzten Frau kämpft. Ein mexikanisches Kindermädchen, das verzweifelt versucht, die Grenze mit ihren beiden amerikanischen Schützlingen zu überqueren. Ein taubstummer japanischer Teenager, der gegen den eigenen Vater und dessen mysteriöse Vergangenheit rebelliert. Und zwei kleine Jungs auf der Flucht vor der eigenen Verantwortung. Geschichten und Schicksale, die nur scheinbar keine Verbindung haben.
Der Titel ist Programm: In ‚Babel‘ geht es Regisseur Alejandro González Iñárritu um nichts weniger als die Sprach- und Verständnislosigkeit der Menschen untereinander. Es ist ein weiterer Beweis für seine außergewöhnliche Begabung, dass er trotz dieses theorielastigen Ansatzes alles andere als einen blutleeren Film gedreht hat. Für seine meisterhafte Regie wurde Inarritu zu Recht mit dem Regiepreis des Filmfestivals von Cannes 2006 ausgezeichnet. Jetzt ist vier Jahre später sein neuer Film im Wettbewerb der Filmfestspiele zu sehen.

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13 Semester
Am Sonntag, den 23. Mai, um 20 Uhr läuft die Studentenkomödie „13 Semester“
(Deutschland 2008 – Regie: Frieder Wittich – Darsteller: Max Riemelt, Alexander Fehling, Robert Gwisdek, Claudia Eisinger, Amit Shah, Maria Vogt, Daniel Zillmann, Ole Spörkel, Cyril Sjöström – Prädikat: wertvoll – FSK: ohne Altersbeschränkung – Länge: 102 min.)
„13 Semester“, eine Komödie über die akademische Elite von morgen (oder wahlweise angehende Taxifahrer), die äußerst authentisch herüberkommt.
Nach bestandenem Abitur zieht Moritz, genannt Momo, freudig zum Studium nach Darmstadt. Doch zunächst laufen die Dinge überhaupt nicht nach Plan: Bei der Wohnungssuche ist er ebenso glücklos wie in punkto neuer Freundschaften und auch die Wirtschaftsmathematik hat er sich leichter vorgestellt. Doch dann wendet sich das Blatt. In Bernd, der bereits fünf Semester ohne allzu viel Stress hinter sich gebracht hat, findet er einen erfahrenen Mitbewohner und in Kerstin (vorerst) die Frau seiner Träume.
Schnitt.de schreibt: „…Und der Film ist erfreulicherweise deutlich weniger Komödie, als das Werbematerial suggerieren möchte. Vielmehr eine Coming-of-Age-Geschichte mit humoristischem Einschlag, ein gut gelauntes Drama um das Erwachsenwerden….Der Film bringt die typischen Vor- und Nachteile eines Kinodebüts mit sich: Eine frische Sicht der Dinge und schlecht sitzende Perücken. Unreflektierte Klischees treffen auf deren gutgelaunte Verweigerung anderenorts. Die Dramaturgie holpert etwas. Einige Gags zünden. Andere nicht. Und dennoch ist das Ding an sich grundsympathisch.“

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„Momo“ im Familienkino
Im Familienkino asm Sonntag, den 23. Mai, ist um 16 Uhr „Momo“ (Deutschland/Italien 1986), Regie Johannes Schaaf, Drehbuch Johannes Schaaf, Rosemarie Fendel, Michael Ende, Marcello Coscia. Mit Radost Bokel, Leopoldo Trieste, Bruno Stori, Armin Mueller-Stahl, John Huston, Mario Adorf. 100 Minuten FSK freigegeben ab 6 Jahren, Filmmusik Angelo Branduardi) zu sehen.
“Momo” ist ein intelligentes und einfallsreiches Märchen aus der Feder von Michael Ende, der besonders für seine Kinder- und Jugendbücher berühmt wurde.
Ganz alleine lebt das Waisenkind Momo in einer kleinen Stadt, in der geheimnisvolle graue Herren immer stärker die Macht übernehmen (!) und den Menschen ihre kostbare Lebenszeit stehlen. Sie sind von der ‚Zeit-Sparkasse‘ und überreden die Menschen dazu, nur noch effizient zu sein, indem sie sich nicht mehr Zeit für Freunde, für die schönen Dinge des Lebens und für die Liebe nehmen. Gemeinsam mit der klugen Schildkröte Kassiopeia nimmt Momo den Kampf gegen die Zeitdiebe auf. Sie macht sich auf die schwierige Reise in das Reich des Meister Hora, dem Hüter der Zeit. Nur er kann ihr helfen, die grauen Herren zu besiegen. Momo wird von dem weisen Mann auf ihre große Aufgabe vorbereitet. Doch als sie in die Welt der Menschen zurückkehrt, ist es fast schon zu spät: Die grauen Herren haben die Bewohner ihrer Stadt bereits fest im Griff. Aber Momo gibt nicht auf, und mit einer gewagten List stellt sie sich den finsteren Gestalten entgegen…
Nach der Geschichte von “Momo” verfallen geneigte Zuschauer sicherlich in interessante Grübeleien – über die heutige Gesellschaft und deren Umgang mit Geld, über das Phänomen der Zeit und über das Streben nach Gewinn und Effizienz. Egal, für welche Gedankenwelt sich der Zuschauer jedoch entscheiden mag, der Film wirkt optisch und inhaltlich nach und stimmt einen sowohl nachdenklich als auch glücklich.

