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Unbekannte Zeugnisse der Vergangenheit

Das Leben der Menschen jüdischen Glaubens vor den Zeiten der nationalsozialistischen Verfolgung ist zwar wissenschaftlich gut erforscht, der Öffentlichkeit jedoch kaum bekannt. Beim Stadtspaziergang durch das jüdische St. Ingbert am Freitag, 5. Mai bietet sich die Möglichkeit, ganz neue Seiten aus dem Kapitel der Stadtgeschichte kennen zu lernen.

Jüdisches Leben gehörte viele Jahrhunderte zur Kultur unseres Landes, auch in St. Ingbert. Mit dem Anschluss des Saargebiets an das Hitlerdeutschland 1935 begannen auch hier für die angesehenen Bürger jüdischen Glaubens schwere Zeiten. Der Spaziergang begibt sich auf Spurensuche.

Der aus Homburg stammende Historiker Michael Lintz führt die Spaziergänger an Orte, die für das Leben der jüdischen Gemeinschaft eine wichtige Rolle gespielt haben. Der Spaziergang beginnt am jüdischen Friedhof, der zwischen 1888 und 1938 genutzt wurde und auf dem heute noch 30 Grabstellen existieren, allerdings nicht in ihrer ursprünglichen Form.

Nach kurzem Fußweg wird die 1876 eingeweihte Synagoge erreicht. Nach dem Verkauf an die Stadt 1936 wurde das Gebäude vielfältig verwendet. Heute ist es Sitz des Amtes für Religionsunterricht. Der dritte Abschnitt des Spazierganges führt in die Kaiserstraße, in der sich die meisten jüdischen Geschäfte angesiedelt und somit zur Bedeutung und zur Infrastruktur der Stadt beigetragen hatten.

Treffpunkt ist am Freitag, 5. Mai, um 14 Uhr am alten Friedhof, Eingang Nordendstraße.
Anmeldung im Kulturamt unter der Telefonnummer 06894/13514 oder im Museum Sankt Ingbert unter der Telefonnummer 06894/13358.

Die Teilnahmegebühr am geführten Spaziergang beträgt sechs Euro.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017