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Exzentrisches Musikgenie

Wie lebt ein Genie? Wahrscheinlich etwas ungewöhnlicher als die Normalsterblichen. So war es mit Sicherheit bei Wolfgang Amadeus Mozart, der schon zu Lebzeiten vom Wunderkind zum Weltstar der Musik aufgestiegen ist. Wir wissen, dass er im Laufe seines kurzen Lebens extreme Höhen und Tiefen erleben musste, viele Details sind jedoch weiterhin ungeklärt.

Nach dem Motto „so könnte es gewesen sein“, hat der Autor Peter Shaffer das Theaterstück „Amadeus“ geschrieben, aus dem Milos Forman 1984 ein inzwischen Kult gewordenes und mit acht Oscars ausgezeichneten Leinwandepos schuf. Wie die Handlung vom Zwist zweier Starkomponisten des Spätbarock ohne die opulenten Möglichkeiten des Kinos aussieht, davon kann man sich am 17. Mai ab 19.30 Uhr auf der Bühne der St. Ingberter Stadthalle überzeugen.

Im Mittelpunkt des 1979 entstandenen Dramas steht neben dem großen Wolfgang Amadeus sein Gegenspieler Antonio Salieri, Hofkomponist und Kapellmeister des österreichischen Kaisers. Nach einem misslungenen Selbstmordversuch in der Irrenanstalt eingesperrt, blickt er zurück auf ein Leben, das entscheidend von Bewunderung und Eifersucht auf Mozart geprägt war. Salieri kann bis an sein Lebensende nicht akzeptieren, dass Gott nicht ihm, sondern diesem „ungezogenen Kind“, diesem Unwürdigen, diesem Wolfgang Amadeus Mozart, ein so unglaubliches Talent geschenkt hat. Ein mörderisches Intrigenspiel im Zeitalter des lebenslustigen Rokoko beginnt. Mit aller Macht bekämpft Salieri, durch Fleiß und Mühe in Amt und Würden gekommen, das Naturtalent Mozart. Der Kampf zwischen Mittelmaß und Genie endet tragisch und Salieri bezichtigt sich selbst, der Mörder Mozarts zu sein.

Der britische Autor Peter Shaffer, Jahrgang 1926, greift in seinem erfolgreichsten Stück „Amadeus“ Tatsachen und gut erfundene Gerüchte rund um Leben und Werk Mozarts und Salieris auf. Er verknüpft sie zu einem historischen Krimi, der gleichzeitig zum Psychogramm einer Epoche wird. Sven Sorring in der Rolle Mozarts und Markus Völlenklee als sein Widersacher spielen unter der Regie von Peter Lotschak in einer Produktion des EURO-STUDIO Landgraf.

Karten zu dem Schauspiel „Amadeus“ am Mittwoch 17. Mai um 19.30 Uhr in der Stadthalle St. Ingbert gibt es zum Preis von 16 Euro (ermäßigt 14 Euro) bei der Buchhandlung Friedrich, bei Tabak Bennung und beim Kulturamt, Am Markt 7 (ehemaliges Landratsamt) Zimmer 203, Telefon 06894/13 521. An der Abendkasse kosten die Karten 18 Euro ermäßigt 16 Euro.

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St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017