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Projekt „Saar-Blies-Gau / Auf der Lohe“ erweitert nur im Konsens

Unter Leitung des Verbandsvorstehers Landrat Clemens Lindemann haben die Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden, sowie die Vertreter der Gemeinderäte und die Vertreter der Naturlandstiftung Saar mehrheitlich beschlossen, das Gebiet im Konsens mit den Orts- und Gemeinderäten sowie den Grundstückseigentümern zu erweitern. Lediglich der Bürgermeister der Gemeinde Mandelbachtal und ein Vertreter aus dem Gemeinderat Mandelbachtal haben dagegen gestimmt.

Im Klartext bedeutet dies, dass der Zweckverband dieser Tage den Förderantrag auf Erweiterung des Projektgebietes beim Bundesamt für Naturschutz gestellt hat, aber die Erweiterung des Projektes und damit die spätere Ausweisung eines Naturschutzgebietes nur dort erfolgt, wo die Ortsräte zugestimmt haben und die Grundstückseigentümer durch ihre Verkaufsbereitschaft Zustimmung zu dem Projekt bekunden.

Die Entscheidung respektiert somit die Beschlüsse der Gremien vor Ort, berücksichtigt den Willen der Eigentümer aber bewahrt den Anspruch der Region auf Förderung im Rahmen des Bundesvorhabens zur Sicherung des Naturerbes der Region. Der Zweckverband wird jetzt auch nochmals die Gremien um Entscheidung bitten, die bisher noch nicht abschließend entschieden hatten.

Der Verbandsvorsteher Clemens Lindemann unterstreicht abschließend abermals den Gewinn des Loheprojektes für die Region. Er sieht diesen Gewinn auf mehreren Ebenen. Erstens werde mit dem Projekt ein wertvoller Teil unseres Naturerbes gesichert und entwickelt, vielfach ökologisch hochwertige Flächen, die aber heute schon verbuscht sind und niemanden mehr interessieren. Zweitens würden mit dem Projekt nicht unerhebliche Bundesmittel in die Region fließen, die sowohl den Grundstücksbesitzern als auch den am Projekt beteiligten Landwirten zu gute kämen. Und drittens erhalte die Region mit dem Naturschutzvorhaben ein bundesweit anerkanntes und beachtetes Aushängeschild, das sicherlich helfen werde, weitere Programme in die Region zu ziehen. Die Bundesförderung unterstreiche zudem den Wert der Region, neben dem Wattenmeer, den bayrischen Alpen oder dem Bayrischen Wald zum Schwerpunkt des bundesdeutschen Naturerbes zu gehören. Darauf könne man schon ein bisschen stolz sein, meint Lindemann.

Schließlich ist der Verbandsvorsteher davon überzeugt, dass der Bliesgau ohne diese bundesweite Anerkennung durch das Loheprojekt niemals eine Chance haben wird, als Biosphärenregion der UNESCO anerkannt zu werden. Das Projekt „Saar-Blies-Gau/Auf der Lohe“ lege für manche gute Entwicklung die Grundlage, freut sich Lindemann.

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St. Ingberter Anzeiger ·
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