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„Sin City“
Am Montag, den 24,. Mai, um 20 Uhr ist im Rahmen des Filmkollegs „Klassiker neu sehen“ „Sin City“ (USA 2005) von Robert Rodriguez mit Bruce Willis, Clive Owen, Jessica Alba, Rosario Dawson, Benicio Del Toro, Mickey Rourke, Brittany Murphy, Elijah Wood, Josh Hartnett, Jaime King – FSK: keine Jugendfreigabe – Länge: 124 min. FSK ab 18. -Sin City ist eine Adaption des gleichnamigen Comics von Frank Miller aus dem Jahr 2005. Regie führten Robert Rodriguez und Frank Miller. Der Film begleitet diverse Charaktere auf ihrem brutalen Alltag in der fiktiven Stadt Basin City. Die Handlung wird in mehreren übernatürlichen Geschichten erzählt, die weitgehend unabhängig voneinander sind.
Willkommen in Sin City. Diese Stadt begrüßt die Harten, die Korrupten, die mit den gebrochenen Herzen. Manche nennen sie düster. Hartgesotten. Dann gibt es andere, die sie ihr Zuhause nennen. Korrupte Cops. Sexy Huren. Lügende und prügelnde Bischöfe. Verzweifelte Wachleute. Einige suchen Rache. Andere dürstet es nach Erlösung. Und dann gibt es noch solche, die ein bisschen was von beidem haben wollen. Ein Universum voller unwahrscheinlicher und zögerlicher Helden, die immer noch das Richtige tun wollen, obwohl es der Stadt längst völlig egal ist.
Zwar gibt es einen ehrlichen Bullen (Bruce Willis), der ein heranwachsendes Mädchen (Jessica Alba) von einem Pädophilen schützen will, dazu ein Duell zwischen einem Schläger (Mickey Rourke) und einem kannibalistischen Psychopathen (Frodo-Darsteller Elijah Wood) und zu guter Letzt das verlustreiche Tête-à-tête eines Glücksritters (Clive Owen) mit einer Amazonen-Truppe. Aber diese schnell abgespulten Motivanleihen aus der Schwarzen Serie dienen lediglich als Vorwand, um möglichst viele Momente für den typischen Tarantino-Mix zu schaffen: exzessive Brutalität gepaart mit feinstem Styling, coole Dialoge kombiniert mit heißer Trash-Optik, eben alles, was den pubertären Reiz des Verbotenen besitzt.

Kritiken: „Die spektakulärste Comic-Verfilmung aller Zeiten: Basierend auf den Graphic Novels „Stadt ohne Gnade“ („Sin City“), „Dieser feige Bastard“ („That Yellow Bastard“) und „Das große Sterben“ („The Big Fat Kill“) aus Frank Millers Geschichtenzyklus rund um SIN CITY schuf Regie-Desperado Robert Rodriguez (IRGENDWANN IN MEXIKO) mit Unterstützung des Comic-Autors selbst einen Actionfilm, wie es noch keinen gab.“

„Mit viel Energie und Einfällen und mit Hilfe einer sensationellen Besetzung haben Miller und Rodriguez die Geschichten aus Sin City direkt den Seiten der Original-Comicbücher entnommen. Anschließend fügten sie diese ultimativen urbanen Balladen über Bösewichte, schräge Typen, Helden und Huren mit Hilfe modernster digitaler Filmtechnologie auf der Leinwand zusammen, ohne den Look der Comics mit ihren scharf umrissenen Silhouetten und Stakkatorhythmen aufzugeben.“

„SIN CITY wird mit Hilfe von Licht und Schatten zum Leben erweckt – mit knappen Dialogen, stilisierten Darstellerleistungen und visuellem Einfallsreichtum.“

„Rodriguez‘ Neo-Noir-Thriller liefert diese kontroverse Mischung in bisher nie gekannter Reinheit als Turboversion. Affekt folgt auf Affekt, Reiz auf Reiz — bis auch der letzte Zuschauer endgültig überwältigt ist und entweder begeistert oder verstört das Kino verlässt.“

„Sin City“ ist aufgrund seiner visuellen Brillanz ohne Zweifel ein großes Kino-Ereignis, vielleicht sogar ein Meilenstein des Actionfilms.“

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