Nachrichten

Sonntag, 22. Oktober 2017 · bedeckt  bedeckt bei 9 ℃ · In Zeiten des abnehmenden LichtsPilzwanderung in HasselNachkirmes auf dem Marktplatz

Facebook Twitter Google+ Instagram RSS Feed

FWG: Entwicklung beim Rathaus unbefriedigend

Die Stadtratsfraktion der Freien Wählergemeinschaft St. Ingbert (FWG) empfindet die jetzt veröffentlichte Kostensteigerung bei der Renovierung der Rathausfassade als äußerst unbefriedigend. ‚Es ist schlimm genug, dass man sich solch enormen Kostensteigerungen ausgesetzt sieht.’, sagt FWG-Fraktionschef Christian Haag. ‚Dass diese Mehrkosten jetzt aber auch noch von Seiten der Rathausspitze bagatellisiert und als normal bezeichnet werden, ist für mich nicht hinnehmbar.’

Die FWG vergleicht die Situation inzwischen mit der Kostenexplosion, die vergangenes Jahr beim Hallenbadneubau ‚Das Blau’ bereits für Aufsehen gesorgt hatte. Auch dort liefen die Baukosten immer mehr aus dem Ruder und auch dort waren diese Kostensteigerungen insbesondere durch den Wunsch der Bauherren nach etwas Besonderem geprägt worden. ‚Dieses Prestige-Denken und Leuchtturm-Errichten passt einfach nicht mehr in die Landschaft der knappen Kassen.’, stellt Christian Haag die Position der FWG klar. ‚Hier müssen endlich wieder Vernunft und Bescheidenheit Einzug halten.’

Wäre es nach den Freien Wählern gegangen, hätte man deshalb seitens der Verwaltungsspitze und des Rates jetzt die Reißleine ziehen und das Gesamtkonzept vom Grundsatz her überdenken müssen. Denn eine solche Kostensteigerung – da ist sich FWG-Chef Haag sicher – ist gegenüber dem Bürger nicht mehr zu verantworten. Er ist vielmehr der Überzeugung, dass man mit den im Haushalt bereit gestellten Mitteln alle Anforderungen an Wärme-, Brand- und Sonnenschutz erfüllen könnte. Hierzu müsste man allerdings vom bisher praktizierten Prestige-Denken abrücken und sich mit einer konventionellen Fassadengestaltung begnügen. Der Saarpfalz-Kreis, so der FWG-Sprecher, hätte mit dem Museumsgebäude am Marktplatz bewiesen, dass man auch mit einfachen Mitteln ein gutes Ergebnis erzielen könne.

Die Freien Wähler hatten deshalb kürzlich einen Vorstoß gewagt und mittels Einberufung einer Sondersitzung des Bauausschusses versucht, die Entwicklung aufzuhalten. ‚Leider hatten die Kolleginnen und Kollegen des Stadtrates in dieser Sitzung nicht den Mut, ihre Entscheidung zu revidieren.’, bedauert Christian Haag, dass der Vorstoß ohne zählbaren Erfolg blieb.

Kommentare

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Kommentar schreiben

Zu diesem Artikel können keine Kommentare mehr abgegeben werden.

St. Ingberter Anzeiger ·
1865–2017